So orientierst du dich nachts an den Sternen

Sternhimmel: Nachts nach den Sternen orientieren

Nachts kannst du dich sehr einfach an den Sternen, Sternbildern und am Nordstern orientieren. So ist es auch ohne Kompass in der Nacht kein Problem, die Himmelsrichtungen finden.

Was tagsüber die Orientierung nach der Sonne ist, das ist nachts die Orientierung nach den Sternen. Mithilfe der Sternbilder und dem Polarstern findest du deinen Weg.

Themenübersicht:

  1. Norden über den Polarstern finden
  2. Großer Wagen, kleiner Wagen, Nordstern
  3. Warum drehen sich Sternbilder?
  4. Süden über Kreuz des Südens finden
  5. Alternative Orientierungsmöglichkeiten

Norden über den Polarstern finden

Orientierung auf der nördlichen Halbkugel:

In Europa befindest du dich auf der nördlichen Halbkugel. Hier kann dir in der Nacht und wenn du die Sternbilder erkennen kannst, der Nordstern den Weg weisen.

Der Nordstern heißt auch Polarstern. Diesen Namen trägt er deshalb, weil er ziemlich genau über dem Nordpol steht. Und weil der Nordpol nunmal im äußersten Norden unseres Globus liegt, wird der Polarstern auch als Nordstern bezeichnet.

Aber, wie findet man nun den Nordstern?

Bei sternenklarem Himmel ist es auf der nördlichen Halbkugel sehr einfach, den Nordstern am Himmel auszumachen. Hierzu suchst du einfach das Sternbild des Großen Bären. Dieses Sternbild wird auch als Großer Wagen bezeichnet.

Großer Wagen deshalb, weil diese Sternkonstellation einem Wagen tatsächlich sehr ähnlich sieht.

Hast du den großen Wagen am Himmel entdeckt, dann verlängere die hintere Wagenwand fünfmal. So gelangst du direkt zum Polarstern. Diesen kannst du übrigens kaum verfehlen. Denn er leuchtet besonders hell.

Orientierung nach Sternen: Polarstern bestimmen
Orientierung nach Sternen: Polarstern über das Sternbild des Großen Wagen finden.

Um über den Polarstern die Nordrichtung zu bestimmen, musst du dir ab dem Nordstern zur Erdoberfläche eine senkrechte Linie denken. Genau in Richtung dieser Linie befindet sich Norden.

Großer Wagen, kleiner Wagen, Nordstern

Sehr interessant ist die Tatsache, dass der Nordstern oder Polarstern der erste Stern in der Deichsel des Sternbildes des kleinen Wagen ist (siehe Bild). Hast du also einmal den großen Wagen gefunden, findest du auch den Nordstern und den kleinen Wagen.

Um den kleinen Wagen erkennen zu können, bedarf es einer sternenklaren Nacht und guter Augen. Anders als das Sternbild des großen Wagen ist das Sternbild des kleinen Wagen sehr viel kleiner.

Warum drehen sich die Sternbilder?

Wenn du ohne Zelt draußen schläfst und beobachtest die Sternbilder, dann ist offensichtlich, dass diese die Nacht über wandern. Wenn du dich hinlegst, da kann der große Wagen genau vor dir am Himmel stehen. Wachst du in der Nacht auf, steht er dann plötzlich an einer komplett anderen Stelle.

Die Erde dreht sich und deshalb siehst du die Sterne und die Sternbilder zu jeder Stunde aus einer anderen Perspektive. Der Nordstern jedoch bleibt immer an der gleichen Stelle über dem Nordpol. Somit ist der Nordstern sozusagen ein zuverlässiger Fixpunkt die ganze Nacht hindurch.

Während sich die Sternbilder drehen (oder besser gesagt drehen wir uns entlang der Sternbilder), bleibt der Nordstern immer konstant über dem Nordpol.

