Diese 10 Dinge wusstest du noch nicht über Pfadfinder!

Pfadfindertuch

Jeder hat schon von ihnen gehört, manche haben sie schon gesehen und andere wollen selbst Pfadfinder werden. Wer es noch nicht ist, weiß jedoch trotzdem keine Antwort auf die Frage, was Pfadfinder sein eigentlich bedeutet.

In diesem kurzweiligen Artikel bekommst du Antworten auf Fragen zu Pfadfindern, nach denen du schon immer unterbewusst gesucht hast.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist ein Pfadfinder?
  2. Wie wird man eigentlich zum Pfadfinder?
  3. Gruppen, Stämme, Sippen, Verbände
  4. Outfit (Kluft) und Halstuch
  5. Wie sehen Rucksack und Ausrüstung aus?
  6. Wie lange sind Pfadfinder unterwegs?
  7. Welche Aktivitäten unternehmen Pfadfinder?
  8. In welche Zelten schlafen Pfadfinder?
  9. Welche Zeichen und Symbole gibt es?
  10. Haben Pfadfinder ein bestimmtes Messer?
  11. Was und wie essen Pfadfinder?
  12. Das Pfadfindergesetz
  13. Welche Lieder werden gesungen?
  14. Finde Pfadfinder in deiner Nähe
  15. FAQ
  16. Zusammenfassung

Was ist ein Pfadfinder?

Laut offizieller Definition ist ein Pfadfinder ein Angehöriger einer politisch und religiös unabhängigen Erziehungsbewegung für Kinder und Jugendliche, deren Schwerpunkt in der Naturerziehung liegt.

Begründet wurde die Pfadfinderbewegung vom Engländer Robert Baden-Powell im Jahr 1909. Pfadfinder gibt es also schon ziemlich lange.

Abgesehen von den Lehrpädagogen sind es immer nur Kinder und Jugendliche, die Pfadfinder sein dürfen. Wird das Erwachsenenalter erreicht, dann müssen von den Mitgliedern neue Pfade aufgesucht werden. In Deutschland ist das Höchstalter 21 Jahre. In der Schweiz dürfen Jugendliche bis 25 Jahre Pfadfinder bleiben.

Das Motto eines Pfadfinders

Das Motto eines Pfadfinders lautet ALLZEIT BEREIT.

Was ist der Unterschied zwischen Pfadfindern und Scouts?

Hörte ich früher von Pfadfindern, musste ich immer zuerst an die weltumspannende Pfadfinderorganisation Fähnlein Fieselschweif denken. Die berühmtesten Mitglieder sind Donald Ducks Neffen Tick, Trick und Track. Im Schlauen Buch finden sie Antworten auf all ihre Fragen und sie sind Allzeit Bereit zu neuen Abenteuern und Späßen.

Als Kind schmökerte ich so oft durch die immer gleichen Disney-Comics, bis Donald, Dagobert und der Rest der Bande aus dem Leim gingen.

Erst viele Jahre später sollte ich wieder Bekanntschaft mit Pfadfindern machen. Diesmal mit Pfadfindern aus „dem echten Leben“ in Spanien. Hier gibt es nicht wenige junge und ältere, aktive, nicht mehr aktive oder immer noch praktizierende Pfadfinder in meinem direkten Familien- und Bekanntenkreis.

In Spanien ist das Pfadfindertum schwer in Mode. Hier heißen sie allerdings nicht Pfadfinder, sondern Scouts – wie in ihrem Ursprungsland Amerika.


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Wie wird man eigentlich zum Pfadfinder?

Viele Pfadfinder kommen zum Pfadfinderleben, weil bereits Verbindungen aus der eigenen Familie zur Pfadfinderei bestehen. Manchmal sind es größere Geschwister, die bei den Pfadfindern sind und ihren Enthusiasmus an die kleineren Geschwister weitergeben, die dann ebenfalls Pfadfinder werden wollen.

Oft sind es die Eltern, welche selbst bei den Pfadfindern waren und nun den Weg in die Pfadfinderwelt für ihre Kinder öffnen wollen.

Ein weiterer Grund für Kinder, selbst Pfadfinder werden zu wollen ist, weil sie andere Kinder kennen, die bereits bei den Pfadfindern sind und von ihren Abenteuern in den Pfadfindercamps erzählen.

