Bug Out Bag – Das 72 Stunden Survival-Kit für Piloten und Einzelkämpfer

Bug Out Bag
(Last Updated On: 1. Oktober 2017)

Mit deinem Bug Out Bag kannst du im Extremfall theoretisch 72 Stunden überleben. “Theoretisch” deshalb, weil dieser Notfallrucksack natürlich nur in Verbindung mit deinem antrainierten Wissen seine volle Wirkung entfalten kann.

Ursprünglich wurde das B.O.B. für Kampfpiloten entworfen, die nach einem Absturz mit dessen Inhalt auch in feindlichem Gebiet überleben konnten. Du solltest genau wissen, was sich in deinem B.O.B. befindet. Deshalb solltest du ihn sorgfältig packen. Der folgende Guide hilft dir dabei!

Was ist ein Bug Out Bag?

Der heute gängige Begriff Bug Out Bag leitet sich sehr wahrscheinlich vom Begriff Bail Out Bag ab. Das Bail Out Bag war ein Notfall-Rucksack für Militärpiloten und Fallschirmspringer, die sich mithilfe dieses 72-Stunden-Survival-Kit nach einem möglichen Absturz, Abschuss oder Absprung den Weg von der Lande- oder Absturzstelle bis in die nächste sichere Basis oder bis nach Hause erkämpfen konnten.

Ich schreibe bewußt “erkämpfen”. Denn im Gegensatz zum Get Home Bag, das für Zivilisten konzipiert ist, die sich damit in gewissen Notsituationen oder Katastrophenfällen den Weg nach Hause bahnen können, ist das Bug Out Bag bereits ein Survival-Kit mit teils militärischer Ausstattung.

*AUTORENTIPP* Bundeswehr Kampfrucksack Survival Set

Beim “Bundeswehr Kampfrucksack Survival Set” handelt es sich um einen Survival Rucksack, der bereits mit grundlegend wichtigen Utensilien für das Überleben im Notfall ausgestattet ist und der sich prima als Anfängerset eignet.

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Der Überlebensrucksack ist aus Polyvinylchlorid-beschichtetem Polyester hergestellt und absolut robust.

Mit einem Fassungsvermögen von ca. 65 Litern eignet er sich als sehr geräumiger 72-Stunden Notfallrucksack B.O.B. oder sogar für längere Survival-Trips.

Die Besonderheit dieses Rucksacks besteht in der Tatsache, dass er bereits mit für’s Überleben wichtigen Outdoor-Utensilien wie Sturmfeuerzeug, Campingbeil und Bundeswehrspaten ausgestattet ist.

Die Grundausstattung ist also bereits vorhanden. Nun kannst du den Rucksack noch individuell mit eigenen Ausrüstungsgegenständen aufstocken.

Hier einige Details des BW Überlebensrucksack im Überblick

Material und Eigenschaften des Rucksacks:

✅ Material: 100% Polyester, Polyvinylchlorid beschichtet

✅ Abmessungen: 32 x 15 x 64 cm

✅ Fassungsvermögen: Ca. 65 Liter

Weiteres Zubehör:

✅ 1x Sturmfeuerzeug

✅ 1x leichtes Survival Campingbeil 29 cm, Gewicht: ca. 360 g

✅  8x Tinder Sticks (Anzünder)

✅ 1x Bundeswehr Dreifachspaten: 1,4 Kg, extra robuste Ausführung

✅ 1x Survival-Box mit folgendem Inhalt:

  • Drahtsäge
  • Angelst
  • Survival Instruction
  • Kerze
  • Accident Evaluation Report
  • Sicherheitsnadeln
  • Feuerstarter
  • Spiegel
  • Nähset
  • AOS-Outdoor® Flaschenöffner
  • Watte
  • Bleistift
  • Draht
  • Messer
  • Pfeife

Wofür brauche ich ein 72-Stunden-Survival-Kit B.O.B.?

Wofür brauchen es Militärpiloten?

