Feigenkaktus und Kaktusfeigen essen ohne zu sterben!

Feigenkaktus und Kaktusfeigen unterscheiden und essen

Das Wichtigste in Kürze

Opuntien: Sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Einige Opuntien sind essbar.

Kaktusfrüchte: Sind die essbaren Früchte mancher Opuntien (Nopale). Sie sind birnengroß, farblich zwischen gelb bis rot und schmecken süß und saftig.

Standort: Essbare Opuntien und Kaktusfrüchte findest du im Mittelmeerraum wie Italien, Spanien oder Griechenland sowie in vielen Teilen Südamerikas (Mexiko).

Verstopfung: Weder von Opuntien noch von Katusfrüchten darfst du zu viel auf einmal essen, da sie in größeren Mengen Verstopfungen verursachen können.

Lebensretter: Essbare Opuntien können dich aufgrund ihres Flüssigkeitsgehalts in trockenen Gegenden vor dem Verdursten retten.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Feigenkaktusse Opuntien und ihre Merkmale
  2. Welche Opuntien sind essbar?
  3. Wie unterscheide ich Kaktusfeigen?
  4. Was muss ich beim Essen von Kaktusfeigen beachten?
  5. Inhaltsstoffe: Wie gesund sind Kaktusfeigen?
  6. Kaktusfeigen-Rezept: Kaktusfeigen-Marmelade
  7. Opuntie, Nopal, Kaktusblatt essen
  8. Fragen und Antworten
  9. Fazit

Feigenkaktusse Opuntien und ihre Merkmale

Der botanische Name des Feigenkaktus ist „Opuntia“.

Opuntien sind eine Gattung von Kakteen, die zur Familie der Kakteengewächse (Cactaceae) gehören. Die Gattung der Feigenkaktusse umfasst eine Vielzahl von Arten.

Merkmale von Opuntien

Unterscheidung von anderen Kakteen:

  • Flache Glieder (Cladoden).
  • Vergleichsweise wenige Stacheln auf den Gliedern.
  • Farbenfrohe Blüten und farbenfrohe Früchte (Kaktusfeigen).
  • Besonders feine und haarige Stacheln auf den Kaktusfrüchten.
  • Einzelne Glieder wachsen versetzt aufeinander.
  • Können übermannshohe Wuchshöhen erreichen.
  • Wachsen häufig in Gruppen (Kakteenhecke).
  • Verbreiten sich in trockenen Gegenden wild in der Natur.

Standorte und Verbreitung: Opuntien wachsen in trockenen und ariden Regionen. Sie können in Nord- und Südamerika, Europa, Afrika, Australien und anderen Regionen gefunden werden.

In Europa wachsen Opuntien in Spanien, Italien, Portugal oder Griechenland.

Abgeflachte Glieder: Eine charakteristische Eigenschaft von Opuntien ist, dass ihre stammartigen Glieder flach und scheibenförmig sind. Diese Glieder werden als „Cladoden“ oder „Flattened Organs“ bezeichnet.

Stacheln: Im Vergleich zu anderen Kakteenarten haben essbare Opuntien vergleichsweise wenige Stacheln auf den Gliedern. Diese können fest und lang oder fein beschaffen sein.

Im Unterschied zu den Gliedern sind die Stacheln auf den Kaktusfrüchten sehr klein, fein und haarig.

Blüten und Früchte: Opuntien produzieren auffällige Blüten, die in verschiedenen Farben zwischen gelb, über rot bis rosa erscheinen können. Die Früchte vieler Opuntien, die auch als Kaktusfeigen bezeichnet werden, sind essbar.

Welche Opuntien sind essbar?

Wenn du planst, Feigenkaktusse und Kaktusfeigen zu sammeln oder zu essen, sei sicher, dass du eine essbare Art hundertprozentig identifizierst.

Opuntia ficus-indica / Nopal: Diese Art ist auch als Feigenkaktus oder indischer Feigenkaktus bekannt. Die Früchte werden als Kaktusfeigen oder Feigenkaktusfrüchte bezeichnet und sind essbar.

