Nordnorwegen Tromsø Packliste: Ausrüstung für Norwegen im Winter

Norwegen Ausrüstung Packliste.

Letztes Update: Februar 19th, 2019

Mitte Februar geht es für knapp eine Woche nach Nordnorwegen. Um genau zu sein nach Tromsø. Hier wollen wir Polarlichter beobachten, eine Hundeschlitten-Tour mit Huskys unternehmen und eine Fahrt durch die Fjorde genießen.

Was ich für die winterlichen Tage bei voraussichtlichen Temperaturen jenseits der -20ºC als Ausrüstung für die Packliste plane, das erfährst du in diesem Artikel.

Nach Abschluss der Nordnorwegen-Tour gibt es hier zudem ein Update, wo ich dir anhand meiner gemachten Erfahrungen schreibe, wie zufrieden ich mit meinen Vorbereitungen und der Ausrüstung war.

NORDNORWEGEN: PACKLISTE – WINTER

#1 Reisetasche, Rucksack

Als Reisetasche kommt mein Base Camp Duffel von The North Face wieder mit. Das Teil ist richtig cool und ideal für Reisen im Flugzeug.

Ich besitze das Base Camp Duffel in S und für die Mitnahme als Handgepäck in Flugzeugen gibt es mit diesem wasserdichten Multifunktionsrucksack keine Problem. Das konnte ich erst neulich testen auf Flügen nach und durch Deutschland und auf dem Rückflug von München nach Málaga.

Reiserucksack Tipp für Norwegen: Base Camp Duffel von The North Face.
Reiserucksack Tipp für Norwegen: Base Camp Duffel von The North Face.

#2 Funktionale Outdoorjacke

Als funktionale Outdoorjacke kommt meine Jack Wolfskin Iceland Funktionsjacke mit. Die Jack Wolfskin Iceland ist eine funktionale Jacke bestehend aus winddichter und wasserdichter Überjacke mit Kapuze sowie herausnehmbarer warmen Innenjacke aus Fleece.

Die Jack Wolfskin Iceland hatte ich schon auf vielen Reisen und Touren mit dabei. Sie wärmte mich während eines Wintertrips durch die schottischen Highlands genauso wie während einer Trekkingtour im Winter durch die spanische Sierra de Cazorla.

Im Outdoorjacken-Ratgeber erfährst du mehr über die Jack Wolfskin Iceland und findest weitere Empfehlungen für funktionale Winterjacken.

#3 Weitere Oberbekleidung und Thermounterwäsche

Zusätzliche Daunenjacke: The North Face Trevail

Laut momentanen Wetterbericht sollen während unseres Aufenthalts in Tromsø im Februar Temperaturen herrschen die weit im Minusbereich liegen. Und das unmittelbar am Nordmeer. Im Zuge der Vorbereitungen für unseren Trip haben wir uns mit anderen Leuten unterhalten, die bereits im Winter in Nordnorwegen unterwegs waren. Die meisten sind sich einig, dass das Tragen mehrerer Kappen (Zwiebelsystem: 5 bis 6 Kappen oben / 2 bis 3 Kappen Unterkörper – Beine) am erfolgsversprechendsten ist.

Zusätzlich zu meiner funktionalen Jack Wolfskin Iceland Funktionsjacke nehme ich eine Daunenjacke von The North Face mit. Hierfür habe ich mir die Trevail Daunenjacke von The North Face gekauft.

Daunenjacken wiegen kaum etwas und haben gegenüber anderer Kleidung einen ungleich höheren Isoliereffekt. Für die Trevail habe ich mich entschieden, weil Daunenjacken von The North Face über das nachhaltige RDS-Zertifikat verfügen.

Trevail Daunenjacke von The North Face mit RDS Zertifikat.
Trevail Daunenjacke von The North Face mit RDS Zertifikat.

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Warme Unterwäsche

Extra für die Winterreise nach Tromsø habe ich mir warme Unterwäsche besorgt. In meiner Wahlheimat, dem immer (oder meist) warmen Andalusien, benötige ich solche Sachen ja nicht. Für Norwegen im Winter möchte ich aber ordentlich warme Sachen dabeihaben. Deshalb habe ich mir extra für Norwegen ein warmes Thermo-Longsleeve und auch eine warme lange Unterhose besorgt.

