Kaktusfeige richtig essen: So gehts! & Kaktus Rezept für Feigenkaktus

Kaktus & Kaktusfeigen ernten, schälen, essen und Rezepte.

Wie kann man Kaktusfeige am besten essen? Kann man sie auch roh essen? Wenn ja wie?

Wie gesund sind Kaktusfeigen eigentlich?

Themenübersicht:

  1. Was sind Kaktusfeigen?
  2. Kaktusfeigen essen: So gehts!
  3. #1 Vor dem Essen beachten
  4. #2 Kann man Kaktusfeigen roh essen?
  5. #3 Kaktusfeigen richtig schälen
  6. #4 Wann sind Kaktusfeigen reif?
  7. Wie gesund sind Kaktusfeigen?
  8. Kaktusfeigen-Marmelade herstellen
  9. Unterscheidung des essbaren vom ungenießbaren Feigenkaktus
  10. Essen des Feigenkaktus, Kaktusblatt / Rezept
  11. Feigenkaktus, Nopal oder Chumbera?
  12. Fragen und Antworten
  13. Fazit

Was sind Kaktusfeigen?

Kaktusfeigen sind die Früchte des Feigenkaktus.

Der Feigenkaktus an dem die Kaktusfeige wächst, ist im Mittelmeerraum zu finden.

Kakteen und Kaktusfeigen gibt es in Andalusien jede Menge. Die Kakteen an denen die essbaren Kaktusfrüchte wachsen, heißen hier Chumberas.

In Deutschland sind sie vor allem unter der Bezeichnung Feigenkaktus bekannt. Die Kaktusfrüchte oder Kaktusfeigen werden Chumbos genannt.

Ich esse Kaktusfeigen sehr gerne und Feigenkaktus, Nopale oder Chumberas gehören zu meinen Lieblingsgewächsen. Deshalb brachte ich vor Jahren sogar ein Blatt eines Feigenkaktus von einer Wanderung mit.

Aus dem Kaktusblatt züchtete ich mir dann einen eigenen Feigenkatus auf der Terrasse, der mittlerweile ordentlich gewachsen ist.

Kaktusfeigen essen: So gehts!

In der folgenden Schritt für Schritt Anleitung zeige ich dir, wie du Kaktusfeigen richtig essen kannst. Und zwar, ohne dich dabei an den Stacheln zu verletzen.

Mit einem einfachen Trick musst du die Kaktusfeige nicht einmal anfassen, um sie schälen und essen zu können. Dieser Trick stammt original von den Andalusischen Bauern.

#1 Vor dem Essen beachten

Das solltest du beim Verzehr von Kaktusfeigen beachten:

  1. Feine Stacheln an den Kaktusfrüchten: Kaktusfeigen haben viele feine Stacheln. Die Stacheln sind zwar sehr klein, dafür aber um so nerviger. Wenn du sie dir einmal eingezogen hast, siehst du sie nur sehr schlecht mit dem bloßen Auge. Und du bekommst sie auch nicht so einfach wieder weg. Das kann dann richtig unangenehm werden.
  2. Nicht zu viel auf einmal davon essen: Kaktusfeigen schmecken lecker. Allerdings solltest du nicht zu viel von ihnen auf einmal verzehren, da du sonst schmerzhafte Verstopfungen bekommen kannst.

#2 Kann man Kaktusfeigen roh essen?

Kaktusfeigen kannst du entweder direkt roh essen oder sie zu Marmelade weiterverarbeiten.

#3 Kaktusfeigen richtig schälen oder abziehen

Je nach Reifegrad kannst du die Schale der Kaktusfrüchte abziehen oder entlang des Fruchtfleisches abschneiden.

Beim Abziehen bleibt jedoch oft ein großer Teil des Fruchtfleisches an der Schale hängen. Deshalb ist das Schneiden kurz unter der Haut entlang des Fruchtfleisches der Kaktusfeige vorteilhafter.

