Survivalmesser Test: TOP 3 Überlebensmesser im Vergleich!

Survivalmesser Test: Das beste Überlebensmesser

Survival bedeutet Überleben.

Ein Survivalmesser ist ein Überlebensmesser, mit dessen Hilfe du im Notfall dein Überleben oder auch das Überleben von dir und anderen Personen sichern kannst.

Soviel zur Theorie.

In der Praxis ist das Survialmesser vor allem ein Werkzeug. Beim Survival, Bushcraften und anderen Outdooraktivitäten ist es dein zuverlässiger Begleiter.

Themenübersicht:

  1. Was ist ein Survivalmesser?
  2. Beschaffenheit des besten Survivalmesser
  3. 3 Messer für Survival im Vergleich
  4. Messer für Survival im Test
  5. Wichtigste Unterscheidungsmerkmale
  6. Rechtliches: Die erlaubte Klingenlänge
  7. Fazit
  8. Häufige Fragen

Was ist ein Survivalmesser?

Das Survivalmesser ist ein Messer, das dir gemäß seiner Wortbedeutung zum Überleben in Notsituationen dienen kann. Solche Notsituationen können verschiedener Natur sein.

Auch variieren die Orte, an denen ein Überlebensmesser bestimmter Ausführung sinnvoll ist oder nicht. So kann dir im brasilianischen Dschungel eine Machete sehr gut das Überleben sichern. Nämlich im Kampf gegen einen angreifenden Puma.

In deutschen Wäldern brauchst du keine Machete. Auch gibt es hier keine Auseinandersetzungen mit wilden Tieren zu befürchten. Ganz abgesehen davon, dass dir eine Machete in Deutschland aufgrund ihrer Klingenlänge Ärger mit dem Gesetz einbringen kann.

Die Beschaffenheit eines Survivalmesser kann abhängig vom Ort variieren.

Orientiere dich bei der Auswahl deines Survivalmesser nach den deutschen Gegebenheiten (wenn du es vor allem in Deutschland verwenden möchtest).

Siehe hierzu auch meine Survival-Ausrüstung im Basislager.


Survivalmesser im Test.
Ein Survivalmesser nach deutschen Standards.

Beschaffenheit des besten Survivalmesser

Wähle das beste Survivalmesser für deine individuellen Ansprüche!

Das beste Survivalmesser der Welt sollte so beschaffen sein, dass es seinem Namen gerecht wird. Das bedeutet, dass es im Notfall dazu beitragen kann, dein Überleben zu sichern.

Hierfür musst du dich auf dein Messer verlassen können. Du musst also keine Angst haben, dass die Klinge irgendwann abbrechen kann oder dass sich die Griffschalen lösen.

Dazu gehört aber auch, dass dein Überlebensmesser nicht bei der nächsten Kontrolle eingezogen wird, weil es gegen das geltende Waffengesetz verstößt.

Denn was nützt dir ein Rambomesser, das zwar hammermäßig brutal aussieht, mit dem du dich aber nicht ohne Waffenschein vor die Tür getrauen kannst?

8 Ansprüche an ein Survivalmesser:

  1. geeignet für deine individuellen Ansprüche in einem bestimmten Gebiet
  2. konform mit den gesetzlichen Bestimmungen
  3. in Deutschland mit einer Klinge bis 12 cm (+ / -)
  4. bestenfalls feststehende und durchgehende Klinge (Vollerl, Flacherl)
  5. gute Schnitthaltigkeit und trotzdem leichtes Nachschärfen möglich
  6. optimale Härte der Klinge zwischen 58 HRC und 62 HRC
  7. fester Sitz in der Hand auch bei Nässe
  8. Holster, in dem das Messer fest und zuverlässig sitzt

3 Messer für Survival im Vergleich

Messer für Outdoor und Survival im Vergleich und Test.
Messer für Outdoor und Survival im Vergleich, Test.