#4 Mütze, Handschuhe, Motorrad-Halswärmer

Auf dieser Norwegenreise habe ich endlich mal Gelegenheit, meine warmen Handschuhe zu testen. Neben den warmen Handschuhen kommt eine dicke Mütze mit und natürlich mein bewährter Motorrad-Halswärmer.

Den Motorrad-Halswärmer von Alpinestars hatte ich mir ursprünglich fürs Motorradfahren gekauft. Diese Investition gehört wohl zu einer meiner besten Investitionen überhaupt. Denn ich weiß garnicht, wie ich zuvor ohne dieses Teil überleben konnte.

Der Halswärmer, der auch als Mütze verwendet werden kann, isoliert dermaßen zuverlässig, dass ich ihn auch zum Wandern, Trekking und auf Reisen in kalte Gegenden immer mit dabei habe.

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#5 Wintertaugliche Trekkingschuhe: The North Face Hedgehog Hike 2 MID GTX

Es wurde mal wieder Zeit für ein Paar neue Trekkingschuhe. Im Zuge der Vorbereitungen und einiger Vorbereitungskäufe für unseren Norwegentrip nutzte ich die Gelegenheit für den Kauf der knöchelhohen Trekkingstiefel Hedgehog Hike 2 MID GTX von The North Face. Im Vergleich zu teureren Salomon gab es die knöchelhohen Hedgehog richtig günstig im Winterschlussverkauf. Deshalb musste ich hier gleichmal zuschlagen.

Die Trekkingstiefel Hedgehog Hike 2 MID GTX gefielen mir auf den ersten Blick. Während der Anprobe fühlten sich die Trekkingstiefel bequem an und ich kann mir gut vorstellen, dass sie sich auch im kalten norwegischen Winter gut machen. Das muss sich allerdings dann während der Norwegenreise noch herausstellen.

Trekkingstiefel Hedgehog Hike 2 GTX von The North Face.
Trekkingstiefel Hedgehog Hike 2 MID GTX von The North Face.

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#6 Socken, Wintersocken, Trekkingsocken

Für jeden Tag werde ich ein paar warme Socken und auch ein paar dünnere Socken mitnehmen. Für die geplanten vier Tage werde ich also um die acht paar Socken einpacken.

Für unsere Norwegenreise habe ich mir extra noch ein Dreierpack dicke Trekkingsocken zugelegt. Hier entschied ich mich für günstige Wandersocken der Marke Mountain Pro. Das Dreierpack Socken von Mountain Pro kostete ca. 10 Euro.

#7 Hosen, Überhosen, Cargo-Hosen

So wie es aussieht, werde ich wahrscheinlich meine Cargo-Hosen aus Baumwolle in Camo anziehen. Cargohosen finde ich persönlich richtig cool. Sie sind absolut bequem und in kalten Gebieten können hier problemlos noch andere warme Unterhosen drunter gezogen werden. Hierfür nehme ich ja wie bereits erwähnt extra ein paar lange Thermounterhosen mit.

Not-Backup

Als Hosen-Backup packe ich außerdem ein paar wasserdichte Skihosen in den Rucksack. Diese wasserdichten Trägerhosen habe ich mir extra zu diesem Zweck von einem Bekannten geborgt.

#8 Digitales Equipment

Die vier Tage Norwegen werde ich zum Digital Detox nutzen. Das MacBook bleibt also zuhause.

Meine digitale Ausrüstung für Norwegen im Winter:

Norwegen Packliste: Wasserdichtes Smartphone.
Das Samsung Galaxy S8 ist nach IP-Standard IP68 zertifiziert und wasserdicht und staubdicht.

Anmerkung zur digitalen Ausrüstung:

Die GoPro bleibt diesmal zuhause. Die GoPro Batterien sind zu kälteempfindlich. Jedenfalls gemäß meiner Erfahrung. Beim letzten Wintertrekking, wo sich die Temperaturen maximal bei minus fünf Grad bewegten, gaben die GoPro-Akkus bereits am ersten Tag den Geist auf. In Norwegen bei -20ºC kann ich sie wahrscheinlich direkt nach dem Aussteigen am Flughafen von Tromsø verabschieden.

