Die 7 effektivsten Heimverteidigung Methoden (100 % legal)

Heimverteidigung

Nicht nur Besitzer von Eigenheimen fragen sich, wie sie ihr Haus gegen unerwünschte Gäste und Einbrüche verteidigen können. Auch Wohnungseigentümer in unsicheren Gegenden stellen sich diese Frage.

Als bewährteste Mittel für die Heimverteidigung zählen alle Methoden zur Prävention wie Schließanlagen oder Alarmanlagen.

Daneben können sich Eigentümer von Häusern und Wohnungen fragen, ob oder welche Waffen zur Verteidigung der eigenen vier Wände erlaubt sind.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was bedeutet Heimverteidigung?
  2. Welche legalen Mittel zur Hausverteidigung gibt es?
  3. Methoden zur Abschreckung als Prävention
  4. Befriedung des eigenen Grundstücks
  5. Sichere Fenster und Türen
  6. Fenstergitter, Türgitter, Rollläden
  7. Sichere Schließanlagen
  8. Verschiedene Arten von Alarmanlagen
  9. Freie Waffen zur Selbstverteidigung
  10. Wann bin ich berechtigt, in Notwehr zu handeln?
  11. Was tun im Ernstfall bei Einbruch?
  12. Heimverteidigung bei Blackout
  13. FAQ: Fragen und Antworten
  14. Zusammenfassung

Was bedeutet Heimverteidigung?

Die eigenen vier Wände oder auch die Umzäunung deines Grundstücks gelten als heilig. Niemand hat das Recht, diese Grenze ohne deine Einwilligung zu übertreten.

Selbst öffentliche Behörden brauchen einen triftigen Grund, müssen sich ausweisen und ggf. schriftliche Beschlüsse höherer Instanzen vorzeigen, bevor sie dein Grundstück, dein Haus, deine Wohnung betreten dürfen.

Niemand darf dein Haus oder deine Wohnung betreten, wenn du es nicht möchtest. Somit ist Heimverteidigung dein gutes Recht.

Einbrechern, Dieben und anderen Störenfrieden sind deine Rechte egal. Unabhängig von Gesetzen und moralischen Aspekten werden sie versuchen, sich Zutritt zu deinem Heim zu verschaffen, um eigene Interessen durchzusetzen (z.B. Diebstahl).

Weil es gesetzlose Zeitgenossen gibt, kann es für dich angemessen erscheinen, dich mit Heimverteidigung zu beschäftigen.

Die Heimverteidigung oder Hausverteidigung umschließt sämtliche Aspekte, die Wohnraum, Leben und Gut von dir und allen Bewohnern schützen können.

Heimverteidigung bedeutet vor allem Präventivschutz. Vorrangig geht es darum, präventive Maßnahmen zu treffen, um Einbrecher fern zu halten. Erst in letzter Instanz kommt Notwehr oder Selbstverteidigung zur Anwendung.

Es gibt eine ganze Reihe sehr effektiver Maßnahmen zum Selbstschutz, die jedoch alle nicht legal sind.

So ist es z.B. nicht legal, Kameras aufzustellen, die Bereiche vor deinem Privatgelände filmen. Und natürlich ist es komplett illegal und höchstgefährlich, Selbstschussanlagen oder andere tödliche Fallen zur Abwehr von Angreifern vor oder in deinem Haus zu installieren.

Menschenfallen können nicht nur eventuellen Angreifern zum Verhängnis werden, sondern den Fallenstellern selbst oder noch schlimmer – völlig unschuldigen Personen, die zufällig in so eine Falle geraten.

Illegale Methoden zur Heimverteidigung sind:

  • Menschenfallen
  • Schussanlagen
  • Selbstschussanlagen
  • Kameras, die Bereiche außerhalb deines Eigentums aufnehmen
  • Illegale Waffen oder freie Waffen, die illegal oder zweckentfremdet verwendet werden

Legale Mittel zur Hausverteidigung sind:

  1. Methoden zur Abschreckung als Prävention
  2. Befriedung des eigenen Grundstücks
  3. Sichere Fenster und Türen
  4. Fenstergitter, Türgitter, Rollläden
  5. Sichere Schließanlagen
  6. Verschiedene Arten von Alarmanlagen
  7. Freie Waffen zur Selbstverteidigung

Methoden zur Abschreckung als Prävention

Die häufigsten Einbrüche geschehen, wenn Wohnungseigentümer außer Haus sind.

