Die 8 besten Alternativen zu Gasheizung & Ölheizung!

8 Alternativen zu Gasheizung und Ölheizung

Du ahnst es: Die beste Alternative zur Gasheizung ist NICHT die Ölheizung!

Genau betrachtet gibt es keinen allgemein gültigen Königsweg für die richtige bzw. beste Heizmethode. Zu unterschiedlich sind individuelle Gegebenheiten und Anforderungen.

In diesem Ratgeber findest du Alternativen zu Gasheizung und Ölheizung. Anhand der Vorteile und Nachteile der einzelnen Heizalternativen entscheidest du selbst, was am besten zu deinen Anforderungen passt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Peaks sind erreicht: Erdgas & Erdöl werden unbezahlbar
  2. Warum Gasheizungen und Ölheizungen nie die beste Alternative waren
  3. So kannst du sparen, wenn Gaspreise und Ölpreise steigen
  4. 8 Alternativen für den Umstieg / Wechsel
  5. Notfallheizungen
  6. Zusammenfassung

Peaks sind erreicht: Erdgas & Erdöl werden unbezahlbar

Hinter Gaskonzernen und Ölkonzernen stehen Lobbies, deren Aufgabe es ist, Gas und Öl in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als attraktive Energiequelle darzustellen.

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass der Peak gas (das Gasfördemaximum) um 2025 erwartet wird. Ab diesem kritischen Punkt können Fördermengen nicht weiter gesteigert werden. Grund hierfür ist, dass Erdgas eine fossile Ressource ist, die man nicht eben mal schnell neu erzeugen kann.

Ist das Gasfördermaximum erweicht, werden weltweit die Fördermengen zurückgehen und die Gaspreise werden ins Unermessliche steigen.

Zur Erinnerung: Das Gasfördermaximum wird bereits in 2025 erreicht!

Nicht nur beim Gas gibt es einen Peak sondern auch beim Erdöl. Hier spricht man vom Ölfördermaximum oder Peak oel. In Bezug auf das Ölfördermaximum sind sich Experten bis heute nicht einig, wann dieses erreicht wird oder ob es bereits erreicht wurde.

Der US-amerikanische Geophysiker und Geologe Marion King Hubbert prognostizierte schon im Jahr 1956, dass der Erdöl Peak im Jahr 2000 erreichte sei.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe stellte im Jahr 2019 fest, dass die weltweite Ölförderung im Jahr 2005 das höchste Plateau erreichte und seitdem stagniere.

Lobbyisten aus der Erdölindustrie malen selbstverständlich optimistischere Bilder und verschieben den Erdöl Peak in weite Ferne, außerhalb der Lebenszeit alter Vorstandsmitglieder in Ölkonzernen und Autoindustrie.

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Warum Gasheizungen und Ölheizungen nie die beste Alternative waren

Schon in den Sechzigern war bekannt, dass Öl und Gas begrenzte Ressourcen sind und bei immer steigenden Fördermengen irgendwann aufgebraucht sein werden.

Daraus ableitend konnten sich sogar Schulkinder ausmalen, dass die Fördermengen irgendwann weniger, die Preise für das weniger vorhandene und gleichzeitig kostbarerer Gut hingegen teurer würden.

Trotzdem bauten und bauen sich die Deutschen Gasheizungen und Ölheizungen ein, als wären die Ressourcen unbegrenzt.

Dann kam der Ukraine-Krieg im Februar 2022 und damit die große Angst vor Preisanstiegen, weil die Russen den Gashahn zudrehen könnten (oder deutsche Politiker selbst das Russengas boykottieren würden).

Ein Aufschrei ging durch die Gesellschaft: Die Politik ist schuld! Die Russen sind schuld! Öl und Gas sind schließlich ein Allgemeingut und der Preis kann nicht einfach steigen!

Zur Erinnerung: Durch die gleiche menschliche Ignoranz rottete die Menschheit im 19. Jh. fast die Wale aus. Da gierten die Menschen nach dem Walöl für ihre Ölkerzen.

