Wasserdichtes Outdoor Equipment: Beste wasserdichte Outdoor Materialien und Ausrüstung

Wasserdicht

Der Begriff Wasserdicht hat gerade im Outdoor Bereich allergrösste Bedeutung. Denn Outdoor heisst Draussen. Und draussen sind wir dem Wettergott ausgesetzt. Dank neuster Technologien und Materialien brauchen wir uns aber heute selbst bei dem miesesten Regenwetter nicht mehr zuhause einzugraben. Denn hochgradig wasserdichte Materialien halten uns und unser Equipment zuverlässig trocken!

Wasserdicht: Definition

Wasserdicht oder Wasserdichtigkeit bedeutet, dass ein Material die Eigenschaft besitzt, das Eindringen von Nässe und Feuchtigkeit zu verhindern. Im Prinzip ist es nicht schwer, etwas 100% wasserdicht zu bekommen. Schliesslich sind Kunststoffplanen wasserdicht. Man müsste also die Sachen die man wasserdicht bekommen möchte nur ausreichend in wasserdichtes Material einwickeln und die Enden gut verschliessen und versiegeln, so dass auch hier keine Feuchtigkeit eindringen kann. In der Praxis gestaltet sich der Schutz gegen die Nässe jedoch häufig etwas komplizierter. Auch ist es nicht immer nötig, dass etwas 100% wasserdicht ist. Und es kann sogar unwirtschaftlich sein und Nachteile mit sich bringen, eine völlige Dichtigkeit anzustreben. Das ist z.B. bei wasserdichter Kleidung der Fall, die zwar wasserabweisend oder wasserdicht sein soll aber auch atmungsaktiv. Denn sonst wäre man ja gegen Nässe von aussen geschützt, würde aber von innen im eigenen Saft schmoren.

#1 Wasserdichte Kleidung

Hardshell Kleidung gilt als besonders wasserdicht. Und das Beste daran ist, dass diese Kleidung dabei sogar völlig winddicht und auch atmungsaktiv ist. Hardshells werden oft aus GORE-TEX®-Funktionsmaterialien hergestellt. Die Aussenschicht besteht dann aus wasserfestem Polyamid und Polyester. Innen ist diese besondere Outdoor Kleidung aus Nylon und Polyester gefertigt. Zusätzlich werden die Aussenmaterialien von Hardshell Kleidung zusätzlich oberflächenbeschichtet (laminiert). Und natürlich sind auch die Nähte und Reissverschlüsse versiegelt, so dass selbst an diesen Stellen keine Nässe nach innen dringen kann. Aufgrund ihrer absoluten Wasserresistenz finden Hardshells Verwendung bei Regenjacken, Anglerausrüstung, Segelequipment und anderer Wassersportbekleidung.

Eigenschaften von Hardshell Kleidung

  • 100% wasserdicht
  • Absoluter Schutz gegen Wind und Sturm
  • Atmungsaktiv
  • Findet als äußere Bekleidungsschicht Verwendung

Das Pendant zu den Hardshells sind die Softshells. Auch Softshells sind bis zu einem gewissen Grad wasserabweisend. Jedoch sind sie oft nicht 100% wasserdicht. Das liegt in der Natur der Sache. Denn Softshells sind Funktionstextilien, dessen Material sich oft aus zwei oder drei laminierten Membranschichten zusammensetzt. Softshells bieten Schutz gegen Wind und auch einen gewissen Schutz gegen Nässe, sie sind sehr leicht und können im Rucksack auf ein minimales Packmass zusammengestaucht werden. Deshalb werden sie gerne bei Outdoor Aktivitäten wie Wandern, Trekking oder anderen Outdoor Sportarten verwendet. Auch werden sie gerne als Funktionskleidungstücke im Alltag und im Beruf getragen.

Eigenschaften von Softshell Kleidung

  • Bis zu einem gewissen Grad wasserabweisend
  • Luftdurchlässig und atmungsaktiv
  • Sehr beweglich (elastisch)
  • Leicht
  • Wird vor allem als schützende mittlere oder äußere Bekleidungsschicht getragen und findet in Kombination mit Hardshells Verwendung

#2 Wasserdichte Schuhe

Es gibt nichts schlimmeres als nasse und kalte Füsse. Vor allem dann, wenn man auf einer mehrstündigen oder gar mehrtägigen Trekking Tour unterwegs ist und das Wetter keine Anzeichen für eine baldige Besserung macht. Dann läuft man nicht nur den ganzen Tag in den nassen Latschen herum, sondern im schlimmsten Fall muss man am nächsten Morgen wieder in die nassen Schuhe schlüpfen, weil sie in der Nacht im Zelt nicht vollständig trockneten. Deshalb sind wasserdichte Schuhe ein absolutes Muss für alle Outdoor Aktivitäten, die bei nassem Wetter stattfinden.

