EKA Swede 10 Taschenmesser & EKA Messerschärfer persönlicher Testbericht

EKA Swede 10 Taschenmesser Test
(Last Updated On: 16. Februar 2017)

Dies ist ein persönlicher Testbericht zum EKA Swede 10 Taschenmesser und zum EKA Messerschärfer mit Feuerstahl.

Wieso führe ich das EKA Swede 10 Taschenmesser und den EKA Messerschärfer mit Feuerstahl zusammen in einem Artikel auf, wo ich sie auch in einzelnen Artikeln hätte beschreiben können?

Der Grund liegt darin, dass ich den Messerschärfer im Wert von immerhin 37€ von EKA geschenkt bekommen habe, nachdem ich mich per E-Mail darüber beschwert hatte, dass sich das Emblem an meinem nagelneuen EKA Swede 10 Taschenmesser abgelöst hat. Und, dass ich es leider auch nicht mehr ankleben kann, weil es bei einer Wanderung im Wald verloren ging. Aber beginnen wir mal ganz von vorn. Und zwar mit der Frage, warum ich mich beim Kauf ausgerechnet für das EKA Swede 10 entschloss.

Mein Entschluss für das EKA Swede 10 Taschenmesser

Als Kind und Jugendlicher hatte ich meist ein Schweizer Taschenmesser dabei. Später stieg ich auf ein Bundeswehrtaschenmesser oder BW Taschenmesser* um, das ungefähr den gleichen Funktionsumfang hat wie ein Victorinox Spartan Offiziersmesser*. Das Bundeswehrtaschenmesser hatte bei mir wirklich viel auszuhalten. Auf einer achtmonatigen Tour durch Europa – von der ich etwa die Hälfte mit dem Fahrrad zurücklegte – hatte ich es täglich im Einsatz.

Ich gebrauchte es als Dosenöffner (Dosen öffnete ich meist mit der Klinge), Schnitzwerkzeug, Werkzeug für alle möglichen Reparaturarbeiten, zum Essen zubereiten und zum rauspicken der Kartoffeln aus der Lagerfeuerglut. Ich hatte es immer dabei. Solange, bis irgendwann die Klinge den Geist aufgab und am Schaft abbrach.

Bei der Suche nach einem geeigneten Ersatz entschied ich mich dann für ein Klappmesser mit Holzgriff der Marke Herbertz. Holzgriffe sind rutschfest und haben etwas uriges. Irgendwie bin ich altmodisch in der Beziehung. Aber Holzgriffe finde ich einfach geiler. Das Klappmesser kostete mich um die 40 Euro und ich hatte viele Jahre meine Freude daran. Bis es mir irgendwann mal bei einer Routinekontrolle der spanischen Verkehrspolizei weggenommen wurde, weil ich es am Körper trug und nicht separat aufbewahrte, so wie es in Spanien vorgeschrieben ist. Anzeige bekam ich keine. Das Herbertz Taschenmesser sah ich trotzdem nie wieder.

Warum ich mich für ein Klappmesser entschied und nicht für ein Multifunktionsmesser

EKA Swede 10 Klappmesser Test
Das EKA Swede 10 überzeugt durch hohe Klingenqualität und saubere Verarbeitung

Auf verschiedenen Touren hatte ich festgestellt, dass mich an einem Messer vor allem die Klinge interessiert. Und, dass ich notfalls auf allen anderen Schnickschnack verzichten kann. Mit einer guten Klinge mache ich alles. Ich brauche weder eine Säge, noch einen Korkenzieher. Denn mit einer guten Klinge schneide ich selbst dickere Äste durch. Und den Korken drücke ich zur Not mit dem Finger in die Flasche.

Ein Klappmesser mit feststellbarer Klinge ist etwas handfestes, mit dem man richtig gut hantieren kann. Eine feststehende Klinge wie z.B. beim Helle Alden ist natürlich noch besser. Aber die beste Alternative hierzu ist nun mal ein Klappmesser. Und welche Klappmesser haben die beste Klinge?

Genau: Schwedenmesser

Schwedenmesser wie die von der Firma Helle oder EKA geniessen weltweit besten Ruf. Das liegt zum einen an den traditionsreichen nordischen Messerherstellern selbst, die ihre Produkte seit jeher manuell zusammenbauen und zum anderen am berühmten 12C27er-Stahl des schwedischen Herstellers Sandvik. Der 12C27er-Stahl gilt als einer der besten Stahlsorten mit den besten Eigenschaften für Outdoor-Messer. Er ist rostfrei, hart aber bruchfest, hat eine hohe Schnitthaltigkeit (Widerstand der Schneide eines Messers gegen Abnutzung) und er lässt sich recht schnell auf Rasierklingenschärfe nachschärfen.