#1 Helle Alden

Klingenart: Feststehende Klinge

Daten zum Helle Alden Messer:

  • Hersteller / Modell: Helle / Alden Outdoor-Messer
  • Klingenstahl: Sandvik 12C27 Stainless Steel
  • Klingenlänge: 105 mm
  • Griffmaterial Holz: Maserbirke
  • Erl: Durchgehender Flach-Erl / Full-Tang
  • Klingenhöhe (am Griff): Etwa 30 mm
  • Klingenbreite: Am Klingenrücken (also an der breitesten Stelle) ca. 3 mm
  • Gesamtlänge: 130 mm
  • Scheidenmaterial: Rindsleder
  • Inklusive: Köcherscheide aus braunem Leder

Das Helle Alden Outdoor-Messer ist ein Messer aus der norwegischen Traditions-Messerschmiede Helle.

Jedes Helle Alden wird in echter Handarbeit gefertigt und durchläuft laut Hersteller 45 Handarbeitsgänge, bevor es ein letztes Mal durchgecheckt und schließlich für den Verkauf abgepackt wird.

Die Klinge ist aus hochwertigem Sandvik 12C27 Stainless Steel gefertigt und daraufhin konzipiert, daß sie ein Leben lang die Schärfe hält.

Das Alledem von Helle kommt bereits rasiermesserscharf out of the box. Auch bei starker Nutzung bleibt das Messer scharf. Und wenn es stumpfer wird, reichen für gewöhnlich ein paar Züge über den Schleifstein und du kannst dir damit wieder die Haare auf dem Unterarm abrasieren.

Vorteile:Nachteile:
Markenmessernicht billig
legal tragbar (Klingenlänge)
durchgehende Klinge
Stahl: Sandvik 12C27 Stainless Steel
Helle Alden Outdoormesser
  • Gewicht 177 g
  • Grifflänge 12,3 cm
  • Klingenlänge 11,0 cm

Letzte Aktualisierung am 22.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


#2 Gerber LMF II Infantry Überlebensmesser

Klingenart: Feststehende Klinge

Daten zum Gerber LMF II Überlebensmesser:

  • Hersteller / Modell: Gerber / LMF II Infantry / Überlebensmesser / Survival-Messer
  • Stahl: Schwarz eloxierter, hochwertiger 420HC-Stahl
  • Klingenlänge: 12,5 cm
  • Gesamtlänge: 27,3 cm
  • Gewicht: 561 g
  • MOLLE Compatible: Das Messer ist mit dem MOLLE-System kompatibel und kann so leicht mit anderer Militärausrüstung wie Kleidung oder Survival-Rucksack kombiniert werden.
  • Elektroschock-isolierter TacHide-Griff: Das TacHide-Griffheft ist geriffelt und bietet somit optimalen Halt. Dank seiner Konstruktionsweise für den Einsatz von Fallschirmspringern ist das Messer bis zu 220-Volt-Elektroschock isoliert.
  • Integrierter Messerschärfer: Patentiertes System eines praktischen in der Scheide integrierten V-Messerschärfers.
  • Schlagelement am Knauf: Massives Stahlelement am Knauf, das als Hammer oder zum Einschlagen von Scheiben in Notsituationen gebraucht werden kann.
  • Bruchsichere Kunststoff-Messerscheide: Dank der mitgelieferten Beingurte kann die Scheide mit dem Messer einfach als Beinholster mitgeführt werden.
  • Garantie: Lebenslange Garantie gegen Materialmängel oder Mängel in der Verarbeitung.

Im Lieferumfang des Gerber LMF II enthalten:

  • Messerscheide mit integriertem Messerschleifer
  • 2 Beinstraps
  • 2 orangene Sorgfaltszettel
  • Bedienungsanleitung

Das Gerber LMF II Survival-Messer wurde in Zusammenarbeit mit dem Militär entwickelt.

Es ist in 3 verschiedenen Variationen konzipiert worden, von denen 2 in Deutschland erhältlich sind: das Gerber LMF II Infantry und das Gerber LMF II Survival.

Das Gerber LMF II Militär-Messer ist ein echtes Survival-Beast. Die scharfe und massive Klinge aus rostfreiem 420HC-Stahl ist am unteren Teil mit Sägezahnschliff versehen, so daß du dich mit diesem Survival-Messer leicht durch Gestrüpp und Äste kämpfen kannst.