Im Bug Out Bag für Militärpiloten befanden und befinden sich neben einem Erste-Hilfe-Set, eines Notvorrats an Nahrung und eines Survival-Messers natürlich auch Feuerwaffen, so daß sich die Piloten für den Fall des Abschusses über feindlichem Gebiet (wie im Koreakrieg) angemessen verteidigen konnten.

Für die meisten Normalsterblichen im europäischen Raum kommen diese Waffen aufgrund der gesetzlichen Vorschriften natürlich nicht in Frage. Wer einen Waffenschein und eine Waffe besitzt, kann aber nach eigenem Ermessen und nach eigener Verantwortung entscheiden, inwieweit er seine Waffe in die Checkliste für sein persönliches Bug Out Bag einbezieht.

Militärpiloten brauchten und brauchen ihr Bug Out Bag, um sich unter extremsten Bedingungen und im schlimmsten Fall auch bei feindlichen Angriffen ihren Weg in eine sichere Basis bahnen zu können.

Wofür brauchen es Zivilisten?

Zivilisten können sich mithilfe eines gut gepackten Bug Out Bag in Katastrophenfällen einige Zeit selbst helfen (solange bis staatliche Infrastrukturen wieder hergestellt sind) und sich unter Umständen auch gegen den “Feind Mensch” zur Wehr setzen. Denn nichts ist so gefährlich wie ein hungriger Wolf. Und wenn die Versorgung zusammenbricht und nichts mehr zu Essen aufzufinden ist, dann wird selbst für ein Stück Brot das Leben riskiert oder gar der Tod anderer in Kauf genommen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Hurrikan Katrina 2005, wo bereits wenige Stunden nach dem Zusammenbruch der gewohnten Infrastrukturen die Einkaufszentren gestürmt wurden und auch Menschen ums Leben kamen. Es ist nicht schön, sich damit befassen zu müssen, aber leider notwendig. Denn der “Feind Mensch” kann unter Umständen schlimmer sein als ein Wolf.

Einige Szenarien die ein Bug Out Bag erforderlich machen können

Um es bildlich zu veranschaulichen, kann man ein Bug Out Bag als immer griffbereiten Notfall-Rucksack betrachten, den man im Falle einer Evakuierung sofort schnappen kann und der alles enthält, was einem (oder einem selbst und seiner Familie) das Überleben draußen und im schlimmsten Fall sogar das Überleben unter extremsten Bedingungen sichert.

Evakuierungen durch Erdbeben, Tsunamis oder andere unvorhersehbare Ereignisse kommen aufgrund ihrer eigenen Natur meist unvorbereitet. Neben den genannten Naturkatastrophen gibt es natürlich noch weitere und viel schrecklichere Worst-Case-Szenarien, wie Unfälle in Atommeilern oder Terroranschläge. Jeder erinnert sich noch an Tschernobyl und Fukushima. Die Bevölkerung wird meist erst informiert, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Und dann heißt es: “Selbst ist der Mann” oder “Selbst ist die Frau”.

Auch wenn man meint, so etwas passiert nicht vor der eigenen Haustür. Nach dem Motto: “Ich wohne schließlich nicht am Meer, also was kümmern mich Tsunamis?” Oder: “Was kümmern mich Erdbeben? In Deutschland gibt es keine Erdbeben.” – So etwas oder so etwas ähnliches kann überall und jederzeit passieren. Und dann weiß man, was man an seinem Bug Out Bag hat.

BOB: Das 72 Stunden Survival-Kit

Genau wie das Get Home Bag so wird auch das Bug Out Bag mit der entsprechenden Ausrüstung zur Überbrückung von Notsituationen für einen Zeitraum von 72 Stunden gepackt. Auch wenn einige Seiten im Netz unter dem Begriff Bug Out Bag Checklisten für mehrere Wochen aufführen. Im Prinzip soll ein BOB nur die ersten drei Tage überbrücken. Alles andere ist bereits ein Überlebens- oder Fluchtrucksack. Denn in einem Fluchtrucksack ist alles enthalten, was das Überleben im Notfall sogar über einen Zeitraum für bis zu zwei Wochen und darüber hinaus sichern kann.

