Kaupech oder Waldkaugummi kauen: Ist das gesund?

Kaupech frisch vom Baum

Das Wichtigste in Kürze

  • Hast du schonmal probiert, auf Baumharz zu kauen?
  • Findest du ein geeignetes Stück, kannst du es als Waldkaugummi oder auch Kaupech verwenden.
  • Das fühlt sich dann im Mund so an wie richtiger Kaugummi.
  • Hier erfährst du, an welchen Bäumen du den Naturkaugummi sammeln kannst und was du beachten musst.

Inhaltsverzeichnis?

  1. Was ist Waldkaugummi?
  2. Welches Baumharz eignet sich?
  3. Kauen und Geschmack
  4. Ist Birkenpech Kaupech?
  5. Fazit

Was ist Waldkaugummi?

Bei Holzfällern und in der Volksmedizin ist Waldkaugummi in Form von Kaupech schon seit vielen Jahrtausenden bekannt. So sollen sehr alte Funde von Harzstücken existieren, wo Zahnabdrücke zu erkennen sind.

Auf sibirischen Märkten wird Fichtenharz in schmalen Streifen auch heute noch als Waldkaugummi verkauft. Aber, was macht den Naturkaugummi so besonders?

Im Gegensatz zu gekauftem Kaugummi ist der Waldkaugummi kostenlos. Jeder kann und darf ihn in kleinen Mengen sammeln und genießen.

Neben der Kostenfrage schmeckt Waldkaugummi erstaunlich gut und hat sogar gesundheitliche Vorteile.

Waldkaugummi oder Kaupech wird aus Baumharz von Nadelbäumen gewonnen. Diesem werden viele heilende Eigenschaften nachgesagt.

Waldkaugummi aus Baumharz wirkt:

  • Antiseptisch
  • Entzündungshemmend
  • Antibakteriell

Mit anderen Worten desinfiziert Kaupech den Mundraum und verleiht gleichzeitig einen angenehmen Geschmack und Atem. In überschaubaren Mengen kann es also durchaus als gesund bezeichnet werden.

Trotzdem solltest du nicht jeden Tag auf Waldkaugummi kauen wegen er enthaltenen Terpentine.

Welches Baumharz eignet sich? Tipps für das Sammeln

Waldkaugummi oder auch Kaupech ist Baumharz von Nadelbäumen. Hier kann jedoch nicht jedes beliebige Harz verwendet werden. So ist Harz von Eiben und Zypressen giftig. Von diesen Bäumen solltest du also die Finger lassen.

Im Prinzip solltest du dich beim Sammeln auf Baumharz von Fichten oder Kiefern konzentrieren.

Ratgeber Tipp: Lerne mehr über verschiedene Nadelbäume, ihre Verwendungen und wie du sie unterscheidest. Einen schnellen Einstieg in die Welt der Nadelbäume kannst du über meinen Ratgeber erlangen: Nadelbäume bestimmen auf den ersten Blick!

Den besten Geschmack bietet Fichtenharz. Dieses enthält weniger Terpentine als Kiefernharz. Jedoch sind beide Baumharze als Kaupech geeignet.

Kaupech aus Baumharz gewinnen von Kiefern und Fichten
Frisch gesammeltes Baumharz von einer Kiefer, das als Waldkaugummi verwendet werden kann.

Kauen und Geschmack

Wähle ein Stück Baumharz, das nicht flüssig ist. Flüssiges Baumharz würde dir an Zähnen und Gaumen kleben bleiben. Verwende stattdessen ein etwas härteres Harzstück.

Durch die Temperatur im Mundraum wird ausgehärtetes Harz schnell weich und lässt sich anschließend leicht kauen. Versteht sich, dass du beim Sammeln darauf achten solltest, ein möglichst sauberes Harzstück zu finden ohne Verschmutzungen oder Einschlüsse.

Nimm ein kleines Stück, erweiche es im Mundraum und kaue darauf. Du wirst merken, dass das Kaugefühl ähnlich ist, wie beim Kauen von herkömmlichem Kaugummi.

Abhängig vom verwendeten Baumharz kann der Geschmack variieren. Waldkaugummi schmeckt nach den enthaltenen ätherischen Ölen und nach Wald. Bei Baumharz von Kiefern kann ein stärkerer Geschmack nach Terpentin vorhanden sein.

Ist Birkenpech Kaupech?

Birkenpech gehört zu den bekanntesten Steinzeitklebern. Hergestellt wird es aus Birkenteer, der durch Destillation aus der äußeren Schicht der Birkenrinde gewonnen wird.

Dem Birkenteer wird meist noch Holzkohle hinzugegeben. Die Holzkohle lässt den Birkenkleber nach dem Abkühlen aushärten.

Es existieren Funde von Birkenpech mit Zahnabdrücken, die viele tausend Jahre alt sind. Unsere Vorfahren kauten also auf Birkenpech.

Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass dieses Kauen den Zweck hatte, gehärteten Steinzeitkleber im Mundraum neu zu erweichen, um ihn wieder verwenden zu können.

Fazit

Kaupech oder Waldkaugummi sind zwei Bezeichnungen für den gleichen Naturkaugummi, der aus Baumharz besteht. Hierbei handelt es sich um Baumharz von Nadelbäumen, vorrangig von Fichten oder Kiefern.

Baumharz werden zahlreiche heilende Eigenschaften nachgesagt. Es wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Außerdem hat es aufgrund enthaltener ätherischer Öle einen angenehmen Geruch und Geschmack.

Waldkaugummi schmeckt nicht nur überraschend angenehm, sondern kann den Mundraum desinfizieren und für einen besseren Atem sorgen.

Hast du schon einmal Waldkaugummi gekaut?

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