Am Knauf befindet sich eine (isolierte) Hammerplatte, die in Notsituationen z.B. zum Aufschlagen von Fenstern dienlich sein kann.

Das Messer ist äußerst robust und die Firma Gerber gibt auf dieses Survivamesser lebenslange Garantie gegen Materialfehler und Mängel in der Verarbeitung.

Vorteile:Nachteile:
lebenslange Garantie nicht billig
isoliert gegen eventuelle Stromstößekein Vollerl
konzipiert für Fallschirmjäger
Gerber LMF II Infantry Überlebensmesser
841 Bewertungen
Gerber LMF II Infantry Überlebensmesser
  • Das LMF II von GERBER ist für...
  • Geriffeltes Griffheft aus TacHide für...
  • Massives Stahlelement am Griffende als...

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#3 Gerber Bear Grylls Ultimate PRO Survival Messer

Klingenart: Feststehende Klinge

Daten zum Gerber Bear Grylls Ultimate Pro:

  • Hersteller / Modell: Gerber / Bear Grylls Ultimate Pro Survival-Messer
  • Stahltyp: 9Cr19MoV
  • Klingenlänge: 12,2 cm
  • Gewicht mit Verpackung: 544 g
  • Gewicht ohne Verpackung: 390 g (mit Messerscheide)
  • Abmessungen: 6,1 x 14 x 33 cm
  • Griffmaterial: TPE Polymer
  • Durchgehender Erl: Dank des durchgehenden Erl erhält das Gerber Bear Grylls Ultimate Pro nun noch mehr Stabilität.

Extras des Ultimate Pro:

  • Feuerstarter aus Ferrostahl
  • Hammerfläche am Griffende
  • Signalpfeife
  • Durchziehschleifer aus Karbid
  • Hochwertige Messerscheide mit Klettverschluss
  • Pocket-Guide für angemessenes Verhalten in Notsituationen (wasserfest)
  • 2 Löcher am oberen Griffende. Dadurch kann man das Survival-Messer z.B. leicht an einem Speer als improvisierte Speerspitze anbringen.

Das Gerber Bear Grylls Ultimate PRO ist die aufpolierte Version des Vorgängers Bear Grylls Ultimate. Es wartet mit einigen durchschlagenden Veränderungen auf.

Zu den größten Verbesserungen des Ultimate Pro gehört die Vollerlkonstruktion, die das Messer nun quasi unverwüstlich macht.

Gerber hat aus den Mängeln des Vorgängers die richtigen Schlüsse gezogen.

Vorteile:Nachteile:
verbessertes Modell zum Ultimateetwas teurer als das Ultimate
auch als Jagdmesser geeignet
Vollerlkonstruktion (full-tang)
viele Extras wie Feuerstahl, Signalpfeife, etc.
Gerber Bear Grylls Ultimate PRO Messer
  • Praktisches Gürtelmesser für...
  • Scharfe und schnitthaltige Drop-Point...
  • Rutschfester Gummigriff mit...

Letzte Aktualisierung am 22.10.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


Messer für Survival im Test

Vor dem Kaufen beachten:

  • Soll das Messer ausschließlich für Survival und Bushcraft verwendet werden?
  • Möchtest du mit dem Messer beim Bushcraften auch Batonen?
  • Findet das Messer auch im täglichen Gebrauch (Alltag) Verwendung?
  • Nutzt du das Messer hauptsächlich in der Natur (Bushcraft) oder auch im Urban Survival?
  • Soll das Survivalmesser mehrere Funktionen erfüllen z.B. in Form eines Multifunktionsmessers?
  • Wieviel Geld möchtest (oder kannst) du für das Messer ausgeben?

Lesetitpp: Wie muss das beste Bushcraft-Messer beschaffen sein?

Viele verstehen unter Survivalmesser wohl ein größeres Modell mit feststehender Klinge und womöglich mit allerlei Zusatzfunktionen. Genauso kennt man es von den typischen Rambomessern. Auch das Gerber Bear Grylls Ultimate Pro weist solche Eigenschaften auf..