Opuntia humifusa: Diese Art ist vor allem in Nordamerika beheimatet und wird auch als Prickly Pear Cactus bezeichnet. Die Früchte sind essbar.

Unterscheidungsmerkmale essbarer Opuntien

Äußere Merkmale: Weist alle genannten typischen Merkmale für Opuntien auf. Im europäischen Raum gehören die Nopale zu den essbaren Opuntien.

Geruch der Kaktusblätter: Nach dem Anschneiden verströmt der Kaktus keinen unangenehmen Geruch. Der Geruch ist angenehm bis neutral mit einer Note nach Chlorophyll.

Geschmack der Kaktusblätter: Der Geschmack von roher Opuntie ist angenehm, mild und erinnert an Gurke. Auch Blattgrün (Chlorophyll) ist herauszuschmecken.

Opuntien, Feigenkaktusse in der Natur wachsend
Feigenkaktusse gehören zu den Opuntien. Blätter (Glieder) und Früchte sind essbar.

Wie unterscheide ich Kaktusfeigen?

Als Kaktusfeigen werden die Früchte des Feigenkaktus (Nopal) bezeichnet. Feigenkaktusse, an denen die Kaktusfeigeen wachsen, kannst du im Mittelmeerraum finden.

In Andalusien heißen die Feigenkaktusse Chumberas. Die Kaktusfeigen werden Chumbos genannt.

Frisch geerntete und reife Kaktusfeigen
Frisch geerntete Kaktusfeigen können im Spätsommer auf Märkten in Spanien gekauft werden.

Unterscheidungsmerkmale von Kaktusfeigen im Überblick

Standort: Wachsen an essbaren Opuntien (Nopal).

Erntezeit: Sommer, Spätsommer und Anfang Herbst (normal im August und September).

Größe: Etwa so groß wie kleine Birnen mit einer ähnlichen Form.

Farben: Kaktusfeigen können gelblich, rot, rosa oder grün sein.

Reifegrad: Der Reifegrad ist nicht unbedingt aufgrund der Farbe erkennbar. Rote Kaktusfeigen sind zwar meistens reif, aber auch grünliche Kaktusfeigen können reif sein.

Ob eine Kaktusfeige wirklich reif ist, erkennst du am Erntezeitpunkt und daran, ob sie weich ist und bereits Süße entwickelt hat.

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Was muss ich beim Essen von Kaktusfeigen beachten?

Kann ich Kaktusfeigen roh essen?

Ja. Kaktusfeigen kannst du entweder roh essen oder sie zu Marmelade oder Saft weiterverarbeiten.

Wann sind Kaktusfeigen reif?

Erntezeit für Kaktusfeigen im Mittelmeerraum ist Spätsommer bis Anfang Herbst. Das ist auch die Zeit, in der die Kaktusfrüchte reif sind.

Bist du dir nicht sicher, ob eine Frucht schon reif ist oder nicht, überprüfe die Weichheit des Fruchtfleischs. Lässt sich die Frucht gut zwischen zwei Fingern eindrücken, ist sie reif.

Kaktusfeigen und Nopal-Blatt essen
Nicht nur Kaktusfeigen sind essbar sondern auch die Blätter des Feigenkaktus.

Kann ich die Kerner der Kaktusfeigen mitessen?

Die Kerner der Kaktusfeigen werden üblicherweise mitgegessen, da es aufgrund der Vielzahl der Kerner unmöglich ist, sie alle zu entfernen.

Beachte jedoch, dass die Kerner hauptverantwortlich für Verstopfungen sind.

Wieviele Kaktusfeigen kann ich auf einmal essen?

Jährlich zur Kaktusfeigen-Zeit kommen Menschen wegen akuter Verstopfungen in Krankenhäuser. Grund hierfür ist, dass zu viele Kaktusfeigen auf einmal gegessen werden.

Du solltest täglich nicht mehr als maximal 3 Kaktusfeigen essen, da du sonst mit Verstopfungen rechnen musst.

Vorsicht vor den feinen Stacheln

Kaktusfeigen haben viele feine Stacheln, die sich in Stachelnestern auf der Fruchthaut sammeln. Die Stacheln sind zwar sehr klein, dafür aber um so nerviger.