Süden über Kreuz des Südens finden

Orientierung auf der südlichen Halbkugel:

Was auf der nördlichen Halbkugel der große Wagen ist, das ist auf der südlichen Halbkugel das Sternbild des Kreuz des Südens. Wohl die meisten Menschen auf er südlichen Halbkugel kennen dieses auffällige Sternbild.

Das Kreuz des Südens setzt sich aus vier sehr hell leuchtenden Sternen zusammen. Denkst du dir diagonale Verbindungslinien zwischen den Sternen, so ergibt sich die Form eines Christenkreuzes.

Mithilfe des Kreuz des Südens kannst du die südliche Himmelsrichtung bestimmen. Hierzu muss die Längsachse des Kreuzes viereinhalb mal verlängert werden. Ab diesem Punkt denkst du dir eine senkrechte Linie nach unten. Genau in dieser Richtung liegt Süden.

Orientierung nach Sternen am Kreuz des Südens
Orientierung nach Sternen am Kreuz des Südens.

Alternative Orientierungsmöglichkeiten

Tagsüber kannst du dich sehr leicht an der Sonne orientieren. Nachts zeigen dir die Sterne den Weg.

Aber was ist, wenn weder die Sonne scheint noch Sterne am Himmel zu erkennen sind?

Im Gelände ist es immer nützlich, einen Kompass dabei zu haben. Hast du keinen Kompass oder du hast ihn verloren, dann kannst du zur Not auch einen Kompass selber bauen. Hierfür benötigst du eine magnetisierte Nadel.

Ist auch kein Kompass vorhanden, dann kann dir die Windrichtung als Orientierungshilfe dienen.

Weitere Alternativen zur Orientierung im Überblick:

  1. Methoden zur Orientierung im Gelände
  2. Orientierung nach Sonne
  3. Orientierung mit GPS
  4. Orientierung mit Kompass
  5. Orientierung mit Fernglas
  6. Uhrzeit ohne Uhr bestimmen
  7. Orientierung nach Windrichtung
  8. Orientierung in der Stadt
  9. Hilfreich: Kompass selber bauen

Fragen und Antworten

Wie kann ich mich nachts orientieren?

Die Orientierung nachts funktioniert sehr einfach über die Sterne. Auf der nördlichen Halbkugel suchst du hierzu das Sternbild des Großen Wagen. Hierüber findest du den Nordstern. Dieser weist dir den Weg Richtung Norden.

Wie finde ich den Nordstern oder Polarstern?

Der Nordstern oder Polarstern steht ziemlich genau über dem Nordpol. Daher stammt auch sein Name. Finden kannst du den Nordstern sehr einfach über das Sternbild des Großen Wagen.

Hast du den Großen Wagen (Großer Bär) am Himmel entdeckt, dann verlängere die Rückwand des Wagens fünfmal. So gelangst du genau zum Nordstern. Ab hier denkst du nun eine senkrechte Linie zur Erdoberfläche. Nun weißt du, wo die Nordrichtung liegt.

Gibt es Unterschiede zwischen nördlicher und südlicher Halbkugel?

Ja, die gibt es. Und diese Unterschiede solltest du dir gut einprägen. Um erst gar keine Verwechslungen aufkommen zu lassen, merke dir am besten die Orientierung für die nördliche Halbkugel. Denn lebst du in Europa, dann bewegst du dich genau dort.

Auf der nördlichen Halbkugel kann die Nordrichtung sehr einfach über den Nordstern bestimmt werden.

Auf der südlichen Halbkugel wird das Sternbild des Kreuz des Südens zur Orientierung in der Nacht genutzt. Über dieses Sternbild kannst du sehr gut die Südrichtung bestimmen.

Wie orientiere ich mich ohne Sterne in der Nacht?

Sind keine Sterne am Himmel zu erkennen, dann nutze den Kompass zur Orientierung. Hast du auch keinen Kompass, dann kannst du aus einer magnetisierten Nadel notfalls selbst einen Kompass bauen.

Auch die Windrichtung kann dir als Orientierungshilfe dienen. Tagsüber orientierst du dich an der Sonne.

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