Jedoch kann ein Survival-Messer ein ganz beliebiges Messer sein. Hauptsache es dient deinem Zweck als Überlebensmesser.

Jedes Messer kann als Survivalmesser dienen, solange es für deine individuellen Zwecke ausreichend ist.

Outdoor- und Survival-Altmeister Rüdiger Nehberg, der Survival in den achtziger Jahren in Deutschland erst salonfähig machte, schwörte stets auf ein normales Bundeswehr-Klappmesser mit kleiner Klinge.

Oder am besten noch ein einfacheres Messer mit ganz gewöhnlicher Eisenklinge. Mit so einer „Feile“ unternahm er dann die abgefahrendsten Survival-Trips.

Wie du siehst kommt es bei der Wahl des Survival-Messer weniger auf den Messertyp an, sondern mehr auf den Typ Mensch der das Messer besitzt.

Survivalmesser im Test.
Wie sieht dein Survivalmesser aus?

Unterscheidungsmerkmale

Mit Holzgriff oder mit Kunststoffgriff?

Holzgriffe bei Survival Messern haben den Ruf, besonders rutschfest zu sein. Neben der Rutschfestigkeit sehen viele Taschenmesser mit Holzgriff dazu Oldschool-mässig cool aus.

Einige Messer der Marke Herbertz besitzen Holzgriff. Und natürlich die norwegischen und schwedischen Messer wie Helle- oder Eka-Messer.

Moderne Survival Messer sind jedoch meist mit Kunststoffgriffen ausgestattet oder gar durchgehend aus rostfreiem Stahl gefertigt.

Die Widerstandsfähigkeit eines Holzgriffs

Auch wenn man meinen könnte, daß Holzgriffe anfälliger wären als Kunststoffgriffe, so ist sogar in manchen Fällen das Gegenteil der Fall. Zumindest bei einigen billigen Messern mit minderwertigen Kunststoffgriffen.

Auf manchem Kunstoff hält sich besser der Dreck als auf poliertem Holz. Außerdem kann minderwertiger Kunststoff mit der Zeit weich werden oder spröde. Oder es geht gar der Weichmacher raus und das Zeug klebt dir dann an den Händen. Man kennt das von alten Schuhen.

Weil manche Kunststoffe nun mal nicht ewig halten, solltest du beim Kaufen eines Survivalmesser mit Kunststoffgriff genau auf den Hersteller und die Rezensionen schauen.

Es lohnt sich, bei einem solchen Messer lieber ein paar Euro mehr auszugeben. Viele Outdoor- und Survival-Messer haben heute einen Kunststoffgriff.

Die meisten Messer – wie z.B. die Messer von Gerber oder Herbertz – sind hochwertige Qualitätsmesser und die Kunststoffgriffe solcher Messer sind natürlich absolut widerstandsfähig und langlebig.

Bei einem Billigmesser wäre ich mir da hingegen nicht so sicher. Da hatte ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Lieber ein paar Euro mehr für ein echtes Markenmesser ausgeben. Da hast du länger deine Freude dran.

Survivalmesser, Test und Vergleich: Messer mit Holzgriff
Messer im Vergleich: EKA Schwedenmesser mit Holzgriff

Feststehende Klinge oder arretierbare Klinge?

Ein Survival Messer sollte in im besten Fall eine feststehende Klinge besitzen oder eine Klinge, die sich fest arretieren lässt.

Siehe hierzu auch:

Mit einem Messer für Survival willst du ungezwungen hantieren. Ohne dir dabei Sorgen darum machen zu müssen, daß bei einer falschen Bewegung die Klinge einklappen und du dir in die Finger schneiden könntest.

Feststehende Klinge muß nicht immer heißen, daß die Klinge durch ein durchgehendes Heft starr am Griff sitzt.

Natürlich sind solche Outdoormesser mit starrer Klinge das Nonplusultra. Denn aufgrund ihrer Stabilität sind sie unschlagbar.

Wenn du dein Messer aber auch im urbanen Bereich nutzen möchtest, dann solltest du ein dezenteres Modell auswählen.

