Bester Outdoor Wasserfilter für Trekking, Camping & Survival: Der Sawyer Mini im Test

Bester Outdoor Wasserfilter
(Last Updated On: 9. April 2018)

In diesem Artikel stelle ich dir den wohl besten Outdoor Wasserfilter vor, den es momentan zu kaufen gibt.

Mit ca. 56 Gramm Gewicht eignet sich der Sawyer Mini Outdoor Wasserfilter optimal für alle Outdooraktivitäten wie Trekking, Camping oder Survival.

Der Sawyer Mini im Test

Auf einer fünftägigen Winter-Trekkingtour bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt im grössten Naturpark Spaniens testete ich neben anderem Outdoor Equipment den Sawyer Mini ausgiebig.

Die ganzen 5 Tage bezog ich mein Trinkwasser ausschliesslich über den Sawyer Mini.

Trotz kleiner Schwächen hat mich dieser handliche Wasserfilter überzeugt. Ausführliche Infos über die Stärken und Schwächen des Filters erhältst du weiter unten in diesem Artikel.


 

AUTORENTIPP: Bester Outdoor Wasserfilter für Trekking, Camping und Survival – Sawyer Mini mit Squeeze System

Bester Outdoor Wasserfilter
Der Sawyer Mini in Spezial Edition (Camouflage) mit Squeeze System.

Gewicht (Filter): Ca. 56 Gramm

Preis:  Bei Amazon ansehen

5 Tage testete ich den Sawyer Mini und bezog mein Trinkwasser aus Bächen, Rinnsalen, Pfützen und sogar aus einer Tiertränke. Der Sawyer Mini scheint mit allem fertig zu werden.

Der Sawyer Mini ist der beste Outdoor Wasserfilter, wenn du auf Wanderungen oder auf mehrtägigen Trekkingtouren dein Wasser unterwegs filtern möchtest.

Er wiegt weniger als 60 Gramm und selbst mit Wasserbeutel (Squeeze System) passt er bequem in die Jackeninnentasche deiner Outdoorjacke.

Im Lieferumfang des Sawyer Mini sind der Trinkwasserfilter enthalten, welcher mit einem effektiven Hohlfasermembran-Filter ausgestattet ist, ein Wasserbeutel zum Aufschrauben, ein Kunststoff-Trinkhalm und eine Reinigungsspritze.

Funktionsweise des Sawyer Mini

Über einen mitgelieferten Trinkhalm kannst du im Prinzip direkt aus jeder denkbaren Wasserquelle trinken. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass das Trinken aus dem aufgeschraubten Wasserbeutel umstandsloser funktioniert.

Im Vergleich zu anderen Wasserfiltern die mit Aktivkohle funktionieren wie bspw. der Brita Wasserfilter musst du beim Sawyer Mini vor dem ersten Gebrauch nicht erst Wasser durchlaufen lassen. Nach dem Auspacken kannst du mit dem Sawyer Mini sofort ins Gelände gehen und dein Trinkwasser filtern.

Auch wenn du mit diesem Outdoor Wasserfilter problemlos aus Wasserquellen in der Natur dein Wasser filtern kannst, so versteht es sich natürlich von selbst, dass du trotzdem mit einem gesunden Mass an Vorsicht ans Werk gehen solltest.

So eignen sich fliessende Gewässer allemal besser als stehende Tümpel oder gar Pfützen. Wenn das zu filternde Wasser allzu sehr verschmutzt ist, dann solltest du es vor dem Filtern mit dem Sawyer mithilfe eines Tuchs noch einmal vorfiltern um den Sawyer Mini nicht unnütz mit Partikeln zu verstopfen.

⇒ Wichtig: Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht einfrieren lassen

Während meiner Trekkingtour mit dem Sawyer fielen die Temperaturen nachts weit unter Null Grad. Wenn Restwasser in den Poren des Sawyer Mini gefriert, dann kann der Filter beschädigt werden. Da wir auch draussen schliefen, nahm ich den Filter nachts mit in den Schlafsack. Und selbst tagsüber liess ich ihn stets in der Jackeninnentasche. Wenn du lange deine Freude am Sawyer Mini haben möchtest, dann solltest du bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt genauso verfahren.

