10 Outdoor Hacks: Tipps und Tricks für Abenteurer die draußen zuhause sind

Outdoor Hacks

Outdoor Hacks die dein Leben im Freien erleichtern. Tipps für Camping, Survival und alle Aktivitäten, die draußen stattfinden.

Outdoor Hacks: Draußen Feuer machen

Auf verschiedene Arten draußen ein Feuer entfachen zu können, und das sogar unter widrigen Umständen, gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten, die ein Abenteurer beherrschen sollte. In Notsituationen kann ein Feuer zum Lebensretter werden.

#1 Feuer machen mit Batterie und Kaugummipapier (mit Aluminiumbeschichtung)

Hierfür benötigst du eine einfache AA- oder AAA-Batterie, so wie sie in vielen Taschenlampen (wie z.B. in der Mag-Lite) zu finden sind. Nun verbindest du die aluminiumbeschichtete Seite des Kaugummipapier mit den beiden Polen der Batterie.

Hat die Batterie noch genügend Spannung, so erzeugt sie einen Kurzschluss, das Aluminium wird heiß und das Papier entzündet sich.

#2 Feuer entfachen mit einem Tampon und Asche

Diesen Trick zum Outdoor Feuer entfachen machte Rüdiger Nehberg bekannt, indem er ihn in einigen seiner Bücher wie in seinem Survival-Nachschlagewerk „Überleben ums Verrecken“ erwähnte. Überhaupt meinte Nehberg, dass Tampons in keiner Survivalausrüstung fehlen sollten. Baumwolltampons eignen sich bestens als Zunder und selbst benutze Tampons können laut Nehberg hervorragend als Köder beim Angeln dienen.

Um mit einem Tampon aus Baumwolle und Asche ein Feuer zu entzünden, gehst du folgendermaßen vor:

  1. Tampon aufrollen
  2. Trockene Asche auf den aufgerollten Tampon streuen
  3. Tampon wieder zusammenrollen
  4. Mit einem Brett als Hilfe Druck auf den Tampon mit der Asche ausüben und den Tampon hin und her rollen
  5. Solange rollen, bis sich das Innere des Tampons mit der Asche stark erhitzt hat
  6. Vorsichtig den Tampon öffnen und hinein pusten, um aus der hoffentlich entstandenen Glut ein Feuer zu entfachen

#3 Feuer machen mit einer mit Wasser gefüllten PET-Flasche

Leider findet man PET-Flaschen auch in der Natur. Findest du eine PET-Flasche im Wald, dann kannst du diesen Müll mitnehmen und gleich für etwas Nützliches gebrauchen.

Befindet sich noch ein Etikett an der Flasche, dann kratze es ab. Fülle die Flasche mit Wasser. Bereite deinen Zunder vor. Halte die Flasche mit dem Wasser so gegen das Sonnenlicht, dass der gebündelte Lichtstrahl am unteren Ende auf deinen Zunder trifft.

Mit ausreichend Sonnenlicht, leicht entzündbarem Zunder und etwas Geduld kannst du mit diesem Outdoor Hack einfach ein Feuer entzünden.

⇒ Tipp: Aus einer PET-Flasche, etwas dunklem Klebeband und einem Schlauch kannst du auch eine Solardusche improvisieren.

#4 Feuer machen mit einer Glasflasche oder einer mit Wasser gefüllten Glasflasche

Was mit einer PET-Flasche funktioniert, das klappt natürlich auch mit einer Glasflasche. Vorausgesetz natürlich, das Glas ist durchsichtig.

Allein mit dem Glas kannst du schon dein Glück probieren und versuchen, das Sonnenlicht so zu bündeln, dass darunter wie bei einer Lupe ein heißer Strahl entsteht. Ist das Glas zu dünn und das Sonnenlicht kann nicht ausreichend gebündelt werden, dann kannst du Wasser einfüllen und den Lupeneffekt vergrößern.