Hier bieten sich Messer mit arretierbarer Klinge an. Nach dem Aufklappen rastet die Klinge ein und bei einem richtig guten Messer sitzt sie so fest, wie eine Klinge mit einem durchgehenden Heft.

Survivalmesser im Test: feststehende Klinge
Als Survivalmesser eignen sich am besten Messer mit feststehender Klinge.

Mit oder ohne Wellenschliff

Survival Messer mit Wellenschliff sind vor allem für die Wildnis geeignet. Durch den Wellenschliff lassen sich kleine Äste leichter zersägen, Dosen zerschneiden o.ä.

So findet das Survival Messer nicht nur als reines Messer, sondern gleichzeitig auch als nützliches Outdoor-Werkzeug Verwendung.

Survival Messer mit Säge

Die Kategorisierung zwischen Wellenschliff und Säge verläuft bei Survival Messern oft fließend.

Ein Wellenschliff kann natürlich auch als Säge bezeichnet werden. Jedoch ersetzt er eine richtige Säge nicht.

Richtige Sägen sind an vielen Multifunktionsmessern vorhanden.

Die Klingenlängen dieser Outdoor-Sägen sind bedingt durch die kompakte Größe der jeweiligen Messer begrenzt. Nichtsdestotrotz sind sie meist sehr scharf und du hast mit ihnen in Nullkommanichts z.B. einen abgebrochenen Axtstiel glattgesägt.

In Outdoor- und Survival-Messern integrierte Sägen sind nicht zum Feuerholzsägen gedacht. Dafür eignet sich eine kleine Bushraft-Säge besser. Als Werkzeug sind sie aber äußerst nützlich.

Survival Messer mit Säge oder Buschraft-Säge
Zum Sägen von Ästen sind Bushcraft-Sägen besser geeignet als an Survivalmessern integrierte Sägezähne.

Mit Zündstahl / Feuerstarter

Das Gerber Bear Grylls Survival Messer verfügt über integrierten Feuerstarter. Das ist nützlich. Denn diese Feuerstähle können ruhig nass werden und sie zünden trotzdem. Was man ja von einem nassen Feuerzeug oder Streichhölzern nicht behaupten kann.

Da der Feuerstarter beim Gerber Bear Grylls Messer in der Scheide integriert ist und du als Survivor dein Messer immer dabei hast, so hast du auch immer den Zündstahl bei der Hand. E

in Survival Messer mit Feuerstarter ist also eine sehr praktische Kombination.

Manche Survival Messer besitzen eine spezielle Aussparung auf der Klingenrückseite, an deren scharfen Kante man dann effizient Funken an entsprechenden Feuerstartern schlagen kann.

Feuer machen mit dem Feuerstahl und dem Survivalmesser.
Feuer machen mit Survivalmesser und dem Feuerstahl.

Mit Messerschärfer

Ein stumpfes Messer ist gefährlicher als ein scharfes Messer. Um die Schärfe der Klinge auch Outdoor zu gewährleisten, sollte sie stets geschützt bleiben, wenn das Messer nicht verwendet wird.

Ist eine Messerklinge stumpf, dann muss sie geschärft werden. Unabhängig davon, ob du bereits wieder zuhause oder noch unterwegs bist.

Bei manchen Survivalmessern wie dem Ultimate Pro von Bear Grylls ist ein Messerschärfer gleich mit dabei.

Die meisten teuren Messer wie z.B. von Helle haben keinen Messerschärfer am Messer. Hier kannst du deinen eigenen Outdoor-Messerschärfer mitnehmen.

Mit Holster / Messerscheide

Holster sind praktisch. Leider werden sie in urbanen Gebieten von den entsprechenden Behörden nicht gern gesehen und oft auch nicht geduldet.

Wer sein Messer in belebten Gegenden im Holster trägt, kann sich unter Umständen Ärger einhandeln.

In der Natur, beim Bushcraften oder beim Survival im Wald ist das natürlich etwas anderes.

Holster gibt es für den Gürtel und es existieren auch Oberschenkelholster.