Der 12C27er-Stahl im Test

Gleich nach dem Auspacken nahm ich mein neues EKA Swede 10 natürlich genau unter die Lupe. In den Kundenbewertungen die ich mir vor dem Kauf durchlas, waren viele von der Schärfe des Messers beeindruckt. Einige verglichen es sogar mit der Schärfe eines Skalpells. Nach Erhalt meines EKA Swede 10 machte ich also den Rasiertest am Arm. Und tatsächlich konnte ich mir mit dem Messer out of the box problemlos die Haare am Unterarm abrasieren. Meine Freundin musste sich das mit ansehen und sie war es, die schliesslich sagte, dass ich endlich aufhören solle mir die Haare abzurasieren, da ich sonst bald glatte Unterarme hätte. Wäre sie nicht gewesen, hätte ich wahrscheinlich noch weiterrasiert. Die Schärfe ist wirklich beachtlich.

Ich konnte es kaum erwarten, das EKA Swede 10 nun endlich auch draussen auszuprobieren. Bald war es dann soweit. Auf einer Tour in einem nahegelegenen Naturpark hatte ich reichlich Gelegenheit, das Klappmesser zu testen. Ich schnitzte an verschiedenen Hölzern, erntete damit Kaktusfeigen und schnitt auch Brot und Wurst damit. Am Abend war das Messer noch genauso scharf wie an dem Moment, als ich es Tage zuvor aus der Verpackung holte. Nur etwas fehlte. Und zwar das Emblem.

Die Schwachstelle: Das Emblem

Als ich vor dem Kauf die Rezensionen zum EKA Swede las, fielen mir auch einige Bewertungen auf, wo Kunden sich darüber beschwerten, dass ihnen das Emblem am Griff abgefallen sei, da sich der Kleber abgelöst hatte. Im Prinzip ging es mir bei meiner Kaufentscheidung ja um die hochgelobte Klinge und nicht um das Emblem. Falls es bei meinem Messer abfallen würde, dann würde ich es eben wieder ankleben oder die Stelle sauber polieren.

Als ich nach dem Zurückkommen von meiner ersten Tour mit dem Messer feststellte, dass das Emblem tatsächlich fehlte, war ich trotzdem verärgert. Als ich dann merkte, dass das Emblem wahrscheinlich im Wald verloren ging und ich es nicht wiederfinden würde, da war ich dann noch etwas verärgerter. Und als ich schliesslich die überdimensionale Einfräsung mit Kleberresten an der Griffschale sah – dort wo sich einst dieses sinnlose Emblem befand – und die man nicht mal eben hätte wegretuschierten können, da war ich dann richtig sauer.

Die Firma EKA fertigt seit 1882 Messer. Es geht mir nicht in den Kopf, wie eine Traditionsfirma mit jahrhundertelanger Erfahrung bei einem Qualitätsprodukt wie dem EKA Swede 10 ein solches Murksemblem einbauen kann. Ich suchte die Website der Firma und erläuterte EKA via E-Mail mein Unverständnis über dieses sinnlose Emblem, was bei aller Sinnlosigkeit für den stolzen Preis dieses Messers wenigstens ordentlich befestigt sein könnte.

Prompt bekam ich Antwort und man beteuerte mir, dass es sich wohl um einen Produktionsfehler handeln müsse. Man bot mir an, mir ein Ersatzemblem zukommen zu lassen und als kleines Geschenk zur Versöhnung einen Messerschärfer. Ich dankte für die schnelle Antwort und heute bekam ich schliesslich die versprochenen Sachen.

Bevor ich auf den mitgelieferten Messerschärfer eingehe, schauen wir uns aber noch einmal die Details zum EKA Swede 10 Klappmesser an:

Einige Daten zum EKA Swede 10

Hersteller / Modell:EKA / Swede 10
Stahl:Sandvik 12C27er-Stahl
Griffschalen:Bubingaholz, braun
Gesamtlänge (geöffnet): 21 cm
Klingenlänge: 9 cm
Länge im geschlossenen Zustand: 12 cm
Gewicht: Etwa 182 g
Verschlussmechanismus: Backlock mit Rückenfeder
Im Lieferumfang enthalten: EKA Swede 10, Nylonetui, Lanyardschnur
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Verarbeitung des Messers

Optik

Bis auf das lose Emblem lässt sich nichts Negatives über dieses Messer sagen. Es ist wirklich sehr sauber verarbeitet. Nach dem Einrasten der Klinge spürt man keinerlei Grat an der Klingeneinfassung. Weder im aufgeklappten noch im verschlossenen Zustand. Auch die Fugen sind alle sehr passgenau.

Messeretui des EKA Swede 10
Messeretui des EKA Swede 10 mit elastischer Gummiarretierung

Griffschalen aus Bubingaholz

Als bekennender Holzgriffschalen-Fan gefallen mir die Griffschalen des EKA Swede gut. Sie reissen mich nicht vom Hocker. Aber sie liegen gut in der Hand und sie bilden mit ihrer dezenten Maserung einen angenehmen Kontrast zum Sandvik Stahl.