Das Squeeze System: Wasserbeutel plus Filter

Als Squeeze System wird beim Sawyer Mini das Zusammenspiel zwischen dem eigentlichen feinporigen Filter und den aufschraubbaren und sehr robusten Wasserbeuteln bezeichnet. Ein Exemplar eines solchen Wasserbeutels war bei der Bestellung meines eigenen Sawyer Mini bereits im Lieferumfang enthalten.

Sawyer Mini Wasserfilter und Zubehör
Der Lieferumfang des Sawyer Mini Wasserfilter: Sawyer Mini, Trinkschlauch, Squeeze Beutel und Reinigungsspritze.

Wenn du auf deiner geplanten Tour nur an wenigen Wasserquellen vorbeikommst, dann kann es empfehlenswert sein, dass du mehrere solcher Beutel mit einpackst. Die zusätzlichen Squeeze System Wasserbeutel kannst du einfach gemeinsam mit der Bestellung deines Sawyer Mini in den Warenkorb packen.

Ein Squeze System Beutel hat übrigens ein Volumen von 16 Unzen, was ca. 470 ml gleichkommt.

Zum Auffüllen schraubst du den Deckel vom Squeeze Wasserbeutel und füllst den Beutel dann einfach auf. Wenn sich der Beutel in fliessenden Gewässern unter Wasser leicht zusammendrückt, dann kannst du durch leichten Druck auf die Seiten den Wasserbeutel innen offen halten. Mit etwas Übung bekommst du den Wasserbeutel an jeder denkbaren Quelle einfach aufgefüllt.

Ist der Beutel voll, dann schraubst du ihn an den Sawyer Mini Wasserfilter. Aber Vorsicht: Denn das Gewinde des Squeeze System scheint eine verbesserungswürdige Schwachstelle dieses ansonsten sehr guten Outdoor Wasserfilters zu sein. Den Beutel solltest du ohne Druck auf den Filter schrauben.

Wenn ich den Beutel auf meinen Sawyer Mini zu straff aufschraube, dann sitzt er schief. Aus Rezensionen anderer Käufer weiss ich, dass das nicht nur bei meinem Filter so ist, sondern, dass das bei vielen Filtern so zu sein scheint. Kurioserweise hält die Verbindung zwischen Filter und Beutel jedoch auch bei geringstem Schraubdruck absolut dicht.

Sitzt der Wasserbeutel auf dem Filter, dann drückst du einfach auf den Beutel, so dass das Wasser aus dem Beutel durch den Filter gedrückt wird. Die Durchlaufgeschwindigkeit des Wassers durch den Filter ist erstaunlich schnell. Du kannst den Beutel auch ruhig nach Herzenslust zusammenpressen. Der hält einiges aus.

Um auch unterwegs immer Trinkwasser bereit zu haben, trug ich meinen Sawyer Mini während der fünftägigen Trekkingtour stets mit gefülltem und aufgeschraubtem Squeeze Wasserbeutel in der Innentasche meiner Outdoorjacke mit mir. Wenn ich dann Durst hatte, dann drückte ich einfach etwas Wasser durch den Filter. Über den Trinkansatz am vorderen Ende kannst du direkt aus dem Filter trinken.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

+ Hohe Filterleistung

Laut Herstellerangaben filtert der Sawyer Mini Outdoor Wasserfilter 99,99999% aller bekannten Bakterien wie bspw. Cholera, Salmonellen oder E.coli und 99,9999% aller Protozoen wie bspw. Kryptosporidien oder Giardien aus dem Wasser.

Dabei funktioniert der Sawyer Mini rein physikalisch und ohne den Einsatz chemischer Stoffe. Beim Filtern wird das verschmutzte Wasser durch eine Hohlfasermembran mit einen Durchmesser von nur 0,1 Mikrometer gedrückt.

Ich filterte mit dem Sawyer Mini bereits Wasser aus Bächen, Regenpfützen, Rinnsalen und sogar aus Futtertränken. Es ist unglaublich wie rein das gefilterte Wasser aus all diesen Wasserquellen schmeckt, wenn man bedenkt, dass dieser ultraleichte Filter nicht einmal mit Aktivkohlefilter ausgestattet ist. Sämtliches Wasser welches ich bisher mit dem Sawyer Mini filterte bekam mir ausgezeichnet.