Die meisten Einbrecher sind keine potenziellen Mörder. Sie sind so scheu wie Wildschweine, können jedoch genauso gefährlich werden, falls sie unvermittelt in die Konfrontation mit Hauseigentümern bzw. Wohnungseigentümern geraten.

Um Einbrecher von vornherein abzuschrecken, ist es hilfreich, wenn du zuerst mehr über ihre Vorgehensweisen erfährst.

Observation des Objekts / Einbrecher:

  • beobachten Objekte oft über einen längeren Zeitraum.
  • registrieren genau, zu welchen Zeitpunkten Häuser, Wohnungen bewohnt sind und in welchen Zeiträumen niemand zu Hause ist.
  • ziehen auch die Nachbarschaft oder Verhaltensweisen von Hauspersonal, Pförtnern, Wachpersonal mit in ihre Beobachtungen ein.
  • registrieren, ob sich Hunde im Wohnbereich aufhalten und ob diese auch dann im Haus sind, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind.

Ausrauben des Objekts / Einbrecher:

  • schlagen zu, wenn Bewohner auf Arbeit, zum Wochenendausflug oder im Urlaub sind.
  • rauben gerne Objekte aus, wo der Zutritt besonders einfach ist (keine Alarmanlage, unsichere Fenster und Türen, veralterte Schließanlagen).
  • machen gerne fette Beute und brechen dort ein, wo sie am einfachsten die wertvollsten Sachen auf schnellem Weg abtransportieren können.

Einbrecher verzichten liebend gerne auf einen Einbruch bei dir wenn:

  • dein Hund für dich wacht, wenn du nicht zu Hause bist (Vorausgesetzt, du erziehst ihn dazu, dass er auch mal bellen darf).
  • das Licht eingeschaltet ist und die Einbrecher nicht genau wissen können, ob jemand zu Hause ist oder nicht.
  • sie durch ein gut erkennbares Schild darauf hingewiesen werden, dass das Objekt durch eine Alarmanlage gesichert ist, die beim kleinsten Alarm sofort eine Meldung an eine Sicherheitsfirma weiterleitet.
  • der Eingangsbereich nachts beleuchtet ist.
  • sie erkennen, dass Schließanlagen von Türen und Fenstern auf dem neusten Stand sind.

Befriedung des eigenen Grundstücks

Zur Befriedung eignen sich:

  • Zäune
  • Mauern
  • Hecken

Wohnungseigentümer müssen in Bezug auf die Grundstücksbefriedung auf die Sachkenntnis der Wohnungsbehörde vertrauen, bei der sie die Miete zahlen. Oder sie können über einen Mieterverein selbst ihr Veto mit einbringen.

Hauseigentümer hingegen sind eigenverantwortlich in diesem und in vielen weiteren Sicherheitsaspekten.

Höhe, Breite und Beschaffenheit von Mauern und Zäunen unterliegen Normen und Gesetzen. Auch wenn es sich um dein Haus und dein Grundstück handelt, darfst du dieses Eigentum nicht eingrenzen wie du gerne möchtest.

Eine Festungsmauer mit einem Wassergraben um dein Haus zu ziehen, ist also in den meisten Fällen tabu. Mindestens solltest du jedoch eine Zaun oder eine Mauer nach legalem Recht um dein Grundstück anbringen.

Auch lebende Hecken eignen sich, um potenziellen Einbrechern den Zutritt und vor allem den Blick auf dein Privatgelände zu erschweren.

Hausschutz auf ländlichen Gegenden durch vergitterte Fenster
Hausschutz auf ländlichen und abgelegenen Gegenden: Vergitterungen an den Fenstern.

Sichere Fenster und Türen

Moderne Haustüren sind bruchsicher gegen Schläge und Tritte und sie sind mit komplexen Schließmechanismen ausgestattet.

