Tipi kaufen oder selber bauen? Kauftipps und Tipps fürs selber bauen!

Tipi kaufen oder bauen?

Letztes Update: Juni 27th, 2018

Tipi kaufen oder selber bauen? Tipis gibt es für den Campingplatz als Campingzelt, für Kinder, als Partyzelt oder als alternative Unterkunft für dauerhaftes draussen wohnen und leben.

Wer sich ein Indianertipi langfristig im Garten aufstellen will, der kann darüber nachdenken, es selber zu bauen. Wer ein solches Zelt für den Campingplatz möchte, sollte sich besser eins kaufen.

*AUTORENTIPP CampingTipi* CampFeuer – TipiZelt (Teepee) Pyramidenzelt

Wasserdicht: Wassersäule: 3000 mm

Kapazität: 4 Personen

Beim CampFeuer TipiZelt handelt es sich um ein Pyramidenzelt im Tipi-Style, das Platz für bis zu 4 Personen bietet.

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Mit einer Wassersäule von 3.000 mm liegt dieses Pyramidenzelt über dem alpgemeingültigen deutschen Wert für Familienzelte, welcher Zelte bereits ab einer Wassersäule von 1.500 bis 2.000 mm als absolut wasserdicht einstuft.

Im Lieferumfang sind Zelt, Zeltstange, Abspannschnüre und Heringe (Erdnägel) enthalten. Ausserdem gibt’s noch eine praktische Tragetasche dazu. Was hinsichtlich der Funktionalität, Struktur und Aufbauweise dieses Tipis besonders ins Auge fällt, ist die Tatsache, dass es mit nur einer Zeltstange auskommt.

Mit einem Gewicht von unter 7 kg ist es um ein Vielfaches leichter als bspw. das CampFeuer Tunnelzelt für 4 Personen, welches mit satten 13 kg Gewicht daherkommt. Das geringere Gewicht des CampFeuer Tipi ist sicher auch auf den Umstand zurückzuführen, dass dieses im Vergleich zu anderen Familienzelten oder Grosszelten eben nur mit einer einzigen Zeltstange auskommt.

Der Aufbau des TipiZelt ist kinderleicht. In der Mitte wird einfach die Zeltstange aufgestellt und dann wird das Zelt ringsum mit Spannschnüren und Erdnägeln abgespannt.

Als kleines Manko könnte so manchem Tipifreund das triste Grau der Zeltwand vom Kauf des CampFeuer Teepee abhalten. Wer es farblich auch gerne etwas schlichter mag, der wird jedoch an diesem Zelt seine Freude haben. Bei dem recht geringen Preis des CampFeuer Tipi kann man auch nicht viel falsch machen.


Unterscheidungsmerkmale beim Tipi kaufen und Verwendungszwecke

Tipi oder Jurte?

Was ist besser? Ein Tipi oder eine Jurte?

Beides sind alternative Zeltformen mit langer Tradition. Und beide Zeltformen eignen sich gleichermassen für einen nomadischen Lebensstil. Für den Campingplatz ist ein Tipi jedoch besser geeignet. Denn im Gegensatz zur Jurte gibt es Tipis auch für’s Camping zu kaufen. Jurten hingegen bekommt man nur von spezialisierten Anbietern und Jurten sind weitaus umständlicher im Aufbau und meistens auch grossflächiger.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die Jurte besser als alternative Wohnform eignet, da sie mehr Platz bietet und oft komfortabler ist als ein Tipi. Dafür ist die Jurte aber meist recht umständlich im Aufbau. Das liegt vor allem daran, weil Jurten nicht für’s Camping hergestellt werden, Tipis hingegen schon.

Camping Tipi

Wie du bereits an unserem Autorentipp am Anfang des Artikels erkennen konntest, so gibt es recht hochwertige Tipis für den Zeltplatz fix und fertig zu kaufen. Und das sogar für einen sehr günstigen Preis.

Campingtipis unterscheiden sich von anderen Campingzelten vor allem durch die vereinfachte Aufbauweise (siehe Tunnelzelt mit vielen Zeltstangen und Tipizelt mit nur einer mittleren Zeltstange) und die Raumaufteilung. Campingtipis werden zweckbedingt oft als Familienzelte angeboten, also Zelte ab 4 Personen und mehr.