Manchmal sind es auch berühmte Mitglieder aus Fernsehen, Internet und sozialen Medien, die Kinder dazu animieren, selbst Pfadfinder werden zu wollen. Beispiele für berühmte Pfadfinder sind Bear Grylls, Jim Canterbury oder die deutsche Youtuberin Antonia „starletnova“.

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Gruppen, Stämme, Sippen, Verbände

Unterschiedliche Stämme in Deutschland und der Schweiz

Pfadfinder sind in Pfadfinderstämmen unterwegs. Hierbei ist es ein Unterschied, ob es sich um einen deutschen oder einen schweizerischen Stamm handelt.

So bezeichnet in Deutschland ein Stamm mit Pfadfindern eine Organisationseinheit, in der Gruppen aller Altersklassen zusammengeführt sind.

In der Schweiz hingegen wird als Stamm eine Organisationseinheit bezeichnet, in der mehrere Pfadfindergruppen zusammengeschlossen sind. Das sind dann meist zwei bis fünf Gruppen, in denen sich jeweils vier bis acht Gruppenmitglieder organisieren.

Zugehörigkeit zu Pfadfinderverbänden

Pfadfinderstämme können in Bezug auf Outfit (Kluft) und Größe (Anzahl) abhängig vom übergeordneten Pfadfinderverband stark variieren. Auch bei der Art der Ausübung der Aktivitäten gibt es teils starke Schwankungen.

Häufig bildet ein Stamm gemeinsam mit weiteren Stämmen eine regionale Verbandsstruktur, die wiederum einem Pfadfinderverband zugehörig ist. Daneben gibt es freie Stämme, die jedoch unter der Trägerschaft nicht anerkannter Träger agieren (z.B. durch die Jugendhilfe). Die Größe einzelner Stämme kann stark variieren und beläuft sich auf 20 bis 80 Mitglieder oder sogar mehr.

Wie du siehst, ist es garnicht so einfach, Pfadfinderstrukturen auf den ersten Blick zu erkennen. Bei näherer Betrachtung wird jedoch klar, dass hier sehr viel Organisation dahintersteckt.

Pfadfinder Symbol Lilie als Anhänger am Handgelenk
Es heißt: Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder. Auch wer aktiv nicht mehr dabei ist, bleibt oft ein Leben lang mit den Ideen oder auch mit Freunden der Pfadfinderschaft verbunden.

Jungpfandfinder, Ranger, Rover, Wölflinge, Bienli, Meute, Gilde

Mit den Stämmen hören die Aufteilungen innerhalb der Pfadfindervereine noch lange nicht auf. Die Altersklassen werden in Jungpfadfinder, Meuten, Gilden, etc. gegliedert. In der Schweiz gibt es noch weitere Bezeichnungen (z.B. Bienli für weibliche Wölflinge) wie in Deutschland.

Aufteilung DeutschlandAlter
Wölflinge6 bis 10
Jungpfadfinder10 bis 13
Pfadfinder13 bis 16
Ranger / Rover16 bis 21

Aus der Tabelle wird auch ersichtlich, bis zu welchem Alter man in Deutschland bei den Pfadfindern bleiben darf. 21 Jahre sind hier die Höchstgrenze. In der Schweiz liegt diese etwas höher bei 25 Jahren.

Aufteilung SchweizAlter
Jungen: Wölfe / Mädchen: Bienli6 bis 11
Pfadi11 bis 16
Pionier16 bis 18
Rover18 bis 25

Outfit (Kluft) und Halstuch

Eine Pfadfinderkluft kann bestehen aus:

  • Pfadfinderhemd (mit Abzeichen)
  • Pfadfindertuch
  • Pfadfindergürtel
  • Pfadfinderhut
  • Kurze, kniefreie Hose
  • Hemd
  • Gürtel
  • Strümpfe
  • Feste Schuhe
Pfadfindertuch mit Pfadfindersymbol (Lilie)
Das Pfadfindertuch (hier mit Tuchhalter mit dem Lilien-Symbol) gehört zu den wichtigsten Teilen des Pfadfinder-Outfits.

Das Outfit eines Pfadfinders wird als Kluft bezeichnet. Hierzu gehören ein Hemd mit Aufnäher sowie ein Halstuch. Manche Pfadfinderverbände weisen dem Hemd weniger Aufmerksamkeit zu als andere. Was jedoch alle gemein haben, ist das Tuch. Dieses gilt für viele Pfadfinder als wichtigster Bestandteil des Outfits und trägt die Erinnerungen der Pfadfinderzeit durch das ganze Leben.