Wasserdichte Schuhe sind entweder direkt aus wasserdichten Materialien wie GORE-TEX® gefertigt oder aus einer Anzahl unterschiedlicher Materialien, die entweder selbst wasserdicht sind oder durch spezielle Imprägnierung wasserdicht gemacht wurden. So können wasserdichte Schuhe auch aus Leder gefertigt sein, welches durch eine spezielle Behandlung kein Wasser mehr aufnimmt und durchlässt. Die Sohlen wasserfester Schuhe sind meist aus Gummi und die Innenmaterialien aus Synthetik.

➡ Hier geht’s weiter zu den wasserdichten Trekkingschuhen und Trekkingstiefeln

#3 Die Wassersäule

Definition

Ein Druck von 1 Meter Wassersäule ist definiert als derjenige Druck, der dem hydrostatischen Druck in 1 Meter Wassertiefe entspricht, das Wasser hat der Definition nach exakt die Dichte 1000 kg/m³ (was nur minimal mehr als die Dichte reinen Wassers bei einer Temperatur von 4 °C ist).

Die Dichte des Wassers ist abhängig von seiner Temperatur. Daher ist die Wassersäule als Masseinheit nicht 100% genau. Denn schon bei 20 °C weicht die Dichte merklich von 1000 kg/m³ ab. Bei höheren Temperaturen wird die Abweichung sogar noch stärker. Deshalb ist die Wassersäule seit dem 1. Januar 1978 in der Bundesrepublik Deutschland keine gesetzliche Einheit mehr. Trotzdem findet sie immer noch Verwendung im Sanitärbereich, beim Orgelbau, in der Industrie und bei der Angabe der Dichtigkeit von Zelten. Auch einige sehr hochwertige und wasserresistente Outdoor Kleidungsstücke wie die Carinthia TRG Jacket Tactical Multicam (Wassersäule von 10.000 mm) weisen anhand der Wassersäule auf ihre Wasserundurchlässigkeit hin.

#4 Wasserdichte Zelte

Zelte bieten Schutz gegen äussere Witterungsbedingungen und sind deshalb in den meisten Fällen wasserdicht. Es gibt einige Ausnahmen. So gibt es Ultraleichtzelte die nur eine geringe Wasserresistenz aufweisen, jedoch nicht für unsere Breitengrade geeignet sind. Wer sich für den normalen Gebrauch in Europa und den Rest der Welt ein Zelt zulegt, der wird darauf achten, inwieweit das Zelt der Wahl wasserdicht ist. Um sich der Waterproof-Eigenschaften eines Zeltes zu vergewissern, sollte man vor allem auf die angegebene Wassersäule des Modells achten und natürlich auch die Online Bewertungen verifizierter Käufer lesen. Wassersäulen zwischen 3000 mm bis 5000 mm gelten als ausreichend. Nach oben darf’s natürlich immer mehr sein. Jedoch gibt nicht nur die Wassersäule Auskunft über die Wasserresistenz eines Zeltes. Zusätzlich sollten die Nähte und Reissverschlüsse gut versiegelt sein. Und auch die Bodenplane sollte weit genug hinaufreichen, so dass auch bei einem starken Platzregen (falls dadurch das Wasser auf dem Zeltplatz ansteigt) das Wasser nicht von unten ins Zelt hineindringen kann.

#5 Wasserresistente Uhren

Die meisten Outdoor Uhren sind wasserresistent oder wasserdicht. Jedoch sollte man sich vor einem Bad im See mit der Uhr versichern, inwieweit die Uhr wirklich Waterproof ist. Viele Uhren sind nur wasserresistent gegen Spritzwasser. So macht ihnen etwas Regen nichts aus. Auch zum Duschen oder zum Geschirr spülen kann man sie am Arm lassen. Zum Baden sollte man sie jedoch abnehmen. Die Wasserresistenz von Outdoor Uhren wird mit der Tauchtiefe oder dem Druck in Bar angegeben. Mit einer Uhr die bis 20 Meter wasserfest ist, kann man getrost schwimmen gehen. Es gibt auch Uhren mit noch höherer Dichtigkeit. Unter den verschiedenen Herstellern haben sich vor allem Casio Uhren einen Namen für ihre Dichtigkeit gemacht.

