Wetterjacken, Allwetterjacken: Test, Vergleich, Kaufberatung und Empfehlungen

Mit Wetterjacke auf Island Wasserfall fotografieren

Mit Wetterjacken oder Allwetterjacken bist du für jedes Wetter gerüstet.

Für jede Outdooraktivität gibt es auch die entsprechende Outdoorjacke. Im Vergleich zu anderen Outdoorjacken ist eine Allwetterjacke besonders wetterresistent und funktional. Nicht umsonst werden Wetterjacken deshalb auch als Funktionsjacken bezeichnet.

In unserem Ratgeber erfährst du, was es beim Kaufen zu beachten gibt. Und du erhältst einige Empfehlungen.

Kaufkriterien im Schnellüberblick

Bei Wetterjacken handelt es sich um Funktionsjacken, die dich auch bei richtigem Schmuddelwetter zuverlässig trocken halten. Neben der Wetterresistenz sollten bei der Kaufentscheidung auch die Klimaregulierung im Jackeninneren sowie der Tragekomfort eine entscheidende Rolle spielen.

Damit auch bei starkem Regen dein Smartphone in der Jackentasche trocken bleibt, müssen die Nähte der Jacke wasserdicht verschweißt (getapt) sein und die Reißverschlüsse wasserdicht verschließsen.

Vorteilhaft ist es, wenn die Reißverschlüsse zusätzlich durch einen überlappenden Stoff und mit Klettverschluss oder Druckknöpfen gegen Wind und Nässe gesichert werden können.

Bestenliste Top 3

#1 AUTORENTIPP: Jack Wolfskin Iceland Funktionsjacke 3 in 1

⇒ Wetterschutzjacke 3 in 1 für das ganze Jahr – bestehend aus wetterfester Außenjacke mit Kapuze, hoch stehendem Kragen und warmer Fleece-Innenjacke

⇒ Einsatzmöglichkeiten: Allwetterjacke für das ganze Jahr, Windstopper, Regenjacke, Jacke für Wandern, Trekking, Freizeitjacke, Reisen, Übergangsjacke, Laufjacke, Winterjacke, Allzweckjacke für Radfahren und viele andere Outdooraktivitäten und Outdoorsportarten bei jedem Wetter

Allwetterjacke, Wetterjacke von Jack Wolfskin im Test beim Kochen in der Outdoorküche.
Outdoorjacke Iceland 3 in 1 von JACK WOLFSKIN im Test.

Die JACK WOLFSKIN Iceland ist eine Allwetterjacke, die sich für jede Wetterlage eignet. Sie wird für Herren und auch für Damen angeboten.

Ich hatte sie bereits auf verschiedenen Touren im Test. So war ich mit dieser Wetterjacke zum Wintertrekking, ich hatte sie im Schottlandurlaub im Winter mit dabei und ich trug sie auch schon auf Tagestouren.

Die Jacke hat hervorragende windstoppende Eigenschaften und mit einer Wassersäule von satten 10.000 mm hielt sie mich sogar während einer mehrstündigen Wanderung im strömenden Regen und bei Temperaturen von kurz über dem Gefrierpunkt warm.

Als Funktionsjacke hat die JACK WOLFSKIN Iceland nicht nur hervorragende wasserabweisende, wärmeisolierende und zugleich atmungsaktive Eigenschaften, sondern sie ist auch in der Gebrauchsweise sehr funktional und vielseitig einsetzbar.

Auf Wandertouren mit wechselnden Wetterverhältnissen trug ich abwechselnd entweder nur die sehr warme Fleece-Innenjacke oder nur die Regenjacke. Fallen die Temperaturen in den Keller, dann kannst du beide Jacken zusammen tragen.

Wenn du zusätzlich noch die Kapuze aufsetzt und über die Kordeln zuziehst, so dass du gerade noch hinausblicken kannst, dann fühlst du dich dank dieser Allwetterjacke auch bei Mistwetter tatsächlich wie in einem sicheren Haus.

Als kleines aber praktisches Feature ist die obere seitliche Tasche erwähnenswert, die sich gleich neben dem Frontreißverschluss befindet. Diese Tasche kann ebenfalls mit einem Reißverschluss verschlossen werden.

Vorteile +

  • 3 in 1: Wasserdichte Regenjacke (Überjacke mit Kapuze) und warme Fleecejacke
  • Lang gearbeitet: Überjacke reicht bis weit über die Hüften
  • Sehr gute windstoppende Eigenschaften
  • Zahlreiche praktische Taschen
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#2 VAUDE Escape Light Jacket

Die Escape Light von VAUDE ist mit hochschließendem Kragen und Kapuze ausgestattet. Somit bietet sie dem Träger bei allen Wetterbedingungen Schutz.

Ist für Männer und für Frauen erhältlich.

Produktdetails:

  • 2-Lagen Material
  • Materialzusammensetzung: Hauptstoff – Außenseite: 100 % Polyester / Membran: 100 % Polyurethan / Futter: 100 % Polyamid /Netzfutter: 100 % Polyester
  • Front-Reißverschluss mit doppeltem Flap
  • Kapuze angeschnitten, weitenregulierbar und aufrollbar mit separatem Kragen

⇒ Besonderheiten: Laut VAUDE ist diese Jacke auch als Fahrradjacke geeignet.