Hier kann jeder selbst entscheiden, wie er vorgehen möchte. Mit einem scharfen Messer ist das Schneiden jedoch kein Problem.

Die Außenhaut wird übrigens nicht gegessen. Und das solltest du sowieso vermeiden. Denn hier befinden sich Stachelnester, mit kleinen aber sehr nervigen Stacheln.

Kaktusfeigen essen: vor dem Essen richtig schälen
Kaktusfeigen essen: Vor dem Essen müssen die Kaktusfrüchte geschält werden. Das klappt am besten mit einem scharfen Messer und einer Astgabel.

So werden Kaktusfeigen geschält

Kaktusfeigen lassen sich am besten mit einem scharfen Messer und mit einer geschnitzten Astgabel schälen.

Sollen die Kaktusfeigen frisch vom Nopal gegessen und geschält werden, kann ein scharfes Outdoormesser die Arbeit erleichtern.

Den Trick, Kaktusfeigen mit einer geschnitzten Astgabel zu schälen, nutzen auch die Bauern in Andalusien. Du brauchst also keine Handschuhe zum schälen der Kaktusfrüchte.

Ein scharfes Messer und eine Astgabel sind völlig ausreichend, um dich vor den feinen Stacheln zu schützen.

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#4 Wann sind Kaktusfeigen reif?

Erntezeit für Kaktusfeigen im Mittelmeerraum ist Spätsommer bis Anfang Herbst. Das ist auch die Zeit, in der die Kaktusfrüchte reif sind.

Bist du dir nicht sicher, ob eine Frucht schon reif ist oder nicht, kannst du das sehr leicht herausfinden. Reife Kaktusfrüchte haben ein weiches Fruchtfleisch. Die Frucht lässt sich gut zwischen zwei Fingern eindrücken.

Ein weiteres Merkmal für die Reife ist die Farbe der Frucht. Nicht reife Kaktusfeigen sind grün. Reife Kaktusfeigen hingegen haben eine rote oder gelbe Farbe.

Kaktusfeigen und Nopal-Blatt essen
Reife Kaktusfeigen sind auch an der Farbe erkennbar. Nicht nur die Kaktusfeigen sind essbar sondern auch die Blätter.

Wie gesund sind Kaktusfeigen

Einige Inhaltsstoffe von Kaktusfeigen:

  • Magnesium
  • Kalium
  • Kalzium
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • B-Vitamine

Anhand der Inhaltsstoffe ist zu erkennen, dass in Kaktusfeigen Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind. In Maßen genossen, kann der Verzehr also sogar gesund sein.

Kaktusfeigen-Marmelade herstellen

Ich esse die Kaktusfeigen am liebsten roh, habe damit aber auch schon experimentiert und Kaktusfeigen-Marmelade zubereitet. Die Zubereitung der Marmelade ist denkbar einfach.

Die Feigen schälen und mit etwas Zucker einkochen. Fertig ist die Kaktusfeigen-Marmelade.

Zutaten:

  • reife und geschälte Kaktusfeigen
  • Zucker zum Einkochen

Zubereitung:

Reife Kaktusfeigen schälen und in einen Topf geben. Etwas zerstampfen und Zucker hinzugeben. Da die Kaktusfeigen an sich sehr süß sind, benötigst du nur sehr wenig Zucker.

Ich gab zum Einkochen zusätzlich noch einen Schuss Wasser hinzu. Dadurch wird vermieden, dass die Marmelade zu schnell am Topf fest kocht.

Emailletasse ousuca an Lagerfeuer

Mit einem geeigneten Topf wie dem Tatonka Kochtopf Kettle, transparent,...  kannst du die Marmelade direkt Outdoor herstellen.


Unterscheiden des essbaren vom ungenießbaren Feigenkaktus

Es gibt verschiedene Arten des Feigenkaktus. Manche sind größer, manche kleiner.

Bei einigen Kakteen sind die Farben der Früchte greller und sie haben längere Stacheln.