Auch die sicherste Tür kann Hab und Gut nur dann schützen, wenn sie abgeschlossen wird.

In dieser Beziehung sind manche Bewohner nachlässig, weil sie ja nur einmal kurz den Müll herunter schaffen möchten.

Aufmerksame Diebe können selbst diesen kleinen Zeitraum nutzen, um sich Informationen für spätere Einbrüche zu verschaffen.

Moderne Fenster sind mit stabilem Doppelglas ausgestattet. Dieses kann bei physischer Einwirkung zwar trotzdem brechen. Ohne physische Gewalt lassen sich moderne Fenster jedoch kaum aushebeln.

Bricht das Fensterglas, werden Eigentümer oder (im Falle einer installierten Alarmanlage) die zuständige Sicherheitsfirma informiert.

Fenstergitter, Türgitter, Rollläden

Fenstergitter kommen aus der Mode. Niemand möchte hinter Gittern leben. Trotzdem gelten Fenstergitter immer noch zu den sichersten Präventivmaßnahmen gegen Einbrüche.

Das gilt auch für Haustüren mit Glaskomponenten. Liegen diese frei, können sich Diebe durch das Einschlagen solcher Schwachstellen leichteren Zugang zum inneren Schließmechanismus verschaffen.

Wer keine Gitter vor Fenstern und Türen mag, kann auf außenliegende Rollläden zurückgreifen. Werden diese heruntergelassen, können sie von außen nicht mehr in den Rollkasten zurück geschoben werden.

Fenster mit heruntergelassenen Rollläden sind somit sicher gegen (einfache) physische Angriffsattacken.

Sichere Schließanlagen

Auch kompliziert erscheinende Schlüssel moderner Türschlösser lassen sich bei jedem Schlüsseldienst nachmachen. Deshalb gilt als erste Regel, den Wohnungsschlüssel nie unbeobachtet in der Öffentlichkeit liegen zu lassen.

Schlüssel sollten sich stets sicher am Schlüsselbund und in der Hosentasche befinden.

Ist die Tür mit einem modernen Sicherheits-Schließmechanismus ausgestattet und der Schlüssel wird kopiersicher aufbewahrt, dann gilt auch die Schließanlage als ziemlich sicher.

Moderne und sichere Schließanlagen verfügen über:

  • Schlüssel mit schwer kopierbaren Schlüsselreliefs
  • mindestens zwei, besser drei Schließbolzen (oben, mittig und unten)
Sichere Schliessanlage an Haustür  zur Heimverteidigung
Heimverteidigung, Hausverteidigung mit sicheren Schließanlagen an Türen und Fenstern.

Verschiedene Arten von Alarmanlagen

Prinzipiell wird unterschieden zwischen:

  • Verkabelte Alarmanlagen (kaum noch verwendet, weil zu unsicher und nicht mehr zeitgemäß)
  • Über Funk gesteuerte Alarmanlagen mit Sensortechnik zur Selbstinstallation
  • Mit einem Sicherheitsdienst verbundene Alarmanlagen

Verkabelte Alarmanlagen

Verkabelte Alarmanlagen werden ausgelöst, wenn Kabel an Durchgangspunkten (Fenster, Türen) verbunden oder durchtrennt werden. Solche Alarmanlagen können leicht außer Betrieb gesetzt werden und gelten nicht mehr als sicher.

Über Funk gesteuerte Alarmanlagen mit Sensortechnik

Über Funk gesteuerte Alarmanlagen mit Sensortechnik können selbst oder von einer Firma installiert werden. Bewegt sich ein Objekt in den Sensorbereich, schaltet der Sensor eine Lichtquelle ein und/oder löst einen Alarm aus. Gleichzeitig kann über Funk ein Alarmsignal auf ein Smartphone weitergeleitet werden.

Mit einem Sicherheitsdienst verbundene Alarmanlagen

Mit einem Sicherheitsdienst verbundene Alarmanlagen gelten als die sichersten Alarmsysteme zum Schutz von Häusern und Wohnungen. Auch hierbei handelt es sich um Alarmanlagen, die über Funk gesteuert werden und mit Sensortechnik ausgestattet sind.