Während herkömmliche moderne Familienzelte oft mit verschiedenen Kammern (Schlafkammern) ausgestattet sind, so besitzt ein Tipi nur einen grossen Gemeinschaftsraum. Ganz im Stile der alten Indianertipis also, wo auch die ganze Familie im gleichen Raum untergebracht war.

Die Einraumaufteilung des Tipis hat durchaus Vorteile und ist auch bei anderen Nomadenzelten wie bspw. bei den bereits erwähnten Jurten gängige Praxis. Und das bereits seit hunderten oder sogar tausenden von Jahren. Hierzu muss man sich nur mal einige Abenteuerfilme und Indianerfilme oder Dokumentationen ansehen, in denen Tipis, Jurten und stabilere Unterkünfte wie die alten germanischen Langhäuser vorkommen.

Hier lebten die Menschen und in den Langhäusern sogar die Menschen und das Vieh unter einem Dach. So blieben durch das Zusammenleben auf engstem Raum die Temperaturen im Zeltinneren selbst bei sehr kalten Aussentemperaturen immer noch erträglich. Natürlich roch es dann im Innern auch dementsprechend. Aber lieber ersticken als erfrieren.

Bei modernen Campingtipis wie dem Tipi Zelt von CampFeuer braucht man sich in dieser Hinsicht keine Sorgen zu machen. Denn diese sind natürlich mit entsprechenden Belüftungszugängen ausgestattet, so dass hier garantiert niemand ersticken muss.

Tipis und Glamping

Der Begriff „Glamping“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den beiden Wörtern „Glamourös“ und „Camping“ zusammen. Mit anderen Worten geht es beim Glamping um eine besonders luxuriöse, glamouröse und auch teure Form des Campings.

Auf Glampingplätzen oder besser gesagt auf exquisiten Naturplätzen, die des Glampings würdig sind, kommen auch Glampingtipis zum Einsatz. Solche Glampingtipis sind den traditionellen Indianertipis äusserlich ähnlich bis identisch. Im Inneren jedoch erwarten den zahlenden Gast alle Annehmlichkeiten, die man auch von anderen luxuriösen Unterkünften kennt. Nur eben mit dem Unterschied, dass die Glampingausstattung im Glampingtipi natürlich themenenbezogen kreativ und einzigartig ist.

Im Vergleich zur Ausstattung eines Bungalows oder einer anderen Urlaubsunterkunft bietet ein Glamping Tipi natürlich einen ganz besonderes Feeling.

Noch mehr Infos zum Thema glamouröses Camping findest du in unserem GlampingGuide

Tipis für Kinder

Als Kind besass ich ein Tipi, welches den ganzen Sommer im Garten aufgestellt war. Dieses Kindertipi war sehr einfach beschaffen. Es bestand nur aus ein paar Holzstangen, die mit einem lichtdurchlässigen und mit Indianermotiven bedruckten Stoff überzogen waren. Dieser Stoff war nicht wasserdicht. Und im oberen Bereich des Tipis befand sich ein so grosses konstruktionsbedingtes und für Indianertipis typisches Luftloch, dass es hier sowieso reingeregnet hätte.

Mein Kindertipi war ein reines Spielzeugtipi, in dem ich Spielsachen vor den Erwachsenen versteckte, Schutz vor der Sonne fand oder in dem ich einfach nur den Umstand genoss, dass es mein eigenes kleines Zelt und so etwas wie mein erstes eigenes Häuschen war. Das Kindertipi war auch sehr leicht beschaffen, so dass ich es im Handumdrehen abbauen und in einigen Metern Entfernung wieder aufbauen konnte.

Tipis zum draussen leben und wohnen

In Deutschland und in anderen europäischen Ländern existiert eine wachsende Anzahl von Aussteigern, die entweder zeitweise oder sogar dauerhaft alternative Lebensformen ausprobieren. Wer selbst ein Grundstück hat oder vielleicht günstig ein Grundstück in der Natur pachten kann, der kann sich für wenige hundert Euro ein bereits fertig zugeschnittenes Tipi kaufen.

*AUTORENTIPP WohnTipi* Wigwam Indianer Zelt Sioux Style von Zelte Max

Material: 100% Baumwolle

Ein echtes Naturzelt. Kein billiger bunter Plastikmist. (Originalzitat von der Verkausseite)

Der Verkäufer Zelte Max weist auf der Verkaufsseite darauf hin, dass der Käufer bei diesem Wigwam keinen billigen und bunten Plastikmist erhält sondern ein echtes Naturzelt.