Das Halstuch eines Pfadfinders wird nie gewaschen, da sonst die Erinnerungen herausgespült würden.

Während das Hemd bei den verschiedenen Pfadfinderverbänden meist sandfarben oder olivfarben ist und auch das ganze Pfadfinderleben lang in dieser Farbe bleibt, wechseln die Farben der Halstücher bei manchen Stämmen, wenn die Altersklasse gewechselt wird.

Farben von Halstüchern und ihre Bedeutungen (Am Beispiel des Stamms der Münsterritter):

  • Orange: Wölflinge
  • Blau: Jungpfadfinder
  • Grün: Pfadfinder
  • Rot: Rover
  • Grau: Leiter
Pfadfinderhut
Hüte gehören in Deutschland heute nicht mehr zur offiziellen Pfadfinderkluft, werden aber trotzdem noch gerne getragen.

Anstelle eines Huts kann auch eine Mütze getragen werden. So trugen die Wölflinge der Pfadfinder Endingen ab 1933 die sogenannte Wölflingsmütze.

Wie sehen Rucksack und Ausrüstung aus?

Im Pfadfinderruckssack befindet sich die gesamte Ausrüstung, die der Pfadfinder während seiner Aktivität im Pfadfinderleben benötigt. Da Pfadfinder in einem gemeinsamen Zelt schlafen, muss nicht jeder selbst ein Zelt mitnehmen.

Nur für Schlafsack, Isomatte, Outdoorbesteck und einige Kleinigkeiten muss Platz im Rucksack sein. Vom Gewicht her sollte der Pfadfinderrucksack gepackt nicht mehr als 13 kg wiegen, weshalb sich kleine Outdoorrucksäcke am besten eignen.

Damit der Rucksack sich angenehm tragen lässt, muss er richtig gepackt sein. Wie das funktioniert, kannst du dir z.B. hier ansehen.

Zur Ausrüstung gehören:

  • Schlafsack
  • Isomatte (bei manchen Vereinen werden keine Isomatten genutzt)
  • Outdoorgeschirr (Löffel, Teller, Gabel)
  • Trinkflasche
  • Kleines Taschenmesser
  • Regenponcho
  • Wechselkleidung

Wie lange sind Pfadfinder unterwegs?

Pfadfindercamps finden meist in den Sommermonaten zur Ferienzeit statt. Hier haben die Kinder und Jugendlichen Zeit, uneingeschränkt an allen Aktivitäten teilnehmen zu können. Ein Pfadfindercamp kann über eine Woche, zwei Wochen oder länger dauern.

Teilnehmende Pfadfinder sind dann mit ihrem Stamm mehrere Tage hintereinander draußen unterwegs. Dabei leben, essen und schlafen sie draußen bzw. im Pfadfinderzelt.

Der Tag beginnt für einen Pfadfinder früh. Auch in den Ferien. Spätestens um 8 Uhr wird gefrühstückt, dann werden die Sachen gepackt. Im Anschluss geht es auf Tageswanderung, bei der verschiedene Aufgaben erfüllt werden müssen.

Ist ein Schüler z.B. sieben Tage mit einem Pfadfindercamp unterwegs, werden die ersten Tage damit verbracht, auf Wanderschaft zu sein. Die letzten Tage stößt der Stamm dann auf andere Stämme in einem größeren Pfadfindercamp, wo wieder Aktivitäten mit anderen Pfadfindern stattfinden.

Welche Aktivitäten unternehmen Pfadfinder?

Pfadfinder beschäftigen sich mit den meisten Aktivitäten, die wir auch aus den Basics von Survival und Bushcraft kennen. Es geht um die Orientierung im Gelände mit und ohne Kompass, um essbare Pflanzen aus der Natur und insgesamt geht es darum, sich draußen unter freiem Himmel auf eigene Faust zurechtfinden zu können.

Erwachsene sind meist nicht dabei, was den Reiz ausmacht, da sich die Kinder und Jugendlichen selbst organisieren müssen.

Bei allen Pfadfinderaktivitäten steht vor allem die Umsetzung in der Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Einige Pfadfinderaktivitäten im Überblick:

  • Orientierung mit und ohne Kompass
  • Orientierung mit Waldläuferzeichen
  • Essbare Pflanzen aus der Natur
  • Essen machen ohne Strom (Es wird über Feuer oder mit einem Gasherd gekocht)
  • Feuertechniken ohne Feuerzeug
  • Suchen von Trinkwasser
  • Pflanzenkunde
  • Gemeinschaftsspiele
  • Sport / Turnen
  • Schwimmen
Pfadfinder Zeichen im Wald, Hindernis
Waldläuferzeichen werden (auch) von Pfadfindern genutzt, um sich untereinander im Wald zu verständigen.