Die Menschheit lernt eben nie dazu.

Schlussfolgerungen in 3 Stichpunkten:

  1. Ölheizungen und Gasheizungen waren NIE die beste Wahl.
  2. Es kann keine Preisgarantie auf eine endliche Ressourcen wie Gas oder Öl geben.
  3. Wer sich auf andere verlässt, muss damit leben, keine Kontrolle über Verfügbarkeit und Preisgestaltung zu haben.

So kannst du sparen, wenn Gaspreise und Ölpreise steigen

Heiztemperatur nach unten regulieren und Heizgeld sparen

Während ich im Winter in meiner Wohnung in Andalusien mit Hoody herumlaufe und mich auf dem Sofa mit einer Decke zudecke, werden in deutschen Wohnungen die Thermostate auf andalusische Sommertemperaturen hochgedreht.

Wenn ich im Winter in Deutschland zu Besuch bin, bekomme ich in den überheizten Räumen jedes Mal bald einen Hitzeschock.

Auf Island kann ich so ein Verhalten verstehen. Dort ist die genutzte Erdwärme nahezu kostenlos, weshalb Isländer die Fenster offen stehen lassen, auch wenn die Heizung auf Hochtouren läuft.

In Deutschland frage ich mich hingegen, wieso sich Deutsche einerseits über hohe Energiekosten beschweren, andererseits aber ihre Wohnungen auf Saunatemperaturen heizen, um dann im ärmellosen Hemd herumlaufen zu können.

In unserer Wohnung in Andalusien wird in der kalten Jahreszeit nur die Stube mit einer Elektroheizung etwas überschlagen. Bei Außentemperaturen von unter 10 Grad waren es letzten Winter in unserer Küche an manchen Tagen auch nur 10 Grad.

Man kann sich auch mal was anziehen und mit etwas Bewegung wird einem sowieso warm.

Natürliches Klima für Wohnungsklima nutzen

Im Zuge der weltweiten Klimaerwärmung wird es auch in Deutschland wärmer. Im Winter schneit es weniger, Schnee bleibt kaum noch liegen und so richtig knackig kalt wird es nur noch an wenigen Tagen.

An kalten Tagen und in den Nächten bleiben Fenster und Türen zu und kühlere Räume können zusätzlich mit Decken abgedichtet werden.

Kommt im Winter die Sonne raus und es ist wärmer, werden Fenster und Türen geöffnet und das wärmere Außenklima wärmt die Wohnung auf.

Genauso handhaben wir das auch in Spanien. Hier sind Wohnungen oft nur schlecht isoliert und Ölheizungen oder Gasheizungen kennt man nur aus dem Fernsehen.

8 Alternativen für den Umstieg / Wechsel

#1 Heizen durch Solarwärme

Sonnenlicht ist gratis. Scheint die Sonne, kann Sonnenenergie in Heizenergie umgewandelt werden. Hierfür braucht es nur Solarpanels, die auf dem Dach installiert werden, isolierte Leitungen und Energiespeicher in Form von Akkus.

Vorteile und Nachteile:

Für Photovoltaikanlagen gibt es Fördermittel und die Installation auf Eigenheimen ist schnell und einfach umzusetzen.

Nachteil ist, dass Solaranlagen nur funktionieren, wenn ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist. In vielen Teilen Deutschlands ist das in den Wintermonaten jedoch nur selten der Fall.

Weiterführende Lesetipps zu Solaranlagen:

#2 Kamin oder traditionelle Holzheizung

In Eigenheimen können Kamine oder Holzheizungen die Gasheizung oder Ölheizung ersetzen oder ergänzen. In vielen Häusern wurden in den letzten Jahrzehnten Holzheizungen entfernt, um Ölheizungen oder Gasheizungen einzubauen.

Im Zuge steigender Gaspreise und Heizölpreise beginnen nun viele Hausbesitzer, wieder einen Kamin oder Holzofen im Haus zu integrieren.