Das Smartphone Galaxy macht atemberaubende Bilder. Ich denke und hoffe, dass das Samsung Galaxy zusammen mit der Powerbank ausreichend ist. Für den Notfall haben wir noch die Kamera sowie das iPhone X meiner Freundin dabei. Und da wir insgesamt neun Personen in der Gruppe sind, wird es an Bildern sicher nicht mangeln.

WIESO NORWEGEN? – FAQ ZUR NORWEGENREISE

Wieso fliegen wir im Winter nach Tromsø, Norwegen?

Ausgangsidee für den Norwegentrip: Die Beobachtung der Polarlichter in Tromsø.

Die Polarlichter kann man nur im Winter bis spätestens März beobachten. Neben Island bietet Tromsø im Norden von Norwegen hierfür die besten Chancen. Garantien, dass die Polarlichter auch tatsächlich im Moment der Reise am Himmel leuchten, gibt es jedoch nicht. Wir sind aber zuversichtlich und hoffen, dass wir Glück haben.

Wir sind gerade erst von einem winterlichen Roadtrip durch Deutschland zurück und die Winterreise nach Norwegen ist eine Schnapsidee, die wir mal so auf die Schnelle umsetzen. WIR sind eine Gruppe von insgesamt 9 Personen, die sich für dieses Abenteuer zusammengefunden haben.

Für eine zukünftige Islanderkundung wollen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt etwas mehr Zeit nehmen. Zum Zwecke der (hoffentlichen) Beobachtung der Nordlichter – Aurora borealis oder Aurora boreal – scheint uns für diese kurz entschlossene Reise das nordnorwegische Tromsø am besten geeignet.

Norwegen Packliste fertig gepackt
So sieht der Norwegenrucksack fertig gepackt aus. Voll gepackt mit Klamotten. Links daneben noch die Jacken und obendrauf die Trekkingschuhe und die zusammengelegte ousuca Fahne.

WEITERFÜHRENDE INFOS

Weiterführende Infos für Reisen nach Norwegen und für andere Reiseziele national und weltweit sowie Tipps für Ausrüstung und Planung findest du auf unserer Reiseführer-Seite.

Anmerkung zur Ausrüstung

Extra für die Norwegenreise habe ich mir ein paar neue Klamotten und Trekkingschuhe zugelegt. Ich bin schon gespannt, wie sich die Trevail Daunenjacke von The North Face und die Trekkingstiefel Hedgehog Hike 2 MID GTX in Norwegen machen. Testberichte hierzu folgen dann nach dem Norwegentrip.


NORWEGEN PACKLISTE: UPDATE UND RESÜMEE NACH REISEENDE

Wie hat sich die Norwegen-Ausrüstung bewährt und welche Schlüsse ziehe ich?

Während unserem arktischen Abenteuer am Nordmeer von Tromsø hatten wir mit verschiedensten Wetterbedingungen zu tun. Nach unserer Ankunft war das Wetter matschig und die Temperaturen lagen zwischen 0 bis ca. 2 ºC. Mit den tiefsten Temperaturen kamen wir während einer nächtlichen Polarlichterjagd bis an die finnische Grenze in Kontakt. Hier lagen die Temperaturen bei ca. -10 ºC.

Insgesamt war ich sehr zufrieden mit meiner gewählten Ausrüstung und Bekleidung. Mit funktionaler Kleidung, mehreren Kappen Klamotten, meinen wasserdichten und knöchelhohen Trekkingstiefeln, sowie winddichten Skihosen und Handschuhen und einer Mütze war ich bei all diesen Bedingungen bestens geschützt.

Einen Pullover aus Baumwolle, den ich eingepackt hatte, nahm ich unbenutzt wieder mit nach Hause. Auch meine Cargohosen hatte ich nicht an sondern stattdessen abhängig von den Außenbedingungen Jeans und lange Thermohosen oder die Skihosen und lange Thermounterhosen.

Resümee zu den Trekkingschuhen

Die North Face Hedgehog Hiker 2 GTX waren eine Top Wahl für die Norwegen-Expedition. Bei matschigem Wetter hatte ich stets trockene Füße und auch bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt war ich mit diesen Schuhen bestens ausgestattet und bekam nie kalte Füße.