Pfadfinder nutzen Zeichen und Symbole. Waldläuferzeichen werden verwendet, um sich im Wald zu orientieren und untereinander zu verständigen. Sie können mit einem Stock in den Boden gekratzt oder mit Stöcken oder Steinen gelegt werden.

In welchen Zelten schlafen Pfadfinder?

Pfadfinder schlafen mit ihrem Stamm, ihrer Sippe in großen Gemeinschaftszelten. Die Pfadfinderzelte dienen jedoch nicht nur zum Schlafen, sondern auch für den Aufenthalt bei schlechtem Wetter.

Pfadfinderzelte werden auch als Schwarzzelte bezeichnet und sehen Jurten ähnlicher als gewöhnlichen Campingzelten.

Ein Vorteil besonders großer Pfadfinderzelte besteht im Umstand, dass Feuer darin gemacht werden können. Im oberen Teil befindet sich eine Dachluke, die für den Rauchabzug geöffnet werden kann.

Kleines Pfadfinderzelt: Kohte

Kohten sind kleine Pfadfinderzelte, die vor allem als Schlafzelte dienen. Sie bestehen aus grobem Zeltstoff und sind so eine Art Jurte im Miniformat. Kohten laufen mittig spitz nach oben ähnlich wie Tipizelte.

Auch in Kohten kann Feuer gemacht werden, wenngleich das Feuer nicht zu groß angelegt werden sollte. Denn durch Funkenflug können die Wände der Kohte beschädigt werden.

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Vorteile eines Pfadfinderzelts im Überblick:

  • Eignet sich zum Feuer machen im Zeltinneren
  • Vergleichsweise gewichtsarm
  • Bietet Platz für mehrere Personen
  • Trotz der Größe vergleichsweise kleines Packmaß

Welche Zeichen und Symbole gibt es?

Die Lilie (Fleur-de-Lis) als Symbol

Das wichtigste Symbol welches alle Scouts und Pfadfinder weltweit gemein haben ist die Lilie. Diese wurde vom Begründer der Pfadfinderbewegung Baden-Powell gewählt und hat bis heute Bestand.

Der Grund für die Wahl der Lilie liegt im Umstand, dass die Nordmarkierung älterer Kompasse stets eine Lilie schmückte. Im übertragenen Sinne zeigt die Lilie den Pfadfindern somit immer den richtigen Weg auf dem Pfad des Lebens.

Auch wenn die Lilie als das grundlegende Hauptsymbol aller Scouts und Pfadfinder weltweit gilt, so unterscheidet sich das Symbol oft in Farbgebung und Gestaltung.

Die Bedeutung von Form und Farben der Lilie für die Pfadfinder:

  • Die drei Blätter der Lilie stehen für die drei Säulen der Pfadfinderei.
  • Die weiße Farbe der Lilie steht für Reinheit und Lauterkeit.
  • Das Band, welches die drei Lilienblätter zusammenhält, steht symbolisch für den Zusammenhalt aller Pfadfinder.
  • Das größte mittlere Lilienblatt steht für die Kompassnadel, die dem Pfadfinder den rechten Weg durch Leben zeigt.

Die drei Säulen der Pfadfinderei sind die Verantwortung gegenüber sich selbst, die Verantwortung gegenüber Anderen und die Verantwortung gegenüber Gott.

Pfadfinder Symbol Lilie
Die Lilie ist das internationale Symbol aller Scouts und Pfadfinder.

Das Kleeblatt als Symbol

Die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) verwendet das Kleeblatt als Symbol. Hierbei handelt es sich um ein dreiblättriges Kleeblatt, welches wie die dreiblättrige Lilie für die drei Versprechen eines Pfadfinders steht.

Befinden sich männliche und weibliche Pfadfinder in einem Pfadfinderverein, kombiniert dieser im Symbol oft die Lilie gemeinsam mit dem Kleeblatt. So ist es z.B. bei den Pfadfindern und Pfadfinderinnen Österreichs, dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder und beim Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Haben Pfadfinder ein bestimmtes Messer?