#5 Feuer machen mit einem mit Wasser gefüllten Kondom

Was mit PET-Flaschen und Glasflaschen funktioniert, das geht auch mit einem mit Wasser gefüllten Kondom. Das Kondom sollte mit ausreichend Wasser gefüllt und absolut durchsichtig sein, so dass das Sonnenlicht bestmöglich durch die Gummiwand und das Wasser dringen kann.

Weitere Möglichkeiten Outdoor Feuer zu machen
Entdecke noch weitere Möglichkeiten, Outdoor ein Feuer zu machen.

#6 Outdoor Feuer machen mit extrem nassem Holz

Wenn das Holz sehr nass ist, dann helfen oft alle Outdoorskills nicht weiter und es müssen Lösungen her, die so effektiv sind, dass sie uns im Notfall sofort zu einem wärmenden Feuer verhelfen.

Outdoor Hack: Nasses Holz entzünden
Um Outdoor effektiv und schnell sehr nasses Holz entzünden zu können, eignen sich Brandbeschleuniger in Form von Trockenbrennstoff am besten.

Als wir beim letzten Wintertrekking in der spanischen Sierra de Cazorla nachts völlig durchnässt und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt mitten im Wald ein Lager errichteten, da waren wir froh, genügend Trockenbrennstoff im Rucksack zu haben. Denn nicht nur wir selbst waren komplett durchgeweicht, sondern auch das Holz im Wald.

Über einen Zeitraum von mehreren Stunden waren wir nachts und bei strömendem Regen durch den Naturpark gewandert. Durch die widrigen Wetterverhältnisse in Verbindung mit Nebel waren wir trotz des GPS kaum noch in der Lage uns zu orientieren und gezwungen ein Notlager zu errichten.

Allein dank des Trockenbrennstoffs schafften wir es, ein Feuer zu entfachen. So konnte ich meinen Schlafsack am Feuer trocknen und sogar noch eine sehr geruhsame Nacht in meiner Hängematte unter dem Tarp verbringen. Die nassen Schuhe konnten nicht komplett getrocknet werden, da ich als mein Schlafsack endlich trocken war, gemütlich darin einschlief. Am nächsten Morgen waren die Schuhe gefroren…

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Camping Hacks: Outdoor-Ernährung

#1 Streichfähiges Olivenöl

Der folgende Camping Hack ist für all diejenigen, die mit einem Campingmobil mit Kühlschrank unterwegs sind.

Im Moment der Veröffentlichung dieses Artikels lebe ich bereits seit über 15 Jahren in Andalusien. Und seitdem ich hier lebe, steht Olivenöl praktisch täglich auf meinem Speiseplan. In Südspanien ist Olivenöl omnipräsent.

Ich weiß, dass gutes Olivenöl bei niedrigen Temperaturen im Winter dickflüssig bis zähflüssig werden kann. Jedoch stellte ich noch nie Olivenöl in den Kühlschrank. (Wozu auch?) Bis vor einigen Wochen…

Während unseres Roadtrip durch Kanada stellte ich das Olivenöl in den Kühlschrank, weil es beim Fahren dort sicherer ist gegen Umfallen als im Schrank oder sonstwo im Wohnbereich des Wohnwagens. Das Olivenöl bekamen wir übrigens von einer spanischen Freundin geschenkt, die schon lange in Kanada lebt, und die uns eine kleine Menge ihres eigenen Olivenöles in ein Schraubglas abfüllte. Gekauft hätte ich es nicht, da ich es ja täglich in Spanien nutze und es in Kanada vorzog, die dortigen landestypischer Spezialitäten auszuprobieren.

Nun gut. Wir hatten also Olivenöl, aber beim Frühstück hatte ich keine Lust auf die Matscherei mit dem Olivenöl im Glas. Deshalb frühstückte ich meine Erdnussbutter, während meine Freundin sich Olivenöl aufs Brot goss.