Im Unterschied zu anderen Alarmsystemen sind mit Sicherheitsdiensten verbundene Alarmanlagen rund um die Uhr mit einem Bereitschaftsdienst verbunden.

Wird über die Alarmanlage eine Störmeldung ausgelöst, leitet der zuständige Sicherheitsdienst sofortige Schritte zur Aufklärung des Sachverhalts ein.

Ablauf der Heimverteidigung im Falle eines ausgelösten Alarms:

  1. Sofortige Weiterleitung des Alarmsignals an den Sicherhitsdienst.
  2. Der Sicherheitsdienst meldet sich umgehend über das installierte Alarmsystem und erfragt einen Sicherheitscode.
  3. Bleibt der erfragte Sicherheitscode unbeantwortet oder ist falsch, werden sofortige Maßnahmen eingeleitet wie: Information des Hauseigentümers, Kontrolle des Wohnobjekts durch den Sicherheitsdienst oder/und Information zuständiger Behörden (Polizei).

Freie Waffen zur Selbstverteidigung

Zur Notwehr kann Heimverteidigung durch Waffen stattfinden, die vom Gesetzgeber als „freie Waffen“ deklariert sind.

Hierbei handelt es sich um:

  • Waffen, die frei und legal erhältlich sind.
  • Waffen die nicht illegal und somit verboten sind.
  • Freie Waffen, die du zur Selbstverteidigung besitzen oder/und mitführen darfst.
  • Waffen, die du legal erwerben darfst.
  • Waffen, die nach dem deutschen Waffenrecht in Deutschland gestattet sind.
  • Waffen, durch die du dich gegen Angriffe von Menschen, Hunden und anderen Tieren schützen kannst (darfst).
Legales Messer zur Heimverteidigung
Eignen sich Messer zur Heimverteidigung? Wenn ja, welche Messer sind legal und erlaubt?

Lesetipp: Das beste Survival Messer

Liste freier Waffen zur Hausverteidigung

Baseballschläger, Knüppel

Wohl die einfachste Möglichkeit, sich gegen Angriffe zu wehren. Ein massiver Knüppel oder Baseballschläger wirkt wie ein verlängerter Arm.

Bei akuter Gefahr kann der Baseballschläger über oder neben dem Türrahmen platziert werden. So ist er immer griffbereit.

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Reizgas, CS Gas

Es existieren verschiedene Abwehrgase. CS-Gas gehört zu den frei käuflichen Abwehrsprays. Es ist jedoch weniger effektiv als Pfefferspray.

Pfefferspray

Pfefferspray darf frei gekauft aber offiziell nur zur Tierabwehr mitgeführt werden. Hast du es sowieso dabei und nutzt es zur Notwehr gegen Menschen, bewegst du dich in einer Grauzone.

Steht der Angreifer vor der Tür, kannst du ihm mit dem Reizgas ins Gesicht sprühen und dann schnell wieder die Tür schließen. Hierdurch erlangst du einen Zeitvorsprung, der zum Telefonieren (Polizei) oder zur Flucht (aus einem Fenster) genutzt werden kann.

Elektroschocker

Auch Elektroschocker können in Deutschland frei erworben werden. Problem bei der Verwendung ist, dass du dich dem Angreifer unmittelbar nähern musst. Ist er jedoch bereits auf Armlänge, dann kann der Elektroschocker helfen, den Angriff abzuwehren.

Schreckschusswaffen

Um Schreckschusswaffen auf öffentlichem Gelände führen zu können, brauchst du in Deutschland mittlerweile einen „Kleinen Waffenschein“.

Der Erwerb von Schreckschusswaffen ist legal. Auch kannst du sie zur Heimverteidigung bei dir zu Hause aufbewahren.

Für das Füllen des Magazins stehen Knallpatronen oder CS Gas Patronen zur Auswahl, wobei letztere einen größeren Impact beim Angreifer hinterlassen.

Kubotan

Das Kubotan ist eine kleine Waffe, die du in der Hosentasche mitführen kannst. Hierbei handelt es sich um einen massiven langen Gegenstand, den du mit der Spitze auf bestimmte Druckpunkte des Angreifers schlägst.

