10 Überlebensregeln: Leitfaden für Einzelpersonen und Gruppen

Blick nachts vom Gebirge auf Küste

Die folgenden 10 Überlebensregeln dienen nicht nur als Orientierung für richtiges Verhalten in Extremsituationen. Es handelt sich um Regeln, die das Überleben auch in alltäglichen Situationen auf physischer wie auf mentaler Ebene garantieren können.

Ein Leitfaden für Einzelpersonen und Gruppen. Am Ende des Artikels stehen die 10 Überlebensregeln zum kostenlosen Download bereit.

Hinweis zur Entstehung und Zusammensetzung der Überlebensregeln:

Viele der aufgeführten Regeln sind aus dem Survival bekannt. Die Regeln für das Entwickeln von Führungsqualitäten wurden vom Antarktisforscher und Expeditionsleiter Ernest Shackleton abgeschaut, der durch sein kontrolliertes Handeln 28 seiner Männer rettete.

Die Regeln können angewendet werden in:

  • Krisen, Krisensituationen
  • Unerwartete Notfälle, Notlagen
  • Notsituationen, Extremsituationen
  • Unerwartet eintretende Alltagsumstände

#1 Sicherheit gewähren

In einer frisch aufgetretenen Notsituation gilt es, zuerst die Sicherheit für Gesundheit, Leben und Überleben aller Beteiligten zu gewähren.

Hierzu gehört es, bestehende Gefahren einzudämmen und das Eintreten neuer Gefahren möglichst zu verhindern.

Gesundheit und Leben sichern

#2 Hoffnung statt Panik

Panik ist ansteckend.

Die gute Nachricht: Auch Hoffnung kann ansteckend wirken.

In extremen Situationen kann es durchaus vorkommen, dass der Körper (auch dann, wenn wir es selbst nicht möchten) panisch reagiert.

Schweißausbrüche oder Schwächeanfälle können eintreten. Wer sich jetzt gehen lässt und völlig seinen Emotionen hingibt, tut sich und anderen keinen Gefallen.

Panik durch Hoffnung ersetzen

#3 Vermeidung von Stressreaktionen

Lassen wir uns vom Stress mitreißen, handeln wir aufgewühlt und kopflos. Falsche Reaktionen können hier schwerwiegende Folgen mit sich bringen, welche die Lage zusätzlich verschlimmern.

Ruhe bewahren oder zur Ruhe finden

#4 Prioritäten ordnen

Wie ist die Ausgangslage? Besteht akute Gefahr, so ist diese zuerst auszuschließen.

Mögliche Gefahren sind:

Zielorientiertes Handeln durch geordnete Prioritäten

#5 Routinen bewahren oder erschaffen

Dauern Notsituationen über einen längeren Zeitraum an, könnte man dazu geneigt sein, sich gehen zu lassen. Das wäre fatal.

Auch in aussichtslosen Situationen müssen Routinen entwickelt werden. Diese können in Tagesabläufen bestehen, die immer einem gleichen Rhythmus folgen.

Beispiel für eine Tagesroutine:

  1. Morgens immer zur gleichen Zeit aufstehen
  2. Morgenhygiene
  3. Frühstück
  4. Erledigung eines Arbeitspensum
  5. Mittagessen (selbst wenn es nur aus pflanzlicher Notnahrung besteht)
  6. Musestunde (Nachdenken, Austausch mit anderen Beteiligten, Lesen)
  7. Abendhygiene
  8. Ausarbeiten neuer Pläne
  9. Abendessen
  10. Nachtruhe zu einer etwa immer gleichen Zeit

Routinen halten physisch und mental fit

#6 Führungsqualitäten entwickeln

Führungsqualitäten in extremen Situationen zu beweisen, bedeutet eigene Ansprüche und das Ego hintenan zu stellen.

Der eigene Ruhm hat hier nichts verloren. Stattdessen gilt es, alles zu tun, um Gesundheit und Leben der Gruppe zu schützen.

Das Wohl der Gruppe steht im Vordergrund

#7 Selbsthilfe oder Hilfe rufen

Kannst du dich selbst aus der Gefahrenlage bringen oder ist fremde Hilfe nötig? Diese Frage kann sich z.B. stellen, wenn du dich während einer Gebirgswanderung verletzt und/oder verlaufen hast.

Ist keine Kommunikation über Smartphone (wegen fehlendem Signal) möglich, muss versucht werden, Hilfe über SOS Morse oder internationale Notsignale zu erreichen.

Rufst du Hilfe, beachte folgende Punkte:

  • Verlasse nicht den aktuellen Standort
  • Standort markieren oder Signalfeuer anlegen
  • Bei Rettung in der Nacht mit Lampen oder Signalfeuer auf dich (euch) aufmerksam machen

SOS und Notsignale richtig anwenden

#8 Lage überblicken

Beim Wandern im Wald hast du die Orientierung verloren. Um dich neu zu orientieren, ist es sinnvoll, auf eine Erhöhung oder auf einen hohen Baum zu steigen. So kannst du die Lage überblicken.

Orientiere dich an der Sonne oder nachts an den Sternen. Erkenne Landmarken, um die Herkunft zu bestimmen und peile die Zielrichtung an.

Um Geländebeschaffenheit und Richtungen im Kopf zu behalten, lege eine Karte an. Diese kannst du mit Bleistift und Zettel anfertigen oder du ritzt sie in eine Stück Baumrinde.

Achte beim Lage überblicken auf folgende Details:

  • Bestehen weitere Gefahren im Gelände? (Schluchten, Gräben, undurchdringliches Dickicht)
  • Gibt es Ressourcen? (Trinkwasser in Flüssen, Seen, Bächen / essbare Pflanzen)
  • Ist Hilfe in Sicht? (Häuser oder ein Fluss, der den Weg zurück in die Zivilisation weist)

Von oben ist die Aussicht besser

#9 Erstellen eines Planes

An diesem Punkt der Liste der Überlebensregeln hast du bereits viele Anhaltspunkte zusammengetragen. Bestehende Gefahren wurden beseitigt und neue Gefahren wurden ausgeschlossen.

Prioritäten wurden geordnet und die Gesamtlage wurde von einem erhöhten Punkt überblickt. Anhand aller Faktoren kannst du nun einen Plan ausarbeiten. Dieser hilft dir, dich selbst aus der Notlage zu befreien oder Hilfe zu anzufordern.

Einen Plan zur Rettung entwerfen

#10 Kommunikativ bleiben

Bleibe kommunikativ mit anderen Gruppenmitgliedern und Rettungskräften. Persönliche Konflikte haben in Notfällen keinen Platz, da sie nicht zur Krisenbewältigung beitragen. Im Gegenteil gefährden sie das Wohl der gesamten Gruppe.

Kommunikativ aus der Krise finden

10 Überlebensregeln

Die 10 Überlebensregeln in hoher Auflösung downloaden.

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