Weitere Bezeichnungen im Zusammenhang mit dem Bug Out Bag:

  • 72-Hour Kit
  • Get Home Bag
  • Fluchtrucksack
  • Überlebensrucksack
  • Survival-Kit
  • Emergency Grab Bag
  • Personal Emergency Relocation Kits (PERK)
  • Battle Box
  • Go Bag
  • GOOD Bag (Get Out Of Dodge
  • INCH Bag (I’m Never Coming Home)

Der BOB-Rucksack

Der Bug-Out-Bag-Rucksack ist etwas größer als der Get-Home-Bag-Rucksack. Während man beim Get Home Bag mit einem sehr kleinen Rucksack auskommt (In der Get-Home-Bag-Checkliste sahen wir uns den Tasmanian Tiger Daypack: TT Essential Pack – 6 Liter genauer an), sollte der Rucksack für’s Bug Out Bag schon etwas größer sein. Allerdings sollte auch dieser die 60-Liter-Marke nicht überschreiten. Idealerweise hat der Bug-Out-Bag-Rucksack ein Fassungsvermögen von um die 45 Liter.

*RUCKSACK TIPP* Tasmanian Tiger Rucksack Trooper

Der TT Trooper Pack Rucksack ist funktional, unscheinbar und verfügt über 45 Liter Volumen.

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Ein BOB-Rucksack sollte unauffällig und dabei funktional sein (So wie der Tasmanian Tiger Rucksack Trooper bspw.). Unauffällig deshalb, weil man mit einem zu schrillen Rucksack zu sehr auffällt. Und das will man ja möglichst vermeiden.

Ein Beispiel: Darum soll dein Survivalrucksack unauffällig sein

Nehmen wir mal den Worst Case (für den ein BOB ja nunmal da ist) und stellen uns vor, daß aufgrund irgendeiner Katastrophe in unseren Breitengraden ähnlich wie nach dem Hurrikan Katrina plötzlich alles zusammengebrochen ist, die Supermärkte geplündert werden und man auch nicht mehr auf das Eingreifen der Behörden zählen kann, da die staatlich Bediensteten mit ihrem eigenen Überleben und dem Überleben ihrer eigenen Familie beschäftigt sind.

In so einem Extremfall wären wir komplett auf uns selbst gestellt und müssten uns notfalls sogar selbst verteidigen, falls man uns überfallen würde, um uns unseren Rucksack abzunehmen. Es ist also besser, von vornherein erst garnicht zu viel Aufsehen zu erregen und nach dem “Grey-Man-Prinzip” für die Masse unscheinbar – also als “grauer Mann” – aufzutreten.

So sollte man bei der Kleidung bereits auf schrille Farben verzichten. Und auch der Rucksack selbst sollte so unscheinbar und harmlos wie möglich erscheinen. Bunte Rucksäcke oder Tarnfarben sind für den Bug Out Bag also eher ungeeignet.

Ausführliche Produktbeschreibungen zu geeigneten BOB-Rucksäcken:

B.O.B. Inhalt

#1 Survival-Messer

Während wir für das Get Home Bag ein dezenteres Messer gewählt haben, darf es für das Bug Out Bag schon ein etwas massiveres Modell mit feststehender Klinge sein. Empfehlenswert ist ein funktionales und robustes Survival-Messer mit hochwertiger Klinge und eventuell sogar mit Zusatzfunktionen wie Wellenschliff (für kleinere Sägearbeiten) und in der Scheide integriertem Messerschärfer und Feuerstarter.