Der Umgang mit dem Kubotan sollte praktiziert werden, um ihn im Ernstfall sicher und effektiv anwenden zum können.

Andere Gegenstände zur Verteidigung wie Ketten, Stühle, etc.

Im Notfall kannst du zur Heimverteidigung alle Gegenstände verwenden, die du in die Hände bekommst. Hierzu zählen vor allem Gegenstände, welche sich zum Schlagen oder Werfen eignen wie: Hocker, Stühle, Küchenutensilien, Ketten (Fahrradkette, Motorradkette), schwere Schlüsselanhänger, Flaschen, etc.

Sind Messer als Waffen zur Heimverteidigung geeignet?

Auch in deiner Küche befindet sich ein ganzes Waffenarsenal an Küchenmessern, Korkenziehern oder Gläsern, die du zerbrechen und als gefährliche Schnittwaffen oder Stichwaffen verwenden kannst.

Bist du in akuter Lebensgefahr, dann kann der Griff zum großen Küchenmesser den Angreifer davon abhalten, sich dir weiter zu nähern. Tut er es doch, muss er damit rechnen, durch das Messer verletzt zu werden.

Ist ein Teleskopschlagstock zur Heimverteidigung legal?

Das Führen eines Teleskopschlagstocks in der Öffentlichkeit ist gemäß § 53 WaffG nicht zulässig, also illegal. Der Erwerb jedoch ist für Personen ab dem 18. Lebensjahr in Deutschland erlaubt.

Wenn du einen Teleskopschlagstock kaufst, um ihn zu Hause aufzubewahren, bewegst du dich somit im legalen Rahmen. Verwendest du den Teleskopschlagstock im Rahmen der Notwehr gegen Einbrecher, dann gilt das zur Verteidigung deines Hausrechts.

Schrotflinte zur Heimverteidigung?

Über den Besitz entsprechender Waffenscheine ist die Aufbewahrung von unterschiedlichen Waffen zu Hause möglich. Hierzu zählen Jagdwaffen, Sportpistolen oder einfache Schrotflinten.

Für die Aufbewahrung einer Schrotflinte zu Hause ist nicht einmal ein Waffenschrank vorgeschrieben. Somit kann eine Schrotflinte im Extremfall auch zur Heimverteidigung dienen.

Jedoch leben wir hier nicht in Amerika sondern in Europa, wo durch Waffenscheine erlangte Waffen NICHT ihrem Zweck entfremdet werden dürfen.

Schrotflinten sind Schusswaffen zur Jagd von Kleinwild wie Wildkaninchen oder Vögel. Verwendest du eine Schrotflinte zur Heimverteidigung, kann das rechtliche Schritte gegen dich zur Folge haben.

Die Anschaffung von Jagdwaffen zur Heimverteidigung ist illegal.

Wann bin ich berechtigt, in Notwehr zu handeln?

Nach § 32 wird als Notwehr die Verteidigung bezeichnet, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von dir oder von anderen abzuwenden.

Demnach handelt diejenige Person, die in Notwehr handelt, nicht rechtswidrig.

Notwehr als Gegenwehr gegen rechtswidrige Angriffe ist als Rechtfertigungsgrund im Strafrecht verankert. Sie beschreibt das Recht von Personen, sich selbst oder andere vor einer rechtswidrigen und unmittelbaren Bedrohung zu schützen.

Eine Notwehrhandlung muss angemessen zur Bedrohung stattfinden und als notwendig erachtet sein, um vor dem Strafrecht als Notwehr zu gelten.

In der Praxis bedeutet das:

  • Einem potenziellen Einbrecher auf deinem Grundstück mit einem Schlagstock zu begegnen und ihn damit zu schlagen, um ihn wieder vom Eigentum zu verjagen, kann als Notwehr gelten.
  • Befindet sich der Angreifer noch vor deinem Grundstück, du gehst hinaus und schießt ihm vorsorglich ein Loch in die Stirn, um den Angriff abzuwenden, dann ist das Mord.

Was tun im Ernstfall bei Einbruch?