War es draußen besonders kalt, dann zog ich zwei Paar Socken an (ein Paar Wandersocken und ein Paar dicke Wollsocken). Zusätzlich stattete ich die Trekkingstiefel mit Einlegesohlen aus, die ebenfalls zur Isolation beitrugen. Im Flugzeug nahm ich die Sohlen aus den Schuhen. So bekam ich hier keine schwitzigen Füße. Im Gegenteil bewährten sich die Trekkingstiefel auch bei warmen Temperaturen bestens. Die Atmungsaktivität scheint gewährleistet.

Handschuhe sind Pflicht

Neben zwei Polarlichter-Jagden (jeweils über 7 Stunden) und einer Rundfahrt über die Fjorde fuhren wir mit Hundeschlitten durch das verschneite Nordnorwegen. Nachts beim Beobachten der Polarlichter (wenn wir das Glück hatten) und auch auf dem Hundeschlitten wären mir ohne Handschuhe die Finger abgefroren.

Von den Expeditions-Guides kann man sich die Sachen zwar auch leihen, trotzdem solltest du auch eigene Handschuhe mitnehmen.

Wie bewährte sich die Daunenjacke von The North Face?

Die Daunenjacke trug ich in Norwegen stets unter meiner Funktionsjacke von Jack Wolfskin. Bei Tag und bei Minustemperaturen von bis zu -8 ºC reichte sogar nur die Daunenjacke in Verbindung mit einem Thermo-Longsleeve und einem weiteren Baumwoll-Longsleeve darüber. Das jedoch nur, wenn die Sonne scheinte, was auch nur ein einziges Mal während unserer Tour geschah. Sobald die Sonne verschwand, zog ich die Funktionsjacke darüber.

Ich finde die Trevail Daunenjacke von The North Face richtig gut und bin begeistert. Die Jacke ist sehr dünn und leicht und hat selbst bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt beste Isoliereigenschaften.

Unbedingt mitnehmen: Thermo-Longsleeve und Thermo-Unterhosen

Ich bin froh, dass ich kurz vor Reisebeginn noch ein funktionales Thermo-Longsleeve gekauft habe. Dieses Thermo-Longsleeve liegt sehr eng am Oberkörper an und wird als Unterkleidung getragen. Ich glaube, dass so ein Thermo-Longsleeve zur absolut notwendigen Grundausstattung bei solchen Expeditionen wie unserer Wintertour durch Nordnorwegen am nördlichen Polarkreis gehört.

Wie hat sich mein Samsung Galaxy S8 bewährt?

Auf der Tour mit den Hundeschlitten hatten wir richtiges Mistwetter. Die Temperaturen lagen über dem Gefrierpunkt und anstatt zu schneien regnete es. Selbst unter der Schutzkleidung, die uns vom Expeditionsleiter bereitgestellt wurde, waren wir nach der ca. zweistündigen Tour durchgeweicht. Auch das Samsung war komplett nass. Schön, dass es absolut wasserdicht ist. Ab und zu wischte ich es sauber und konnte damit die besten Fotos und Videos während unserer Tour aufnehmen.

Die Batterien des Samsung hielten auch bei minus 10 ºC zuverlässig. Mit einer Batterieaufladung kam ich stets den ganzen Tag über die Runden. Und unsere Tage waren sehr lang, begannen früh gegen 8 Uhr und dauerten meist bis mindestens 2 Uhr morgens. Die mitgeführte Powerbank musste ich nicht einmal verwenden.

Hundeschlitten Expedition Nordnorwegen.
Hundeschlitten Expedition Nordnorwegen. Zu neunt waren wir im Winter in Nordnorwegen in Tromsø am nördlichen Polarkreis.

Mike Lippoldt

Über den Autor: Mike ist Gründer der Outdoor-Marke ousuca®. Nach zahlreichen teils unkonventionellen Reisen wanderte Mike Lippoldt als Jugendlicher mit dem Fahrrad nach Spanien aus und erschuf sich hier von Null an eine neue Existenz. Über seine Abenteuer und den kalten Sprung in ein neues Leben schrieb er ein Buch.

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