#6 Wasserdichte Smartphones

Einem Bekannten ist mal auf einer Poolparty sein neues iPhone 6 in den Pool gefallen. Er sass gerade am Rand und ich war im Wasser. Ich tauchte hinunter und beim Versuch das Smartphone in die Finger zu bekommen, schob ich es nur noch tiefer in den Pool. Beim zweiten Anlauf bekam ich es schliesslich zu fassen. Das iPhone war wohl mindestens 2 Minuten unter Wasser. Und das in einer Tiefe von ca. 1,50 m. Nachdem wir das iPhone aus dem Wasser herausgefischt hatten, legten wir es in trockenen Reis und in die Sonne. Es ist unglaublich, aber das iPhone lief nur wenige Stunden später wieder völlig normal und läuft immer noch. Mit meinem eigenen iPhone würde ich es trotzdem nicht probieren.

Smartphones werden immer ausgereifter und auch immer resistenter. Ein paar Regentropfen dürften wohl den wenigsten Modellen etwas ausmachen. Wer viel draussen unterwegs ist, kann über den Erwerb eines speziellen Outdoor Handys nachdenken. Diese sind jedoch meist klobig. Auch möchten nur die wenigsten Geld ausgeben, um noch ein Handy zu haben, was sie dann nur draussen benutzen. Die beste Alternative um ein Smartphone wasserdicht zu bekommen, ist, sich eine entsprechende wasserdichte Hülle zu kaufen oder das Handy Outdoor so gut im Rucksack oder in der wasserdichten Jacke zu verstauen, dass es vor Feuchtigkeit geschützt ist. Regenwasser und Seewasser ist weniger gefährlich als Salzwasser. Das ist wahrscheinlich auch ein Grund dafür, dass das iPhone meines Kumpels das Bad im Pool überlebt hat. Denn er war mit Süsswasser gefüllt.

#7 Wasserresistente Rucksäcke

Ein Outdoor Rucksack sollte in jedem Fall wasserresistent und am besten sogar komplett wasserdicht sein. Denn im Rucksack befinden sich alle Utensilien, die wir unterwegs benötigen. Auch hier gilt, dass nicht nur das Material an sich wasserdicht sein soll, sondern auch die Verarbeitung muss hochwertig sein. Das heisst, dass Nähte, Reissverschlüsse und andere Schwachstellen am Rucksack ausreichend versiegelt sind, so dass sich auch bei anhaltendem Regen keine Nässe ins Rucksackinnere vorschleichen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will, der kauft sich eine Dose Imprägnierspray und imprägniert seinen Rucksack zusätzlich.

➡ Hier geht’s weiter zu den wasserdichten Outdoor Rucksäcken

#8 Wasserdichte Kameras

Zu den bekanntesten wasserdichten Kameras gehört die GoPro. Ich besitze selbst seit Jahren eine GoPro Hero und bin immer noch begeistert. Die GoPro kann mit oder ohne wasserdichtes Schutzgehäuse verwendet werden. Spektakuläre Aufnahmen macht die GoPro Outdoor Kamera mit oder ohne Gehäuse gleichermassen. Den einzigen Vorteil den man ohne Gehäuse verzeichnen kann, ist die klarere Audioqualität. Befindet sich die Kamera im Gehäuse, ist sie 100% wasserdicht. Sie ist so wasserdicht, dass man damit tauchen und die Fische unter Wasser fotografieren oder filmen kann. Die GoPro Kamera ist nicht nur wasserdicht sondern eine Unterwasserkamera.