Pfadfinder können ihr Messer selbst wählen. Hierbei muss es sich jedoch immer um ein Messer handeln, welches nach dem deutschen Waffengesetz gestattet ist. Im weitesten Sinne gehört das Pfadfindermesser somit zu den in Deutschland legalen Waffen.

Das ist bei der Messerwahl zu beachten:

  • Feststehendes Messer mit einer Klinenlänge bis max. 12,0 cm.
  • Das Messer darf keine Hieb- oder Stoßwaffe sein.
  • Handelt es sich um ein Klappmesser (egal welche Klingenlänge bis 12 cm oder auch mit Feststellklinge), darf es sich nicht um ein Einhandmesser und auch nicht um eine Hieb- oder Stoßwaffe handeln.

Das innerhalb des legalen Rahmens gewählte Messer darf nur für die Pfadfinderei verwendet werden, nicht jedoch auf öffentlichen Veranstaltungen, in Schulen oder beim Betreten fremder Häuser. Eigentlich logisch, denn ein Pfadfinder braucht das Messer für das Leben draußen in der Natur und nicht, um in der Schule damit herumzuspielen.

Mehr darüber, wo das Messer geführt werden darf und wo nicht, ist im §42 Abs. 1 WaffG nachzulesen.

Was und wie essen Pfadfinder?

Pfadfinder die den ganzen Tag an der frischen Luft sind, bekommen ordentlich Hunger. Gegessen wird jedoch meist sporadisch, dafür aber mit großem Appetit. Essen wird stets gemeinsam in der Gruppe zubereitet und auch gemeinsam verspeist. Wenn also ein Pfadi die Suppe versalzt, haben alle was davon.

Im Pfadfinderrucksack und auch im Pfadfinderzelt ist kein Platz für einen Kühlschrank. Deshalb werden haltbare Lebensmittel, die auch ohne Kühlung auskommen, mitgenommen. Das Kochen findet über Feuer oder dem Gaskocher statt.

Da Pfadfinder viel um die Ohren haben, ist wenig Zeit zum Kochen. Deshalb müssen sich Gerichte schnell zubereiten lassen. Morgens gibt es einen Kanten Brot mit etwas Wurst und Käse und mittags stehen oft Nudelgerichte, Reisgerichte und andere Mahlzeiten an, die sich schnell zubereiten lassen und satt machen.

Das Pfadfindergesetz

Es existiert nicht nur ein gültiges Pfadfindergesetz, sondern es gibt eine ganze Reihe an Richtlinien, die in unterschiedlichen Ländern gültig sind. Manche alten Pfadfindergestze kommen mit der Zeit aus der Mode und werden immer wieder mal neu angepasst. Im Anschluss ein kleiner Überblick zu einigen Pfadfindergesetzen.

Das Original Pfadfindergesetz von Robert Baden-Powell

A Scout’s honour is to be trusted.
„Auf die Ehre eines Pfadfinders ist Verlass.“
A Scout is loyal to the King, and to his officers, and to his parents, his Country, his employers, and to those under his orders.
„Ein Pfadfinder ist treu gegenüber dem (britischen) König und dessen Beamten, seinen Eltern, seinem Land, seinen Vorgesetzten und denen, die unter seinem Befehl stehen.“
A Scout’s duty is to be useful and to help others.
„Die Pflicht eines Pfadfinders ist es, nützlich zu sein und anderen zu helfen.“
A Scout is a friend to all, and a brother to every other Scout, no matter to what social class the other belongs.
„Ein Pfadfinder ist ein Freund zu allen und ein Bruder eines jeden Pfadfinders, egal zu welcher gesellschaftlichen Klasse der Andere gehört.“
A Scout is courteous.
„Ein Pfadfinder ist höflich.“
A Scout is a friend to animals.
„Ein Pfadfinder ist Freund aller Tiere.“
A Scout obeys orders of his parents, Patrol-leader, or Scout-master without question.
„Ein Pfadfinder befolgt die Anweisungen seiner Eltern, seines Kornetts oder Pfadfinderleiters ohne Frage.“
A Scout smiles and whistles under all difficulties.
„Ein Pfadfinder lächelt und pfeift in allen Schwierigkeiten.“
A Scout is thrifty.
„Ein Pfadfinder ist sparsam.“
A Scout is clean in thought, word and deed.
„Ein Pfadfinder ist rein in Gedanken, Worten und Taten.“