Outdoor Wasser filtern
Aufgrund geringer Wasserreserven waren wir gezwungen, das Trinkwasser aus einer zugefrorenen Futtertränke zu filtern. Auch dieses Wasser schmeckte mit dem Sawyer Mini tadellos.

Auf einer Strecke mit nur sehr wenig Wasserquellen filterte ich das Trinkwasser zwei Tage hintereinander aus Rinnsalen und Pfützen. In diesen Wasservorkommen war ein erhöhter Anteil an Schwebeteilchen enthalten. Obwohl ich dieses doch recht schmutzige Wasser nicht vorfilterte verstopfte der Sawyer Mini nicht.

Die Durchlaufgeschwindigkeit blieb konstant hoch. Trotzdem reinigte ich den Filter nach diesen zwei Tagen mit der mitgelieferten Reinigungsspritze. Ich denke jedoch, dass man selbst auf mehrtägigen Touren sogar die Reinigungsspritze zuhause lassen kann.

+ Enorm hohe Lebensdauer

Der Sawyer Mini hat eine unglaubliche Lebensdauer von 1.000.000 Gallonen oder ca. 3,7 Millionen Litern. Selbst wenn du mit dem Sawyer Mini Tag und Nacht und jahrelang hintereinander Wasser filtern würdest, dann würdest du nicht auf diese enorme Menge kommen.

Das heisst, dass du mit dem einmaligen Kauf dieses Wasserfilters ein Leben lang ausgesorgt hast. Und dabei ist der Filter auch noch absolut wartungsarm und du brauchst auch keine Wechselkartuschen nachkaufen, so wie es bei Outdoor Wasserfiltern mit Aktivkohle der Fall ist.

+ Extrem leichtes Gewicht

Der beste Outdoor Wasserfilter: Sawyer Mini
Der Sawyer Mini Outdoor Wasserfilter ist extrem klein und leicht.

Der Wasserfilter alleine wiegt nur ca. 56 Gramm. Allein beim Blick auf die Abbildungen in diesem Artikel kannst du erkennen, dass der Sawyer Mini bequem in die Hand passt.

Er ist so klein und leicht, dass du ihn in der Hosentasche transportieren kannst.

+ Gutes wenn auch verbesserungswürdiges Squeeze System

Der Begriff “Squeeze” kommt aus dem Englischen und bedeutet “pressen” oder “drücken”. Das heisst, dass mit dem Sawyer Mini beim Filtern das Wasser nicht durch den Filter gepumpt wird, sondern dass es durch den Filter gepresst oder gedrückt wird.

Dieses Drücken oder Pressen geschieht über einen sehr robusten Wasserbeutel aus Kunststoff. Der Beutel ist so robust, dass du ruhig kräftig drücken kannst.

Ich rolle den Squeeze System Beutel beim Filtern zudem von hinten nach vorne zusammen. Ganz ähnlich wie bei einer Zahnpastatube, die man ja auch von hinten nach vorne zusammenrollt, um möglichst alles aus der Tube herauszupressen.

Auch wenn der Beutel an sich sehr robust ist, so ist die Verbindung zwischen Squeeze Beutel und Sawyer Mini Wasserfilter doch noch verbesserungswürdig.

Nachteile

– Schraubverbindung zwischen Filter und Wasserbeutel

Wenn es überhaupt etwas an diesem Wasserfilter auszusetzen gibt, dann ist es wohl die Schraubverbindung zwischen Wasserbeutel und Wasserfilter.

Anfangs ist es mir mehrmals passiert, dass ich den Beutel schief auf den Filter schraubte. Ich dachte erst, dass das Gewinde kaputt sei. Nach weiteren Versuchen merkte ich jedoch, dass der Beutel, je fester man ihn auf den Filter schraubt, schiefer auf dem Gewinde sitzt. Schraubt man ihn ganz leicht auf den Filter, dann bleibt die Schraubverbindung gerade.

Beim Stöbern im Internet stiess ich dann auf Rezensionen anderer Käufer, die ebenfalls diese Schraubverbindung bemängelten. Es scheint sich also bei meinem eigenen Sawyer Mini nicht um ein Montagsmodell zu handeln, sondern es sieht eher so aus, dass der Sawyer Mini Wasserfilter an dieser Stelle tatsächlich Nachholbedarf hat.