#9 Regenjacken & Regenmäntel

Wasserdichte Regenjacken nehmen im Rucksack nicht viel Platz in Anspruch. Jedoch sind sie von der Nützlichkeit her kaum zu übertreffen. Regenjacken und Regenmäntel gibt es in den unterschiedlichsten Längen und Ausführungen. Manche Regenjacken sind nur knielang. Das hat den Nachteil, dass Regenwasser, welches über die Regenjacke am Körper hinabläuft, auf die Knie und den unteren Teil der Hosen tropfen kann. Auch Spritzwasser von unten und der Regen gelangen so direkt auf die Hose. Ich besitze selbst eine knielange Regenjacke und benutze sie bei leichtem Regen oder bei Sommerregen, wenn ich sowieso kurze Hosen trage. Bei starken Regenfällen bevorzuge ich eine lange Regenjacke, die bis weit über die Knie hinausreicht und somit den besten Schutz bietet.

Für lange Trekking Touren und für Backpacker eignen sich besonders weite Regenponchos. Sie sollten bestenfalls sogar eine Nummer grösser gewählt werden, so dass sie nicht nur den Körper sondern auch den Rucksack gleich mit schützen. Ein Regenponcho ist wie ein schützendes Haus, in das man sich bei Regen zurückziehen kann. Bei der Auswahl für einen passenden Regenschutz sollte man deshalb nicht vorrangig auf den Preis achten sondern vielmehr auf den Nutzen.

#10 Der richtige Imprägnierschutz

Als ich zu meinen ersten Reisen aufbrach, nutzte ich viel Bundeswehrmaterial wie Bundeswehrschlafsack, Bundeswehrhosen und eine Bundeswehrplane die ähnlich wie ein gutes Tarp vielseitig verwendet werden konnte. Diese Bundeswehrutensilien waren meist aus Baumwolle und sehr angenehm zu tragen. Leider wogen sie auch um einiges mehr als moderne Materialien und ihr grösster Nachteil war wohl die Nichtresistenz gegen Feuchtigkeit. Eng gewebte Baumwollmaterialien wie meine Bundeswehrplane hielten bereits einiges an Nässe ab. Und als Tarp verwendet und straff gespannt konnte so eine Plane sogar für eine ganze Nacht einen trockenen Schlafplatz bieten. Um die Wasserundurchlässigkeit der Bundeswehrmaterialien zu erhöhen, imprägnierten wir damals die Sachen. Auch heute bieten Imprägniersprays immer noch eine gute Alternative für den Nässeschutz im Outdoor Sektor. Zudem sind Imprägniersprays heute noch effektiver als damals. Imprägniert wird immer im Freien. Und nach dem Imprägnieren sollten die Sachen einige Stunden zum Austrocknen hängen bleiben. Zum Imprägnieren eignet sich eigentlich alles. So kann z.B. bei Trekking Schuhen, Zelten, Planen, Jacken und sogar bei Hosen durch Imprägnierspray eine höhere Wasserundurchlässigkeit erzielt werden.


Wasserdichtes Equipment für Outdoor Sportarten

Auch beim Outdoor Sport wie Joggen, Radfahren oder Trekking haben wir gerne trockene Füsse, trockene Klamotten und trockenes Equipment. Um während des Sports wichtige Utensilien wie das Smartphone trocken zu halten, eignen sich Drybags. Hier passt alles rein, was nicht nass werden darf. Drybags sind klein aber sehr nützlich. Equipment das wir am Körper tragen wie z.B. Sportuhren, sollte von sich aus wasserdicht sein, so dass wir uns voll darauf verlassen und uns 100% unserer sportlichen Aktivität widmen können.

 Hier gehts zu den wasserdichten Fitnesstrackern und Sportuhren

Fazit

Wasserdichte Materialien und wasserdichte Ausrüstung sind im Outdoor Bereich von grösster Bedeutung. Die Wassersäule kann ein guter Anhaltspunkt sein, um die Wasserresistenz eines Produkts zu bestimmen. So ist bei Zelten eine Wassersäule von 3000 mm bis 5000 mm bereits ein gutes Maß. Jedoch ist nicht nur die Wasserresistenz eines Materials ausschlaggebend sondern auch seine Verarbeitung. Auch Nähte, Reissverschlüsse und andere Schwachstellen sollten ausreichend versiegelt sein, so dass auch hier keine Nässe eindringen kann. Trekking Touren machen nur mit trockenen und warmen Füssen Spass. Wasserfeste Trekking Schuhe sind daher ein Muss. Utensilien wie Handys oder Kleidung die nicht wasserdicht sind, werden unterwegs im wasserdichten Rucksack aufbewahrt.

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