Ungenießbarer Kaktus und ungenießbare Kaktusfeigen

Im andalusischen Tarifa kannst du hinter manchen Stränden besonders üppige Kakteen-Hecken bewundern.

Hier gibt es einige Kakteen, deren Früchte in Form von Kaktusfeigen besonders einladend grelle Farben haben. Sie sehen den essbaren Kaktusfeigen sehr ähnlich. Jedoch sind sie ungenießbar.

Ich habe mir einmal den Spaß erlaubt, auch andere Kaktusfeigen zu testen, die kleiner waren und schillerndere Farben hatten.

Hierzu erntete ich eine Kaktusfrucht, zerschnitt sie und probierte nur ein wenig vom Saft der offenen Frucht mit der Zungenspitze. Ganz so, wie man es auch vom Survivaltraining bei der Unterscheidung essbarer Pflanzen kennt.

Mithilfe dieses kleinen Test ließ sich sofort feststellen, dass diese Kaktusfeigen nicht genießbar sind. Sie schmeckten stark nach Chlorophyll und ganz anders als die süßen und leckeren Kaktusfeigen des Feigenkaktus, den man hier als Chumbera bezeichnet.

Kaktus Kaktusfeigen ungenießbar.
Diese kleineren und dunkelroten Kaktusfeigen an der Küste sind ungenießbar.
Unterscheidungsmerkmale ungenießbarer Kaktusfeigen:
längere und stärkere Stacheln an Kaktusblättern und Kaktusfeigen
dunklere rote Farbe der Haut der Kaktusfeigen
beim Aufschneiden der Kaktusfeigen ein extrem dunkelroter bis dunkel-pinker Fruchtsaft
Probe mit der Zungenspitze: Saft der Kaktusfeigen mit starkem Geschmack nach Chlorophyll

Genießbarer Kaktus und genießbare Kaktusfeigen

Die genießbare Kaktusfeigenen lassen sich einfach von den ungenießbaren Kakteen und Kaktusfeigen unterscheiden.

Essbarer Kaktus und genießbare Kaktusfeigen Unterscheidung.
Essbare Kaktusfeigen am Nopal, Feigenkaktus.
Unterscheidungsmerkmale genießbarer Kaktusfeigen:
kaum bis keine Stacheln an den Kaktusblättern
ganz kleine Stachelnester mit sehr feinen Stacheln auf der Haut der Kaktusfeigen
große Früchte mit hellroter Farbe
beim Aufschneiden der Kaktusfeigen hellroter Saft

Probe mit der Zungenspitze: sehr süßer Geschmack des Fruchtfleisches

Essen des Feigenkaktus, Kaktusblatt

Auch die Blätter des Nopal können gegessen werden. Vor allem in Mexiko finden sie vielseitige Verwendung.

In Spanien und Südeuropa werden Kaktusblätter zwar kaum gegessen, können deine Outdoorküche aber anreichern.

Ich habe bereits einige Male mit den Kaktusblättern des Feigenkaktus in der Outdoorküche experimentiert.

Es ist empfehlenswert, den Kaktus vor dem Braten stets zu kochen.

Einmal briet ich den Feigenkaktus direkt nach dem Schälen in Öl. An einigen Stellen war er dann immer noch sehr strohig. Und auch geschmacklich war das keine Freude.

Der Feigenkaktus hat einen hohen Anteil an Chlorophyll. Wenn man mal roh in ihn hineinbeißt, schmeckt er, als würde man in eine Topfpflanze beißen.

Beim Braten bleibt das Chlorophyll enthalten und wird sauer. Deshalb ergibt das einen merkwürdigen Geschmack.

Durch das Abkochen geht ein Großteil des Chlorophylls ins Kochwasser. Deshalb schmeckt der Feigenkaktus gekocht einfach besser.

Feigenkaktus essen: Kaktusblätter vom Nopal essen. So gehts.
Feigenkaktus essen: Kaktusblätter vom Nopal mit Olivenöl und Rosmarin in der Pfanne braten.