Vorteile und Nachteile:

Waren in einem Haus bereits Kaminheizung oder Holzofen integriert, kann der Einbau schnell umgesetzt werden. Handelt es sich um Neuinstallationen, dann sind hierfür Genehmigungen von der Feuerwehr einzuholen.

Das nötige Holz sollte bereits vor Wintereinbruch gekauft werden, da im Winter aufgrund der höheren Nachfrage die Preise für Brennholz nach oben nivellieren.

#3 Pelletheizung

Pelletheizungen werden von vielen Seiten als die beste Alternative zu Gasheizungen und Ölheizungen angepriesen. Sie arbeiten effizient und der Austausch ist im Vergleich zu anderen Heizsystemen relativ einfach und kostengünstig umsetzbar.

Vorteile und Nachteile:

Pellets werden oft aus gepressten Verpackungsmaterial-Abfällen gewonnen. Die Gewinnung von Pellets ist somit nachhaltiger als andere Heizmethoden und es ist auch nicht zu befürchten, dass das nötige Abfallmaterial für die Herstellung der Pellets irgendwann ausgeht.

Das Heizen mit Pellets gilt als CO2-neutral.

In Bezug auf die Pelletheizung überwiegen die Vorteile. Trotzdem sind auch Pellets nicht gratis und auch hier können die Preise schwanken und aufgrund höherer Nachfrage irgendwann nach oben korrigieren.

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#4 Wärmepumpenheizung

Die Nachfrage an Wärmepumpenheizungen ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Bereits im Jahr 2020 wurden über 140.000 Wärmepumpen in deutschen Haushalten installiert.

Bei der Wärmepumpenheizung werden keine fossilen Brennstoffe verfeuert und die Betriebskosten sind als gering einzuschätzen. Die Funktionsweise der Wärmepumpenheizung basiert auf der Nutzung von Umgebungswärme, wie aus Außenluft, Erdwärme oder Temperatur des Grundwassers.

Vorteile und Nachteile:

Neben der Pelletheizung zählt die Wärmepumpenheizung zu den vielversprechendsten Alternativen zu Gasheizungen und Ölheizungen. Für den Betrieb werden werden weder fossile noch erneuerbare Brennstoffe benötigt. Strom braucht die Wärmepumpenanlage jedoch trotzdem.

#5 Elektroheizung

Elektroheizungen kommen nie aus der Mode. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen und Größen. In Bezug auf die Heizleistung ist die Wattzahl zu beachten.

Um einen Raum von 20 bis 40 Quadratmetern zu beheizen, sollten entweder ein Elektroheizer von um die 1500 bis 2000 Watt oder zwei Elektroheizer dieser Wattzahl bereitgestellt werden.

Vorteile und Nachteile:

Die Anschaffung von Elektroheizungen ist vergleichsweise günstig und die Inbetriebnahme ist sofort möglich und kinderleicht umzusetzen.

Aufgrund steigender Energiepreise verursachen auch Elektroheizungen höhere Kosten. Deshalb sollte schon beim Kauf auf die Effizienz des Heizgerätes geachtet werden.

Elektroheizungen mit Öl gelten als effizienter als reine Elektroheizlüfter, da erstere die Wärme im Öl speichern können.

Kaufempfehlungen:

#6 Infrarotheizung oder Infrarotstrahler

Auch die Infrarotheizung ist eine Elektroheizung. Aufgrund ihrer Funktionsweise ist sie vor allem für das Bad oder andere Räume geeignet, wo die Heizung nur dann eingeschaltet wird, wenn man sie eben gerade benötigt.

Die Infrarotstrahlen der Infrarotheizung geben sofort nach dem Einschalten Hitze weiter auf Körper, die sich in direkter Nähe befinden. Aus diesem Grund werden Infrarotstrahler häufig in Bädern genutzt oder auf Terrassen von Bars und Kneipen, wo sie Gäste auch bei kalten Außentemperaturen dazu animieren, draußen sitzen zu bleiben.