Wenn du sie dir einmal eingezogen hast, siehst du sie nur sehr schlecht mit dem bloßen Auge. Du bekommst sie auch nicht so einfach wieder weg. Das kann dann richtig unangenehm werden.

Direkt in eine Kaktusfeige zu beißen, ohne sie vorher zu schälen, ist deshalb keine gute Idee.

Kaktusfeigen richtig schälen oder abziehen

Je nach Reifegrad kannst du die Schale der Kaktusfrüchte abziehen oder entlang des Fruchtfleisches abschneiden.

Beim Abziehen bleibt jedoch oft ein großer Teil des Fruchtfleisches an der Schale hängen. Deshalb ist das Schneiden kurz unter der Haut entlang des Fruchtfleisches vorteilhafter.

Mit einem scharfen Messer ist das Schneiden kein Problem.

Die Außenhaut wird übrigens nicht gegessen. Und das solltest du auch vermeiden. Denn hier befinden sich Stachelnester, mit vielen kleinen Stacheln, die einen großen Juckreiz auslösen können.

Kaktusfeigen essen: vor dem Essen richtig schälen
Vor dem Essen müssen die Kaktusfrüchte geschält werden. Das klappt am besten mit einem scharfen Messer und einer Astgabel.

So werden Kaktusfeigen geschält:

  • Kaktusfeigen lassen sich am besten mit einem scharfen Messer und mit einer geschnitzten Astgabel schälen.
  • Sollen die Kaktusfeigen frisch vom Nopal gegessen und geschält werden, kann ein scharfes Outdoormesser die Arbeit erleichtern.
  • Den Trick, Kaktusfeigen mit einer geschnitzten Astgabel zu schälen, nutzen auch die Bauern in Andalusien. Du brauchst also keine Handschuhe zum schälen der Kaktusfrüchte.

Inhaltsstoffe: Wie gesund sind Kaktusfeigen?

Einige Inhaltsstoffe von Kaktusfeigen:

  • Magnesium
  • Kalium
  • Kalzium
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • B-Vitamine

Anhand der Inhaltsstoffe ist zu erkennen, dass in Kaktusfeigen reichlich Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind. In Maßen genossen, kann der Verzehr gesund sein.

Gesunder Saft aus den Kernen der Kaktusfrüchte

Der aus den Kernen der Kaktusfeigen gepresste Saft gilt als Superfood. Er soll zu mehr Energie und starken Nerven verhelfen.

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Anti-Aging-Öl aus den Kernern der Kaktusfrüchte

Aus den Samen der Kaktusfrüchte gepresstes Öl gilt als Anti-Aging-Geheimrezept. Es sorgt für strahlenden Teint und eine langsamere Alterung der Haut.

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Kaktusfeigen-Rezept: Kaktusfeigen-Marmelade

Ich esse die Kaktusfeigen am liebsten roh, habe damit aber auch schon experimentiert und Kaktusfeigen-Marmelade zubereitet. Die Zubereitung der Marmelade ist denkbar einfach.

Zutaten:

  • Mehrere reife und geschälte Kaktusfeigen
  • Zucker zum Einkochen

Zubereitung:

  • Reife Kaktusfeigen schälen und mit etwas Wasser in einen Topf geben.
  • Erhitzte Kaktusfeigen zerstampfen und Zucker hinzugeben.
  • Da die Kaktusfeigen an sich sehr süß sind, benötigst du nur wenig Zucker.

Tipp: Ich gab zum Einkochen zusätzlich noch einen Schuss Wasser hinzu. Dadurch wird vermieden, dass die Marmelade zu schnell am Topf fest kocht.

Opuntie, Nopal, Kaktusblatt essen

Auch die Blätter des Nopal können gegessen werden. Vor allem in Mexiko finden sie vielseitige Verwendung.

In Spanien und anderen Teilen Südeuropas werden Kaktusblätter zwar kaum gegessen, können deine Outdoorküche aber anreichern.

Ich habe bereits einige Male mit den Kaktusblättern des Feigenkaktus (Nopal) in der Outdoorküche experimentiert.