Als wir dann eines Morgens das Olivenöl aus dem Kühlschrank nahmen und ich merkte, dass es eine angenehme streichfähige Konsistenz bekommen hatte, da kam ich dann auch wieder auf den Geschmack. Denn bei streichfähigem Olivenöl kleckert nichts und man bekommt auch keine öligen Finger.

Camping Hack: Olivenöl streichfähig
Streichfähiges Olivenöl aus em Glas ist eine echte Offenbarung für alle, die sich beim Frühstück nicht die Finger verölen wollen.

#2 Schnell zubereitetes proteinreiches Outdoor- und Campingessen mit Beef Jerky

Outdoor schneller proteinreiches Essen zubereiten als mit Beef Jerky geht kaum. Denn Beef Jerky ist Trockenfleisch, das quasi direkt aus dem Beutel verspeist werden kann. In Kanada probierte ich die verschiedensten Sorten Dörrfleisch und ich experimentierte auch in der Campingküche damit.

Beim Experimentieren mit dem Jerky kam ich auf einige sehr wohlschmeckende Rezepte, die sich in Nullkommanichts realisieren lassen. Wir probierten es mit Nudeln und mit Reis, wobei ich anmerken muss, dass es uns in Kombination mit Reis besser schmeckte als mit Nudeln.

Aufgrund seiner langen Kochzeit gilt Reis nicht gerade als optimale Outdoornahrung beim Trekking und Wandern. Bei diesen Outdooraktivitäten sollte das Jerky mit schnell kochenden Nudeln angerichtet werden oder einfach mit etwas Brot.

In der Campingküche jedoch, wo ein Gasofen zur Verfügung steht, da ist die lange Kochzeit von Reis kein Problem. So kochte ich immer eine größere Portion Reis die gleich bis zum nächsten Tag noch vorhielt. Dann füllten wir einfach Reis in die Essschüssel, gaben nach Lust und Laune Beef Jerky, Salat und Dressing oder Chilisoße darüber und hatten innerhalb weniger Minuten eine komplette, abwechslungsreiche und proteinreiche Mahlzeit.

Meine Beef Jerky Favoriten
Dein Interesse ist geweckt und du möchtest das Beef Jerky gerne selbst mal ausprobieren? Dann checke hier meine Favoriten.

Survival Hacks: Tipps und Tricks

#1 Hobokocher selber bauen

Wenn es möglich ist, dann machen Survivor am liebsten ein ganz normales Lagerfeuer. Ein Lagerfeuer wärmt, man kann sein Essen darauf zubereiten und man kann stundenlang hinein glotzen und den Flammen zusehen, ohne dass einem dabei langweilig würde.

In bestimmten Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, das Feuer und die Glut in einem transportablen Hobokocher zu entzünden und aufzubewahren.

Hobokocher selber bauen
Funktionsweise eines Hoboofen und Anleitung zum selber bauen.
Survival Tipp: Hobo Kocher selber bauen
Improvisierter Hoboofen aus altem Blechkanister.

#2 Survival Tipp: Vermeidung von Dehydratation

Dehydratation kann lebensgefährlich werden. Deshalb sollte jeder Outdoorer sich mit dem Erlernen geeigneter Methoden zur bestmöglichen Vermeidung von Dehydratation und auch mit Alternativen zur Trinkwassergewinnung unter widrigen Umständen auseinandersetzen.

Selbst wenn du in absolut trockenen Gebieten unterwegs bist und du kein Wasser mehr in der Trinkflasche hast, dann kannst du durch verschiedene Techniken den Wasserverbrauch deines Körpers eindämmen, so dass du ohne zu verdursten zur nächstgelegenen Wasserstelle kommst.

Survival Tipps gegen Dehydratation

 

Fortsetzung folgt…

Folge Mike

Mike Lippoldt

Über den Autor: Mike ist Gründer von ousuca. Nach zahlreichen Reisen wanderte Mike als Jugendlicher mit dem Fahrrad nach Spanien aus und erschuf sich hier von Null an eine neue Existenz. Über seine Abenteuer und den kalten Sprung in ein neues Leben schrieb er ein Buch.
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