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Ist das Tipi aufgestellt, misst es ganze 4 Meter im Durchmesser. Die Stangen sind nicht im Preis enthalten. Wer dieses Tipi auf dem Campingplatz oder für eine alternative Wohnform irgendwo in der Natur aufbauen möchte, der muss sich vorher die passenden Zeltstangen besorgen.

Damit das Tipi seine optimale Form, Höhe, Struktur und Festigkeit erhält, sollten für den Aufbau massive Holzstangen von ca. 5,5 bis 6,50 Meter verwendet werden. Vom Verkäufer Zelte Max werden 11 Stell- und 2 Rauchklappenstangen aus Nadelholz von je ca. 5,5 Meter Länge und 8 cm Durchmesser empfohlen.

Die Stangen kann man sich entweder selbst aus dem Wald holen (vorher Förster fragen), im Sägewerk bestellen oder man lässt sich im Baumarkt ein paar passende Pfeiler zuschneiden. Für eine möglichst naturnahe Bauweise empfehlen sich jedoch dünne Stämme aus dem Wald oder aus dem Sägewerk.

Leben im Indianertipi YouTube Video


Tipis welche sich für ein dauerhaftes Wohnen im Freien eignen oder mit denen man den Sommer auf einem alternativen Campingplatz verbringen kann, werden häufig ohne Zeltstangen angeboten. Das liegt ganz einfach an der Tatsache, dass Tipistangen im Vergleich zu Glasfaser- oder Teleskopzeltstangen aus massivem Holz sind und sich somit die Zusendung mit dem Postboten als kompliziert gestaltet oder den Endpreis immens in die Höhe treiben würde.

Das wichtigste Element, das ein gemütliches und warmes Zeltinneres gewährt, ist die Aussenhaut oder die Tipiwand. Die Indianer nutzten hierfür Büffelfell. Heute bestehen die Wigwams vorrangig aus 100% Baumwolle. Das hat mehrere Vorteile.

Baumwolle ist sehr robust und ausserdem absolut wasserdicht. Denn wenn es regnet oder die Aussenfläche durch Nebel feucht wird, dann quellen die Baumwollfasern auf, verdichten sich und verhindern somit auf effektive Weise das Eindringen jeglicher Feuchtigkeit.

Tipp für bessere wasserabweisende Eigenschaften der Tipizeltwand

Wer die wasserabweisenden Eigenschaften seines Tipi noch verstärken möchte, der kann die Zeltwand von aussen imprägnieren. Die Imprägnierung wird jedoch nicht durchgeführt, um das Tipi wasserdicht zu machen. Denn die Baumwolle ist an sich bereits wasserdicht. Die Imprägnierung dient nur dafür, die wasserabweisenden Eigenschaften der Zeltaussenwand zu verbessern.

Durch die Imprägnierung perlt auftreffendes Wasser sofort von der Oberfläche ab und kann somit nicht in den Stoff eindringen. Dadurch bleibt der Stoff gewichtsmässig leichter, die gesamte Zeltkonstruktion wird durch den geringeren Gewichtsdruck entlastet und schliesslich können sich auf der Aussenhaut auch keine Wasserlachen bilden, da sich das Wasser auf dem imprägnierten Stoff nicht halten kann.

Zur ausführlichen Anleitung für die Zeltimprägnierung

Die Indianer hatten natürlich kein Imprägniermittel. Die Indianerzelte wurden ganz von selbst wasserdicht. Denn die Indianer hatten im inneren des Tipis eine Feuerstelle und der Rauch imprägnierte im Laufe der Zeit die Zeltwände auf ganz natürliche Art.

Es existieren verschiedene Möglichkeiten ein Zelt zu beheizen. Falls du dich für eine Feuerstelle im Inneren entscheidest, dann kannst du auf die Imprägnierung mit Imprägniermittel auch verzichten und überlässt dem Rauch und der Zeit die Arbeit. So wird dein Baumwolltipi von selbst dicht.

Erfahrungsbericht: Tipi selber bauen Anleitung

Als Jugendlicher baute ich mit einigen Freunden selbst ein Tipi, welches wir auf unserem grossflächigen Grundstück vor unserer Wohnkommune errichteten. Als Zeltstangen verwendeten wir massive mittlere Baumstämme, die wir aus dem angrenzenden Wald besorgten. Ich erinnere mich noch, wie ich die Stämme mit dem Motorrad aus dem Wald in unseren Garten zog und dort mit Säge und Axt auf Maß brachte.