Opuntie, Nopal roh essen

In einer Survivalsituation kann ein Nopal zu deinem Lebensretter werden. Die Kakteen sind vollgesogen mit Flüssigkeit.

Opuntien können dich vor dem Verdursten und auch vor dem Verhungern retten.

Die Blätter vom Feigenkaktus kannst du einfach roh essen. Hierzu schälst du die äußere Kaktushaut mit den Stacheln ab und isst das Innere Kaktusfleisch.

Opuntie, Kaktus über Feuer gebraten essen

Sehr lecker schmecken Kaktusblätter von Opuntien, wenn du sie über dem Lagerfeuer zubereitest. Hierfür legst du das Kaktusblass komplett in die Glut.

Wende das Kaktusblatt regelmäßig, bis es durchgegart ist. Über dem Feuer werden auch die Stacheln abgebrannt.

Ist das Kaktusblatt gar, lässt sich die äußere Haut leicht abziehen. Das Pflanzenfleisch schmeckt nun richtig lecker und saftig.

Kaktusblatt eines Nopal über Feuer garen und essen
Über Feuer gebraten schmeckt Kaktus noch besser als roh.

Für das komplette Kaktus-Rezept schau dir mein Kinderleichtes Kaktus-Rezept über Feuer an.

Kaktus in der Pfanne braten

Auch zu Hause in der Pfanne oder im Topf lässt sich Kaktus einfach zubereiten. Hierfür schälst du zuerst die Kaktusblätter und brätst sie anschließend mit etwas Öl in der Pfanne an.

Da das Fruchtfleisch von Kakteen weich ist, verzichte darauf es zu kochen. Brate es lieber und würze es nach Belieben.

Du kannst den gebratenen Kaktus als Hauptgericht oder Beilage essen.

Roh an Salaten

Auch der rohe Verzehr an Salaten ist möglich. Hierfür schälst du die Kaktusblätter und schneidest sie in Streifen.

Fragen und Antworten

Haben Kaktusfeigen Stacheln?

Ja. Im Gegensatz zu den Stacheln an den Blättern des Feigenkaktus sind die Stacheln an den Kaktusfeigen sehr klein. Dafür sind sie um so nerviger. Hast du dir die feinen Stacheln einmal eingezogen, jucken sie sehr lange.

Wie entfernt man die Stacheln der Kaktusfeigen aus der Haut?

Mit einer feinen Pinzette kannst du die Stacheln sehr gut entfernen. Da die Stacheln besonders klein sind, ist das bei vielen Stacheln allerdings eine mühevolle Aufgabe.

Mit einem Trick kannst du alle Stacheln auf einmal aus der Haut entfernen. Nutze hierfür etwas Klebeband. Klebe es auf die Hautstelle mit den Stacheln und ziehe es ab. Die Stacheln haften nun nicht mehr an der Haut sondern am Klebeband.

Kann ein Kaktus giftig sein?

Ja. Auch wenn der Feigenkaktus essbar ist, so gibt es viele Kakteen, die giftig sind. Bist du dir nicht hundertprozentig sicher, dann lass lieber die Finger vom Kaktus.

Für die Bestimmung der Genießbarkeit des Feigenkaktus überprüfe die im Artikel genannten Merkmale zur Unterscheidung.

Fazit

Der Feigenkaktus oder Nopal ist eine Kakteenart, die zu den Opuntien gerechnet wird.

Es gibt verschiedene Opuntien, von denen einige essbar sind. In Europa findest du vor allem den essbaren Nopal.

Hast du den essbaren Nopal aufgrund seiner Unterscheidungsmerkmale eindeutig erkannt, kannst du die Blätter und auch die Früchte essen.

Kaktus kann roh oder zubereitet genossen werden. Iss jedoch nie zuviel davon auf einmal. Kaktusfrüchte wie auch die Kaktusblätter können bei übermäßigem Verzehr leicht zu Verstopfung führen.

Hast du schon einmal Kaktusfeigen oder Feigenkaktus gegessen?

Weiterlesen auf ousuca.com:

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