3 Geeignete BOB-Survival-Messer:

  1. Gerber Bear Grylls Ultimate Survival Messer mit teilweise Wellenschliff, Feuerstarter, Signalpfeife und Hammerfläche (ausführliche Produktbeschreibung)
  2. Gerber Bear Grylls Ultimate Pro Survival-Messer mit durchgehendem Erl, Feuerstarter, Signalpfeife, Hammerfläche und Pocket Guide für Notsituationen (ausführliche Produktbeschreibung)
  3. Gerber LMF II Survival-Messer MOLLE-Compatible, teilweise Wellenschliff und Schlagelement am Knauf (ausführliche Produktgeschreibung)

#2 Erste-Hilfe-Set

Ein Erste-Hilfe-Set (Notfallapotheke) darf im BOB nicht fehlen. In der Notfallapotheke befindet sich alles, was man zur schnellen Verarztung benötigt.

Das Erste-Hilfe-Set kann man sich entweder selbst zusammenstellen (Hierfür am besten einen Arzt oder Apotheker konsultieren, der einem bei der richtigen Zusammenstellung behilflich ist.) oder man greift auf eine bereits fertig gepackte Notfallapotheke zurück (empfohlen – da hier bereits alles enthalten ist).

Wichtig

Eigene wichtige Utensilien und Medikamente nicht vergessen! Zu den eigenen (überlebens-)wichtigen Utensilien können Herzmedikamente, Asthmaspray oder eine Ersatzbrille gehören.

#3 Rettungsdecke

Eine Rettungsdecke kann uns im Notfall vor Unterkühlung retten. Sie wiegt so gut wie nichts und nimmt auch keinen Platz in Anspruch. In Notsituationen ist sie aber um so wertvoller.

#4 Wasserversorgung

Ohne Nahrung kann ein Mensch sogar mehrere Wochen überleben. Ohne Wasser sind wir bereits nach drei Tagen am Ende.

Wir brauchen Wasser zum Trinken, zum Kochen und für unsere Hygiene.

Das Land Kanada empfiehlt einen persönlichen Wasserbedarf von 2 Litern pro Person und Tag plus 2 Liter für die persönliche Hygiene. Da wären wir bei unserem 72-Stunden-BOB bereits bei 12 Litern Wasser, die wir mit uns herumschleppen müssten. Das ist eindeutig zu viel.

12 Liter Wasser wiegen satte 12 Kilo, die wir zusätzlich zu unserer restlichen Ausrüstung tragen müssten. Dieser Ballast würde uns nur aufhalten und schier erdrücken. Also müssen wir Alternativen finden.

Daher empfehlen wir 2 x 1,5 Liter zu verwenden und bei Bedarf unterwegs Wasser zu filtern, mit Micropurtabletten zu entkeimen oder anderweitig trinkbar zu machen.

*TRINKFLASCHEN-TIPP* 1,5l Outdoor-Wasserflaschen

Outdoor-Trinkflaschen von Laken sind dicht, recht stabil und lassen sich auch außen am Rucksack befestigen. Sie haben ein Fassungsvermögen von 1,5l. Mit 2 dieser Flaschen ist man in Notsituationen für 72 Stunden gut versorgt.

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Als Outdoor-Wasserflaschen für den Bug Out Bag empfehlen sich die altbewährten Alu-Outdoor-Flaschen mit Öse am Verschluss.

Dank der Öse kann die Flasche mittels einer Schlinge oder eines Karabiners bei Bedarf außen am Rucksack befestigt werden (sinnvoll, wenn der Rucksack sehr voll ist). Außerdem sind diese Flaschen innen beschichtet und somit gesundheitlich unbedenklich und sie sind recht stabil und auch dicht

#5 Wasseraufbereitung, Outdoor-Wasserfilter

Zur raschen Wasserentkeimung unterwegs eignen sich Micropur-Wasserentkeimungstabletten:

Wer auf Nummer sicher gehen möchte und noch genug Platz im Rucksack hat, kann sich einen Outdoor-Wasserfilter zulegen. Der Sawyer MINI Wasserfilter wiegt nur 56 Gramm und mithilfe eines Trinkhalms kann man mit diesem Wasserfilter sogar direkt aus der entsprechenden Wasserquelle trinken.