Die Antwort auf einen Einbruch muss situationsbedingt abgewägt werden.

Verschiedene Möglichkeiten von Einbrüchen:

  • Tagsüber
  • Nachts
  • Grund des Einbruchs: Diebstahl
  • Grund des Einbruchs: Gewalttat
  • Harmloser Einzeltäter
  • Gewaltbereiter Einzeltäter
  • Ein Täter
  • Mehrere Täter
  • Alarmanlage: Ja / Nein
  • Art der Alarmanlage
  • Lage des Wohnobjekts (abseits oder mit Nachbarschaft)
  • Wehrhaftigkeit des Eigentümers (gebrechliche Großmutter, schwangere Frau, Kampfsportler)

Schwächere Personengruppen wie ältere Menschen, Kinder, schwangere Frauen sollten im Falle eines bemerkten Einbruchs sofort zuständige Behörden informieren.

Prophylaxe ist das beste Mittel gegen Einbrüche. Hierzu gehören alle Punkte aus dem Kapitel Abschreckung.

Kommt es doch zum (versuchten) Einbruch, können sichere Schließanlagen und die Alarmanlage zur Heimverteidigung ausreichen.

Sind diese nicht vorhanden oder unzureichend, sollte zuerst überprüft werden, um welche Art von Einbruch es sich handeln könnte.

Handelt es sich um einen stümperhaften Dieb, der nur etwas Beute machen möchte und nicht bemerkt hat, dass sich jemand im Haus befindet, lässt sich dieser vielleicht durch Krach abhalten. Wenn er merkt, dass Bewohner im Haus sind, haut er ab.

Heimverteidigung bei Blackout

Als Blackout wird ein Stromausfall bezeichnet, der flächenübergreifend und über einen längeren Zeitraum stattfindet. Während so einer Ausnahmesituation kann es zum Zusammenbruch gewohnter Infrastrukturen kommen.

In gewissen Problemgegenden kann ein Blackout dazu führen, dass Menschen die Chance der allgemeinen Verwirrung nutzen, um kriminellen Aktivitäten nachzugehen wie Plünderungen oder Einbrüche.

Wer in solchen problematischen Wohnbezirken lebt, sollte sich bereits vor eines möglichen Blackout damit befassen, wie im Ernstfall reagiert werden kann.

In Bezug auf die Heimverteidigung bedeutet das, alle genannten Punkte aus dem Abschnitt Legale Mittel durchzugehen.

Weiterführende Inhalte zur Blackout-Vorsorge:

FAQ: Fragen und Antworten

Zusammenfassung

Ohne deine ausdrückliche Zustimmung hat niemand das Recht, dein Grundstück, dein Haus, deine Wohnung zu betreten.

Einbrechern und anderen Störenfrieden sind Gesetze egal. Deshalb sollten vor allem in Problemgegenden Wohnungen und Häuser vor unbefugten Personen geschützt werden.

Effektive Heimverteidigung beginnt beim Präventivschutz und endet bei deinem Recht auf Notwehr und Selbstverteidigung. Kommt es zu so einer Verteidigungssituation, können auch Waffen als Heimverteidigung zum Einsatz kommen.

Weiterlesen auf ousuca.com:

4 Kommentare zu „Die 7 effektivsten Heimverteidigung Methoden (100 % legal)“

  1. Ein Freund von mir hat zur Heimverteidigung Sportwaffen zu Hause. Ich finde interessant, dass man Luftgewehre bis zu einer gewissen Stärke frei erwerben kann. Man muss ja immerhin für Schreckschusswaffen einen Waffenschein haben.

    1. Ja, komische Waffengesetze haben wir. In Deutschland hatte ich früher eine Schreckschusspistole, als man noch keinen kleinen Waffenschein dafür brauchte. Und Luftgewehre besaß früher auch jeder auf dem Land. Das ist wohl auch heute noch so. Mit einem Luftgewehr kann mehr Schaden angerichtet werden, als mit einer Schreckschusswaffe. Immerhin kann damit jemandem das Auge ausgeschossen werden, was mit einer Schreckschusswaffe nicht geht.

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