Messeretui aus Nylon

Im Preis enthalten ist ein Messeretui aus Nylon. Vorgängermodelle kamen mit einem Lederetui. Und auch das jetzige Nylonetui ist überarbeitet. Denn im Gegensatz zu seinem Vorgänger hält es das Messer nicht über einen verschliessbaren Deckel im Etui sondern Dank eines elastischen Gummibandes.

Die Verarbeitung des Etuis ist hochwertig. Und auch die Gürtelschnalle für die Befestigung macht einen stabilen Eindruck. Ich trug das Messer bis jetzt auf mehreren Touren in diesem Etui mit mir herum und es sitzt wirklich sicher darin. Auch wenn ich es nicht vermeiden kann, immer mal wieder nachzufühlen, ob das Messer noch an seinem Platz ist. Denn ein verschliessbarer Deckel scheint mir nach wie vor sicherer.

Funktionalität

Der Backlock funktioniert einwandfrei. Die Klinge sitzt selbst nach mehrmonatiger Verwendung bombenfest im Schaft. Man muss schon etwas ziehen, um die Klinge öffnen zu können. Geschickte und grosse Hände schaffen es, die Klinge auch einhändig zu öffnen. Aufgrund der Verletzungsgefahr, sollte man jedoch immer beide Hände verwenden. Womit wir auch schon bei der Schärfe wären.

📌 Vorsicht: Extrem scharf

Das EKA Swede 10 kam bereits sauscharf angeliefert. Nach Erhalt meines Trostgeschenks – dem EKA Messerschärfer – habe ich diesen natürlich gleichmal an meinem Sandvik 12C27er-Stahl ausprobiert. Was soll ich sagen? Geht noch schärfer als sauscharf? Man kann sich wirklich damit rasieren.

Fazit

Das mit dem Emblem hat mich wirklich geärgert und ich verstehe es bis heute nicht, warum man bei so einem geilen Messer so eine Schwachstelle einbauen kann. Trotzdem habe ich meinen Kauf nicht bereut. Denn erstens habe ich ja nun dank des guten Kundenservice von EKA ein neues Emblem und zweitens ging es mir von vornherein um die Klinge. Und in dieser Hinsicht sind meine Erwartungen sogar übertroffen wurden. Von daher gebe ich für dieses Messer eine glasklare Kaufempfehlung.

Testbewertung: 4 Stars – Den einen Stern Abzug gibt es wegen dem Emblem. Falls EKA dieses Ärgernis irgendwann endgültig beseitigen sollte, dann gebe ich 5 Sterne.

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Noch ein paar Worte zum geschenkten Messerschärfer. Denn der hat mir wirklich gut gefallen:

EKA Messerschärfer mit Keramik Hartmetallschärfer und Feuerstarter

EKA Messerschärfer mit Keramik Hartmetallschärfer
EKA Messerschärfer mit Keramik Hartmetallschärfer & Feuerstein und Feuerstahl

Gekauft hätte ich mir das Ding wahrscheinlich nicht. Denn für einen Messerschärfer einen stolzen Preis um die 30 Euro auszugeben, wäre mir bisher nicht in den Sinn gekommen. Um so mehr freute ich mich über dieses unerwartete Geschenk. Das war wie Weihnachten.

Der EKA Messerschärfer ist ein richtig geiles Gerät. Nachdem ich mein EKA Swede 10 auf Rasierklingenschärfe hatte, nahm ich mir gleich die Küchenmesser vor. Richtig scharfe Messer sind schon ein Stück Lebensqualität.

Bisher nutzte ich zum Schleifen entweder einen Schleifstahl oder einen Schleifstein und Wasser. Erstere haben oft eine kurze Lebensdauer und bei manchen schleift man sich buchstäblich einen Wolf. Und ein Schleifstein ist immer eine etwas schmutzige Angelegenheit, auf die man nicht immer Lust hat.

Produktbewertung: 5 Stars

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Mit dem EKA Messerschärfer zieht man die Klinge einfach ein paar mal durch und schon kann man sich damit rasieren. Der Carbit-Schärfer ist für das Grobe zuständig und nimmt richtig Material weg. Der Keramik-Schleifer zieht die Klinge noch einmal fein. Das Gehäuse ist mit einer gut griffigen Gummischicht überzogen. Ein integrierter Feuerstein und ein herausziehbarer Feuerstahl machen den EKA Messerschärfer noch Outdoor-tauglicher. Im Gehäuse ist ein Edelstahl-Reflexionsspiegel mit eingraviertem Morsealphabet eingearbeitet. So kann er auch in Notsituationen Verwendung finden.

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