Hier ausführliche Infos zu Outdoor-Filtern checken

#6 Feuerstarter, Magnesiumsteine

Auf einen Magnesium Feuerstarter ist bei jedem Wetter Verlass. Mithilfe der Friendly Swede Feuerstarter aus Magnesiumstein lässt sich sogar bei Regenwetter ein Feuer entzünden.

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Selbst in ausweglosen Situationen bietet ein Feuer Wärme, in der Nacht schützt es vor allerlei Getier und es vermittelt uns ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Diese Verbindung zum Feuer haben wir von unseren steinzeitlichen Vorgängern weitervererbt bekommen.

Etwas brennbares Material oder Feuerholz lässt sich überall auftreiben. Auch existieren allerlei Möglichkeiten, ein Feuer zu entfachen. Die zuverlässigste Alternative ist aber immer noch der Magnesium-Feuerstarter.

Ein Magnesium-Feuerstarter ist Nässe-unempfindlich, hat eine lange Lebensdauer und ist wartungsfrei. Bei Feuerzeugen kann mit der Zeit das Gas entweichen oder sich der Feuerstein abnutzen oder verloren gehen. Streichhölzer können nass und unbrauchbar werden. Ein Magnesium-Feuerstarter aber ist immer und jederzeit einsatzbereit.

Seit meiner frühen Jugend habe ich auf Touren einen Magnesiumstein dabei. Hier geht’s zu meinen persönlichen Erfahrungen mit den Magnesium-Feuerstartern.

#7 Netzunabhängiges Radioempfangsgerät

Der AGM Rundfunkempfänger funktioniert netzunabhängig mit Solar und Handkurbel.

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Der AGM Rundfunkempfänger kann über integrierte Solarzellen oder über eine Handkurbel mit Strom versorgt werden, so daß er jederzeit einsatzbereit ist.

Darum sollte ein netzunabhängiger Radioempfänger zum BOB gehören:

Vom BBK wird ein Radioempfangsgerät empfohlen. Und das hat seinen Grund.

Wenn aufgrund einer Katastrophe für einen gewissen Zeitraum die öffentliche Infrastruktur zusammenbrechen würde, es einen länger anhaltenden Stromausfall gäbe und wir plötzlich ohne die gewohnten Kommunikationsmöglichkeiten wie Handy, PC, Fernseher, soziale Medien, etc. dastehen würden, da würde im wahrsten Sinne des Wortes wohl für einige eine Welt zusammenbrechen.

Ein netzunabhängiges Rundfunkgerät garantiert selbst in extremen Notsituationen eine Verbindung zum Rest der Welt.

Als Rundfunkempfänger eignet sich ein Gerät, das auch netzunabhängig, also ohne Strom aus der Steckdose funktioniert. Mit einem Rundfunkempfänger bleibt man stets auf dem Laufenden über neue Meldungen zur Sachlage.

#8 Hygieneartikel (Kulturbeutel)

Frisch gewaschen sieht die Welt meist ganz anders aus. Wer geschickt ist, wäscht sich mit nur einem Liter Wasser den ganzen Körper. Hygieneartikel dürfen in keinem Bug Out Bag fehlen. Auch das morgendliche und abendliche Zähneputzen ist ein Stück Lebensqualität, das man sich selbst in katastrophalen Situationen bewahren sollte.

Jeder wird selbst am besten wissen, was in seinen persönlichen Kulturbeutel gehört. Auch unterscheidet sich natürlich der Inhalt eines Kulturbeutels für Männer vom Inhalt eines Kulturbeutels für Frauen. Während Frauen Tampons und etwas mehr an Taschentüchern benötigen, ist für Männer das Rasierzeug wichtig. Da ich männlich bin, gebe ich mal einen groben Überblick darüber, was in einen Kulturbeutel für Männer gehören kann:

#9 Regenponcho

Ein Regenponcho schützt nicht nur vor Regen. Bei kalten oder nassen Außentemperaturen hält es durch seinen undurchlässigen Stoff auch die Wärme am Körper. Und dabei wiegt ein Regencape es so gut wie nichts. Ratsam ist ein Regenponcho, der bis über die Knie reicht, da bei kürzeren Regencapes oft die Beine nass werden.