Deutsche Urfassung aus dem Pfadfinderbuch von Alexander Lion

(Aus dem Pfadfinderbuch von Alexander Lion in der 1. Auflage, 1909)
Die 9 Gebote der Pfadfinder:

  1. Auf die Ehre eines Pfadfinders muß man unerschütterlich bauen können.
  2. Ein Pfadfinder ist treu seinem Landesherrn, dem Kaiser, seinem Vaterlande, seinen Vorgesetzten, Lehrern und Brotherrn.
  3. Eine Pfadfinderpflicht ist es auch: seinem Mitmenschen nützlich und hilfreich zu sein.
  4. Ein Pfadfinder ist ein Freund aller seiner Mitmenschen.
  5. Ein Pfadfinder ist höflich.
  6. Ein Pfadfinder ist gegen Tiere liebreich.
  7. Ein Pfadfinder gehorcht seinem Feldkornett, dessen Stellvertreter (Junker) und dem Feldmeister ohne Widerrede.
  8. Ein Pfadfinder ist stets munter und vergnügt.
  9. Ein Pfadfinder ist sparsam.

Das Pfadfindergesetz des Deutschen Pfadfinderbundes

  1. Der Pfadfinder ist zuverlässig und steht zu seinem Wort.
  2. Der Pfadfinder achtet die, die ihn führen und die er führt. Er erfüllt seine Pflicht gegenüber seiner Familie und seinem Vaterland und bekennt sich zu seinem Glauben.
  3. Der Pfadfinder ist hilfsbereit und einsatzfreudig.
  4. Der Pfadfinder bekennt sich zu der Bruderschaft aller Pfadfinder der Welt. Er achtet alle Menschen ohne Unterschied von Rasse, Nation, Religion und Weltanschauung.
  5. Der Pfadfinder ist höflich und freundlich gegen Jedermann.
  6. Der Pfadfinder schont und schützt nach besten Kräften alles Leben.
  7. Der Pfadfinder handelt überlegt und selbstbeherrscht.
  8. Der Pfadfinder ist einsichtsvoll.
  9. Der Pfadfinder ist maßvoll und sparsam.
  10. Der Pfadfinder ist anständig in Wort und Tat.

Neben den aufgeführten Regeln gibt es eine ganze Reihe weiterer Pfadfindergesetze. Jeder Pfadfinderverein auf der Welt hat sein eigenes Pfadfindergestetz. Hinzu kommen kleinere Richtwerte für Wölflinge, Rover, etc.

Welche Lieder werden gesungen?

Pfadfinder sind lustige Geselle, haben oft eine Gitarre dabei und singen gemeinsam am Lagerfeuer Lieder.

Eine kleine Auswahl an Pfadfinderliedern:

  1. Was wollen wir trinken?
  2. Das Leben ist ein Würfelspiel
  3. Hans Spielmann
  4. Molly Malone
  5. Heute hier, morgen dort
  6. Moorsoldaten
  7. Nehmt Abschied Brüder
  8. Unter dem Pflaster, da liegt der Strand
  9. All for me grog
  10. Zehn kleine Fische

Es ist klar, dass einundzwanzigjährige Pfadfinder kaum die gleichen Lieder singen wie Siebenjährige. Auch sind die Geschmäcker verschieden. Prinzipiell kann jedoch gespielt und gesungen werden, was im gemeinsamen Interesse der Beteiligten liegt.

Finde Pfadfinder in deiner Nähe

Im Anschluss eine Liste mit Pfadfindervereinen, die du kontaktieren kannst, um dir direkt dort weitere Informationen zu holen.

Deutschland:

Österreich:

Schweiz:

FAQ

Zusammenfassung

Für Außenstehende leben Pfadfinder in einem Paralleluniversum, das auf den ersten Blick undurchsichtig erscheint. Durch diesen Artikel sollen auch Nichtpfadfinder einen kleinen Einblick in die Pfadfinderwelt erhalten.

Bist du oder warst du selbst Pfadfinder oder möchtest einer werden?

Hinterlasse gerne einen Kommentar und teile deine Erfahrungen mit anderen Lesern.

Bildnachweise:

  • Titelbild: un-perfekt auf Pixabay
  • Lilie Symbol an Hand: un-perfekt auf Pixabay
  • Pfadfindertuch mit Tuchhalter Lilie: Samuel auf Pixabay
  • Scout Hut: OpenClipart-Vectors auf Pixabay
  • Lilie Symbol: Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

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