Das Tragen des Messers im Holster hat einige Vorteile:

  • Da du das Messer im Holster direkt am Körper trägst, hast du es schneller zur Hand, als wenn du es im Rucksack oder in irgendeiner Tasche mit dir führst.
  • Im Holster ist das Messer sicherer aufbewahrt als in der Hosentasche. Beim Rennen oder Besteigen eines Berges kann ein Messer leicht aus der Hosentasche gleiten. Im Holster sind Messer meist gut arretiert.
  • Das Survival Messer ist immer am gleichen Platz und nicht einmal in der linken, einmal in der rechten Hosentasche oder in einer Seitentasche. Du hast es also immer sofort griffbereit, weil du in jedem Moment genau weißt wo es sich befindet.

Messerholster lassen sich hervorragend am Survivalgürtel befestigen. Der Survivalgürtel ist ein besonders robuster Gürtel, an dem deine Notausrüstung befestigt ist.


Rechtliches: Die erlaubte Klingenlänge

Bis 12 Zentimeter Klingenlänge auf der sicheren Seite

Das Mitführen eines Messer mit feststehender Klinge über 12 cm ist in Deutschland verboten. Deswegen bewegen sich die Klingen üblicher deutscher Survival Messer in diesem Zentimeterbereich.

Auch bei Klappmessern mit arretierbarer Klinge solltest du die 12 cm beachten. Denn sobald die Klinge arretiert ist, gilt auch ein solches Messer als Messer mit feststehender Klinge.

Als Messer für das EDC (Every Day Carry) eignen sich kleine Schweizer Taschenmesser.

Hier ist die Klinge oft nicht länger als 9 cm. Somit sind diese Messer ideal als Begleitmesser für den Alltag.

Siehe hierzu auch: Victorinox Schweizer Taschenmesser

Gesetz: Rechtliche Anforderungen oder Vorsichtsmaßnahmen

Folgende Messertypen sind verboten:

  1. Anscheinswaffen
  2. Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1
  3. Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm*

*Auszug aus dem Deutschen Waffengesetz § 42a Verbot des Führens von Anscheinswaffen und bestimmten tragbaren Gegenständen.

Feststehende Messer mit einer Klingenlänge von über 12 cm sind in Deutschland verboten. Es sei denn, du kannst einen triftigen Grund für den Besitz vorweisen.

Siehe: „Ein berechtigtes Interesse nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Gegenstände im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.“ (Auszug aus dem Deutschen Waffengesetz)

Weitere Infos über Messer die verboten sind findest du hier.

Gesetz und Einhaltung der Vorschriften: Fallen Survival-Messer unter das Waffengesetz?

Für das Mitführen eines Survival-Messer mit einer Klingenlänge von über 12 cm brauchst du einen guten Grund.

Für die Ausübung deines Hobbys darfst du es besitzen, jedoch darfst du es nicht in der Öffentlichkeit tragen.

Auf dem Weg vom Haus in den Wald solltest du dein Survivalmesser daher stets im Rucksack aufbewahren. Erst für die Ausübung deines Hobbys (Survival) außerhalb der Öffentlichkeit darfst du es laut Gesetz verwenden.

Laut § 1 Waffengesetz (WaffG) gelten folgende Gegenstände als Waffen:

  1. Schusswaffen oder ihnen gleichgestellte Gegenstände und
  2. tragbare Gegenstände:
    a) die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, insbesondere Hieb- und Stoßwaffen
    b) die, ohne dazu bestimmt zu sein, insbesondere wegen ihrer Beschaffenheit, Handhabung oder Wirkungsweise geeignet sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, und die in diesem Gesetz genannt sind.*

Weitere Infos zur Rechtslage bei bussgeldkatalog.net/waffengesetz

Tipps, um mit deinem Überlebensmesser gesetzmäßig auf der sicheren Seite zu sein

#1 Klingenlänge unter 12 cm:

Mit einem Messer mit feststehender Klinge, dessen Klingenlänge nicht über die erlaubten 12 cm hinausgeht, bist du gesetzmäßig auf der sichersten Seite.