Die Stangen waren aus Fichtenholz und ca. 6 bis 8 Meter lang. Wir beliessen die Stangen in unterschiedlicher Länge, so dass sie oben wie auch bei den echten Indianerzelten in unterschiedlicher Länge über das Tipi reichten. Für die Grundstruktur nutzten wir ca. 10 Stangen. Um die Stangen besser am Boden zu justieren, hoben wir, dort wo die Stangen auf den Boden treffen sollten, etwas Erdreich aus (ca. 30 cm).

Die Errichtung des Stangengerüstes

Bei der Errichtung des Stangengerüstes waren wir zu zweit zu Gange. Wir legten zwei Stangen am Boden in zwei gegenüberliegende Erdlöcher und banden die Stangen im letzten oberen Drittel mit etwas Seil und über Kreuz zusammen. Ein langes Seil befestigten wir genau in der Mitte, wo die beiden Stangen miteinander verbunden waren. Nun zog einer dieses Seil nach hinten und ein anderer drückte mit einer der Stangen von unten dagegen, so dass sich die beiden Stangen nach oben aufrichteten.

Als die Stangen fast im Zenit standen, banden wir das Seil an einem Pflock fest und stellten zwei weitere Stangen dazu, die wir am oberen Ende ebenfalls über Kreuz in die anderen Stangen legten. Nun richteten wir mittels des Seiles und der Stangen die Konstruktion so aus, dass sie mehr oder weniger im Lot stand. Allein durch das Gewicht der Fichtenstämme hielt die Konstruktion nun in sich selbst.

Nun warfen wir ein weiteres Seil oben über die Stämme und einer kletterte am Seil nach oben. Die Stämme wurden nun mit Seil oben fest fixiert und nach und nach wurden auch die restlichen Stämme eingepasst und ebenfalls fixiert.

Die Aussenverkleidung

Da wir unser Tipi für eine lange Zeitdauer errichteten und auch keinen Baumwolleüberzug besassen, so verkleideten wir den unteren Teil des Tipis mit Brettern, die wir längs und übereinander an die Stämme nagelten.

Würde ich heute noch einmal solch ein Tipi bauen, dann würde ich mir ganz sicher ein Wigwam aus 100% Baumwolle, wie das aus unserem Autorentipp von Zelte Max, kaufen. Denn das Anbringen der Bretter war eine langwierige und arbeitsaufwendige Beschäftigung. Die Bretter waren zum Glück gratis, da wir sie aus einer baufälligen Scheune verwendeten. Trotzdem ist die Verkleidung eines Tipi mit Brettern natürlich umständlicher und auch wenn man es irgendwann wieder abbauen will, viel zeitaufwändiger.

Die Feuerstelle im Tipiinneren

Natürlich gehört in jedes gute Tipi auch eine Feuerstelle. Für die Feuerstelle hoben wir ein ca. 50 cm tiefes und 1,50 cm breites Loch aus und umgaben es mit Natursteinen, die wir aus einem nahegelegenen Fluss holten. Unser Tipi war recht gross und wir feierten viele Partys darin. Manchmal waren wohl um die 20 Leute im Tipi. Manchmal verbrachten wir sogar die Nacht im Tipi.

Ein Tipi im Garten selber bauen ist eine prima Beschäftigung und bringt während dem Bau und nachträglich viel Freude.

Fazit

Ein Tipi ist ein Pyrmamidenzelt und dürfte vielen noch aus Indianerfilmen bekannt sein. Heute kann man sich Tipis in den verschiedensten Ausführungen kaufen. So gibt es sehr kompakte Campingtipis für den Zeltplatz, leichte Sommertipis für den Garten und die Kinder oder sogar massive Baumwolltipis für die Anspruchsvollen oder für Aussteiger und alternative Lebensformen.

Besitzt du ein Tipi? Wenn ja, welches? Oder hast du dir sogar selbst ein Tipi gebaut?

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Mike Lippoldt

Über den Autor: Mike ist Gründer von ousuca. Nach zahlreichen Reisen wanderte Mike als Jugendlicher mit dem Fahrrad nach Spanien aus und erschuf sich hier von Null an eine neue Existenz. Über seine Abenteuer und den kalten Sprung in ein neues Leben schrieb er ein Buch.
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