Unter dem Regenponcho von Tatonka bleiben nicht nur die Beine trocken, sondern es passt sogar der Rucksack darunter:

#10 Zeltplane / Tarp

Etwas Zeltplane nimmt nicht viel Platz im Rucksack weg und wiegt auch nicht allzu viel. Bei miesen Witterungsbedingungen kann man sich aber daraus im Handumdrehen ein schützendes Dach zaubern.

Tipp:

Wer die Zeltplane mitnimmt, sollte auch etwas feine Reepschnur (um die 3 mm Stärke) nicht vergessen, um die Plane festbinden zu können.

Neben dem Festbinden der Plane ist etwas Schnur auch sonst ein guter Begleiter. So kann man daraus schnell eine Wäscheleine spannen, sie zum Fallen bauen benutzen oder sie in brenzligen Situationen gar als Partisanenschlinge verwenden.

Hier noch mehr über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Tarps erfahren

#11 Nahrungsmittel-Notvorrat

Der Nahrungsmittel-Notvorrat sollte vor allem energie-, protein- und auch etwas fetthaltig sein, damit er uns in stressigen Situationen genügend Power liefern kann, so daß wir die Herausforderungen meistern können.

Schnelle Energielieferanten

Als schnelle Energielieferanten eignen sich vor allem Trockenfrüchte, Nüsse und Energieriegel:

Für den großen Hunger

Für den großen Hunger eignen sich am besten haltbare Lebensmittel, da man mit diesen besser rechnen und sie notfalls rationieren und einteilen kann, ohne dabei auf das Verfallsdatum achten zu müssen.

Als Notvorrat für den großen Hunger kommen folgende Lebensmittel in Frage:

  • Alle möglichen Konserven (Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte)
  • Trockenbrot, Zwieback
  • Speck, Trockenfleisch (Wichtig: Speck, Trockenfleisch, Trockenfisch oder geräucherte Lebensmittel sind oft stark gesalzen und machen dementsprechend durstig. Wenn man nur wenig Wasser zur Verfügung hat, sollte man sparsam mit gesalzenen oder durstig machenden Lebensmitteln umgehen.)
  • Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte (Für den Fall daß man Kochgeschirr dabei hat)
  • Notverpflegung (10 Jahre haltbar) bei Amazon ansehen

#12 Outdoor Kochgeschirr & Kocher

Für ein 72 Stunden Bug Out Bag gehören Kochgeschirr und Kocher bereits zu den Luxusartikeln.

Angenommen den Fall, daß eine Ausnahmesituation länger als 72 Stunden andauert, hat man mit den Kochutensilien aber bereits gut vorgesorgt. Es reicht ein ganz einfaches und kompaktes Campinggeschirr. Und als Kocher eignen sich vor allem Spirituskocher oder sogenannte Hobokocher.

Hobokocher funktionieren mit allem möglichen Brennmaterial und Spirituskocher funktionieren mit flüssigem Brennmaterial. Wenn man allerdings einen Campinggaz-Kocher dabei hat und die Kartuschen ausgehen und es auch weit und breit keine neuen Kartuschen zu kaufen gibt, dann hat man schlechte Karten.

Deshalb empfehlen wir für das B.O.B. Spiritus- und/ oder Hobokocher:

Weitere Utensilien

Weitere nützliche Utensilien für ein Bug Out Bag können folgende sein:

Fazit

Ein gut gepacktes Bug Out Bag kann dir in Notsituationen für eine Dauer von 72 Stunden das Leben retten. Für Einsteiger eignet sich ein bereits vorgepackter Survivalrucksack (wie unser Autorentipp am Anfang des Artikels: Das Bundeswehr Kampfrucksack Survival Set), welcher dann entsprechend mit weiterer Ausrüstung (siehe Liste #1 bis #11 B.O.B. Inhalt) aufgestockt wird.

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