Ein Survival-Messer mit durchgehender massiver Klinge von 10 bis 12 cm ist absolut ausreichend für das Erledigen der meisten Aufgaben, die dich beim Bushcraften und beim Survival erwarten.

Ein großer Vorteil von Survivalmessern mit Klingenlängen von unter 12 cm ist außerdem, dass du sie auch im Alltag verwenden kannst.

Denn sie sind relativ leicht und stören auch nicht bei längeren Wanderungen wie etwa ein Überlebensmesser, das mit einer Klingenlänge von über 15 cm am Gürtel baumelt.

#2 Kein Tragen in der Öffentlichkeit:

Selbst wenn die Klinge deines Messers unter 12 cm ist, so solltest du es nie in der Öffentlichkeit tragen.

Am besten ist es, wenn du dein Messer in der Messerscheide im Rucksack mit dir führst. In Städten lässt du es am besten gleich zuhause. Es sei denn du bist auf dem Weg aus der Stadt aufs Land, um dort einer Aktivität Outdoor nachzugehen.

#3 Bei Klingenlängen über 12 cm / Sicherer Transport und ein guter Grund für den Besitz:

Ein Survival-Messer mit einer Klingenlänge von über 12 cm solltest du noch weniger in der Öffentlichkeit tragen als ein kleines Taschenmesser.

Am sichersten bist du unterwegs, wenn du es auf dem Weg von zuhause zu deiner Outdoor-Beschäftigung, wo du es verwenden wirst, im Rucksack transportierst.

Falls du doch einmal mit deinem Messer angehalten wirst, dann wird man es im Rucksack finden.

Den Behörden kannst du dann einfach erklären, dass du damit zum Trekking oder zum Survivaltraining in den Wald unterwegs bist.

Kannst du einen triftigen Grund für den Besitz und den Transport vorweisen, dann bist du schonmal ziemlich sicher. Was jedoch nicht heißt, dass du zu 100 % sicher bist.

Die Auslegung der Sachlage liegt stets in den Händen des jeweiligen Beamten, dem du über den Weg läufst.


Fazit

Bei der Wahl des richtigen Survivalmesser setzt jeder seine eigenen Prioritäten. Auch kommt es bei der Kaufentscheidung auf länderspezifische Vorschriften hinsichtlich der erlaubten Klingenlängen und Messerbeschaffenheiten an.

Ein gutes Survivalmesser sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  1. geeignet für deine individuellen Ansprüche in einem bestimmten Gebiet
  2. konform mit den gesetzlichen Bestimmungen 
  3. in Deutschland mit einer Klinge bis 12 cm (+ / -)
  4. bestenfalls feststehende und durchgehende Klinge (Vollerl, Flacherl)
  5. gute Schnitthaltigkeit und trotzdem leichtes Nachschärfen möglich
  6. optimale Härte der Klinge zwischen 58 HRC und 62 HRC
  7. fester Sitz in der Hand auch bei Nässe 
  8. Holster, in dem das Messer fest und zuverlässig sitzt

Das beste Survivalmesser ist ein Problemlöser!

Häufige Fragen

Welche Klingenlänge sollte ein Survivalmesser haben?

Ein Messer für Survival soll vielfältig einsetzbar und auch leicht sein.

Die Machete ist in dieser Hinsicht also keine gute Wahl. Besser sind Messer mit feststehender Klinge oder Messer mit fest arretierbarer Klinge mit einer maximalen Klingenlänge von 12 cm.

Mit einer Klinge von 12 cm bist du auch rechtlich auf der sicheren Seite.

Wie viel kostet ein gutes Messer für Survival?

Da praktisch jedes Messer auch für Survivalzwecke Verwendung finden kann, so kann auch jedes Messer als Survivalmesser dienen.

Das gilt auch für günstige Messermodelle oder sogar für Billigmesser.

Ein durchschnittlich gutes Survivalmesser bekommst du schon für um die 20 bis 50 Euro. Ein richtig hochwertiges Survivalmesser wie z.B. das Helle Alden kostet um die 100 Euro.

Welches Messer nutzt du am liebsten als Survivalmesser?

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