Beim Festschrauben des Beutels an den Filter muss man etwas Vorsicht und Fingerspitzengefühl walten lassen. Es reicht, wenn die Schraubverbindung ganz leicht verschraubt ist. Gerade so, dass sie dicht hält. Dann bleibt die Verbindung gerade und es läuft auch nichts seitlich heraus. Ganz im Gegenteil.

Auf meiner mehrtägigen Trekkingtour hatte ich meinen Sawyer Mini stets mit aufgeschraubtem und vollem Wasserbeutel in der Innentasche meiner Outdoorjacke. Immer wenn ich Durst hatte, filterte ich direkt das Wasser aus dem Beutel und trank aus dem Mundstück des Filters. Kamen wir an einer Wasserquelle vorbei, dann füllte ich den Wasserbeutel einfach nach. Neben dem Sawyer Mini und dem Wasserbeutel hatte ich nur eine 1,3 Liter Edelstahl Outdoorflasche mit dabei.

Test und Testergebnis

Während meiner fünftägigen Winter-Trekkingtour im spanischen Naturpark Sierra de Cazorla gewann ich mein Trinkwasser ausschliesslich über den Sawyer Mini Outdoor Wasserfilter. Neben dem Filter und dem Wasserbeutel der 16 Unzen fasst (knapp 500 ml – 473,176 ml), hatte ich nur meine Edelstahl Trinkflasche des spanischen Herstellers Altus mit einem Volumen von ca. 1,3 Litern dabei.

Bester Outdoor Wasserfilter
Mein Sawyer Mini Spezial Edition (Camouflage) mit Squeeze System.

Besonderheiten: Squeeze System

Preis:  Bei Amazon ansehen

Die Trinkflasche liess ich immer gefüllt, so dass ich stets eine Reserve von 1,3 Litern im Rucksack hatte. Abends nahm ich dieses Wasser dann zum Kochen von Suppen und Tee.

Tagsüber jedoch trank ich ausschliesslich direkt aus dem Sawyer Mini Wasserfilter. Kamen wir an Wasserquellen vorbei, dann schraubte ich den Squeeze Beutel ab und füllte ihn auf.

Der Filter mit aufgeschraubtem und vollem Beutel lässt sich prima in der Innentasche einer Outdoorjacke transportieren. Die Verbindung zwischen Filter und Wasserbeutel war den ganzen Trip über stabil und dicht, so dass kein Wasser aus dem Beutel in meine Jackentasche tropfte.

Der Sawyer Mini hat mir grosse Dienste geleistet und für mich ist er der beste Outdoor Wasserfilter, den man sich nur wünschen kann.

Bei meinen Vorbereitungen für die Tour checkte ich verschiedene Möglichkeiten und unterschiedliche Filter und Filtersysteme. Alle von mir in Betracht kommenden Outdoor Wasserfilter wogen jedoch entschieden mehr als der Sawyer Mini.

Die meisten Outdoor Wasserfilter des renommierten Schweizer Herstellers Katadyn wiegen um die 500 Gramm. Und selbst der als leicht geltende Wasserfilter von MoKo bringt immer noch etwa 340 Gramm auf die Waage. Im Vergleich zu diesen Wasserfiltern ist der Sawyer Mini mit seinen nicht mal 60 Gramm ein absolutes Fliegengewicht – genau richtig für eine schweisstreibende Trekkingtour, wo es auf jedes Gramm Gewicht ankommt.

Den einzigsten Nachteil den ich an diesem Wasserfilter feststellen konnte, ist die verbesserungswürdige Schraubverbindung zwischen Wasserbeutel und Filter. Auch wenn diese Verbindung nicht die erste Sahne ist, so ist sie doch stabil, robust und dicht.

In der Gesamtwertung gebe ich dem Sawyer Mini 4 von 5 Punkten. Einen Punkt Abzug gibt es wegen der Verbindung. Ansonsten ist dieser Wasserfilter wirklich genial. Für mich der momentan beste Outdoor Wasserfilter, den es zu kaufen gibt. Und noch dazu für einen unschlagbaren Preis.

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