Nach dem Kochen kannst du die Kaktusblätter dann nach Lust und Laune weiterverarbeiten.

Entweder du gibst sie direkt gekocht an ein Reis- oder ein anderes Gericht. Oder du verwendest den Kaktus als Beilage. Ist er einmal gekocht, reicht es wenn du ihn kurz anbrätst.

Lasse deiner Experimentierfreude einfach freien Lauf.

Feigenkaktus, Nopal oder Chumbera?

Feigenkaktus, Chumberea oder Nopal gehören zur Pflanzengattung der Opuntien.

Die Gattung der Opuntien zählt mit über 190 Arten zu den artenreichsten Gattungen innerhalb der Kakteengewächse.

Den Feigenkaktus oder die Kaktusfeigen kennen vielleicht einige aus ihrem Urlaub in Spanien. Denn der Feigenkaktus wächst im Mittelmeerraum wild oder wird oft sogar als natürlicher Zaun angebaut.

Der Feigenkaktus oder Nopal braucht keine Pflege, wächst sehr schnell und schreckt mit seinen Stacheln viele Eindringlinge ab. Verwachsene Kakteen sind also die ideale Grundstücksabgrenzung. Völlig kostenlos aber sehr effektiv.

Feigenkaktus ist nicht nur nützlich und sieht gut aus. Er ist auch komplett essbar.

Folgendes kannst du vom Feigenkaktus essen:

  • Früchte: Kaktusfeigen
  • Kaktus: auch die Blätter des Feigenkaktus sind essbar
Kaktusfeigen stammen vom Feigenkaktus und können gegessen werden
Mein eigener Nopal auf der Terrasse hat zwar noch keine essbaren Früchte, sieht aber schon beeindruckend aus. Und wer weiß, vielleicht wachsen daran ja eines Tages auch Kaktusfeigen.

Fragen und Antworten

Haben Kaktusfeigen Stacheln?

Ja. Im Gegensatz zu den Stacheln an den Blättern des Feigenkaktus sind die Stacheln an den Kaktusfeigen sehr klein. Dafür sind sie um so nerviger. Hast du dir die feinen Stacheln einmal eingezogen, jucken sie sehr lange.

Wie entfernt man die Stacheln der Kaktusfeigen aus der Haut?

Mit einer feinen Pinzette kannst du die Stacheln sehr gut entfernen. Da die Stacheln besonders klein sind, ist das bei vielen Stacheln allerdings eine mühevolle Aufgabe.

Mit einem Trick kannst du alle Stacheln auf einmal aus der Haut entfernen. Nutze hierfür etwas Klebeband. Klebe es auf die Hautstelle mit den Stacheln und ziehe es ab. Die Stacheln haften nun nicht mehr an der Haut sondern am Klebeband.

Kann ein Kaktus giftig sein?

Ja. Auch wenn der Feigenkaktus essbar ist, so gibt es viele Kakteen, die giftig sind. Bist du dir nicht hundertprozentig sicher, dann lass lieber die Finger vom Kaktus.

Für die Bestimmung der Genießbarkeit des Feigenkaktus checke einfach nochmal den entsprechenden Abschnitt im Artikel.

Fazit

Der Feigenkaktus oder Nopal ist eine Kakteenart, die in weiten Teilen Südeuropas zuhause ist.

Handelt es sich um den essbaren Feigenkaktus, kann er im Prinzip komplett verwertet werden. Vor allem die Früchte, welche auch als Kaktusfeigen bekannt sind, sind süß und schmackhaft und haben zudem einen hohen Vitamingehalt.

Wenn du auch die Kakteenblätter verwerten möchtest, dann solltest du dich für die jüngeren und zarteren Kaktusblätter entscheiden. Für die Zubereitung der Kakteenblätter werden diese zuerst geschält, dann gekocht und zum Schluss gebraten.

Kennst du noch weitere essbare Kakteen? Immer her damit. Teile deine Erfahrungen mit uns über einen Kommentar.

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