Vorteile und Nachteile:

Infrarotheizungen benötigen keine Vorlaufzeit und geben gleich nach dem Einschalten die volle Hitzeenergie ab. Diese wird vor allem vom menschlichen Körper aufgenommen.

Wer sich schnell aufwärmen möchte, sollte sich einen Infrarotheizer kaufen.

Kaufempfehlung: Infrarot Hybridheizung (AMZ-Link)

#7 Brennstoffzellen und Blockheizkraftwerke (BHKW)

Brennstoffzellen erzeugen nicht nur Wärme sondern auch Strom, weshalb sie sich zur autarken Notfall-Stromversorgung eignen. Sie funktionieren durch chemische Reaktionen, die in Zellen stattfinden. Daher stammt auch die Bezeichnung Brennstoffzelle.

Brennstoffzellen älterer Generation können mit Erdgas betrieben sein. Modernere Brennstoffzellen funktionieren mit Biomethan.

Vorteile und Nachteile:

Moderne Brennstoffzellen funktionieren emissionsfrei mit Biomethan. Aufgrund der umweltfreundlichen Technologie können für den Einbau oder einen Wechsel Fördergelder beantragt werden.

Nachteil ist, dass ein Wechsel von Gasheizung oder Ölheizung auf Brennstoffzelle vergleichsweise aufwändig ist.

#8 Hybride Heizsysteme

Hybride Heizsysteme sind Kombinationen aus unterschiedlichen Heizsystemen. Für Menschen die sich noch unschlüssig sind, wie sie dauerhaft von ihrer Heizung mit fossilen Brennstoffen loskommen, kann die Hybridheizung den Übergang zu einer neuen Heizmethode ebnen.

So können z.B. Wärmepumpen mit einer Gasheizung oder die Ölheizung mit einer neu installierten Solarheizung kombiniert werden.

Vorteile und Nachteile:

Hybride Heizsysteme bieten den Vorteil, dass kein sofortiger Wechsel von einem Heizsystem auf ein anderes erzwungen werden muss.

Nachteil hierbei ist, dass man weiterhin, wenn auch in geringerem Maß, von fossilen Brennstoffen abhängt.

Notfallheizungen

Als Notfallheizungen können sämtliche Heizmöglichkeiten bezeichnet werden, die genutzt werden, wenn andere Heizsysteme ausfallen oder wenn Räume oder sporadische Aufenthaltsorte beheizt werden sollen wie Wintergärten oder Zelte.

Lesetipp: Im Ratgeber zu Zeltheizungen findest du alle mobilen Heizmöglichkeiten im Überblick.

Notfallheizungen im Überblick:

  • Mobile Ölheizungen
  • Gasheizstrahler
  • Transportable Ölradiadoren
  • Petroleumheizungen
  • Campingheizungen, Zeltheizungen
  • Improvisierte Heizung aus Kerzen (Kerzenheizung)
  • Heizkissen, Wärmekissen, Heizdecken
  • Hoboofen / Brenntonne (nur für Outdoor)

Zusammenfassung

Erdgas und Erdöl sind fossile Brennstoffe und nur in begrenztem Maß abbaubar. Irgendwann wird der Vorrat aufgebraucht sein.

Dieses Wissen ist nicht neu und auch nicht erst seit dem Ukraine-Konflikt im Februar 2022 bekannt. Bereits in den sechziger Jahren wurde vorausgesagt, dass das Ölfördermaximum im Jahr 2000 erreicht sein könnte.

Beim Erdgas sehen die Prognosen nicht besser aus. Auch hier ist das Gasfördermaximum erreicht.

Mit Blick auf Gasfördermaximum und Ölfördermaximum werden die Fördermengen in den kommenden Jahrzehnten weiter sinken und proportional hierzu die Preise fossiler Brennstoffe steigen.

Wer immer noch mit Gas oder Öl heizt, sollte sich jetzt nach Alternativen umsehen.

Hast du für dich die beste Alternative zur Gasheizung oder Ölheizung gefunden? Lasse auch andere davon wissen und schreibe einen Kommentar.

Weiterführende Inhalte:

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