⇒ Kaufen: Bei Amazon ansehen

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#3 PUMA Regenjacke

Bei dieser Jacke handelt es sich um ein besonderes sportliches Modell einer Wetterjacke. Die PUMA Regenjacke ist aus strapazierfähigem Ripstop-Nylon gefertigt und eignet sich für alle Outdooraktivitäten, wo man bei Wind und Wetter ultraleicht unterwegs sein möchte.

Ist für Männer und für Frauen erhältlich.

Produktdetails:

  • Material: 100 % leichtes und strapazierfähiges Ripstop-Nylon
  • Außenmaterial: 100 % Polyamid / Innenmaterial: 100 % Polyester
  • Eigenschaften: Wasserabweisend

⇒ Besonderheiten: Auch als Regenjacke geeignet.

⇒ Kaufen: Bei Amazon ansehen

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Kaufberatung: 8 Tipps

Auf diese 8 Punkte solltest du beim Kaufen achten:

#1 Wetterresistenz und Wasserdichtheit

Wetterjacken sind Regenjacke, Windstopper (Windjacke) und Thermojacke in einem Kleidungsstück. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn herkömmliche Wanderjacken, Trekkingjacken, Sportjacken oder andere Outdoorjacken aufgrund widriger Wetterverhältnisse den Träger nicht mehr zuverlässig vor den äußeren Einflüssen schützen können.

Auch bei stärkerem und lang anhaltendem Regen müssen Allwetterjacken in der Lage sein, die Nässe abzuhalten. Allwetterjacken setzen sich häufig aus mehreren Lagen zusammen, wie eine absolut wetterresistente Außenjacke und eine warme und klimaregulierende Innenjacke (oft aus Fleece).

Die Außenjacke oder die Außenschicht besteht in der Regel aus synthetischem Material, das zusätzlich mit einer Membrane ausgestattet ist.

Bei modernen Wetterjacken besteht die Membrane entweder aus GORE-TEX oder aus einem GORE-TEX-ähnlichem Material. Die Membrane ist dafür verantwortlich, dass die Nässe in Form von Regen draußen bleibt, aber der Wasserdampf im Inneren der Jacke in Form von Schweiß entweichen kann.

Bei Wetterjacken für spezifische Outdooraktivitäten wie Wandern, Trekking oder Klettern handelt es sich oft um Hardshells.

Um dich vor dem Kaufen eines entsprechenden Modells über die tatsächliche Wasserdichtheit der Jacke zu informieren, kann dir ein Blick auf die Herstellerangaben hinsichtlich der Wassersäule Aufschluss geben.

Meine Outdoorjacke von JACK WOLFSKIN hat bspw. eine Wassersäule von 10.000 mm. Das ist bereits sehr viel. Wenn deine Wetterjacke eine Wassersäule von ca. 2.000 mm aufweist, dann kannst du schon zufrieden sein.

Wandern bei Regen im Wald mit Wetterjacke.
Wandern bei Regen und Nebel mit wasserdichter und atmungsaktiver Wetterjacke.

#2 Atmungsaktivität und Klimaregulierung

Auch wenn es draußen in Strömen regnet, ein eisiger Wind weht oder wenn es schneit, kommst du bei Bewegung in einer gut isolierenden Jacke schnell ins Schwitzen.

Jeder der gerne wandert, weiß wie oft man sich auf manchen Wanderstrecken beim Laufen die Jacke anzieht und wieder auszieht.

Auf manchen Tagestouren ziehen wir uns nicht selten die Jacke zigmal an und wieder aus oder wechseln zwischen der warmen Softshelljacke und der Windstopper-Außenjacke.

Beim Laufen wird dir warm und du ziehst die Jacke aus. Während einer kurzen Pause kühlt sich der Körper ab und du ziehst die Jacke wieder an. Läufst du dann wieder los, dann wird dir bereits nach einigen Metern warm und du ziehst die Jacke wieder aus usw. usf.

Wenn es nicht gerade regnet, dann kannst du natürlich so verfahren. Wenn es aber regnet und du die Jacke ununterbrochen anbehalten musst, dann lernst du die atmungsaktiven Eigenschaften deiner Outdoorjacke zu schätzen.

Eine Softshelljacke ist aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit meist sowieso atmungsaktiv. Allerdings sind viele Softshelljacken nur begrenzt wasserresistent. So kommen bei Allwetterjacken häufig Hardshells zum Einsatz, die mit einer wasserdichten und zugleich atmungsaktiven Membrane ausgestattet sind.

Diese Membrane hält die großen Wassertropfen in Form von Regen draußen und lässt die kleinen Wassertropfen in Form von Wasserdampf (Schweiß) nach außen entweichen.

Atmungsaktivität ist ein wichtiges Kaufkriterium:

Wenn wenn es alleine darum ginge, eine wasserdichte Außenhaut zu haben, dann könntest du dir einfach eine gummierte Jacke überziehen oder eine Kunststoffschicht. Allerdings würdest du bald darunter zu schwitzen beginnen wie unter einer Rettungsdecke aus Aluminium. Und was nützte es schon, wenn die Nässe in Form von Regen zwar draußen bliebe, du aber unter deiner isolierenden Jacke im eigenen Saft schmoren würdest?

Outdoorjacken im Test, Vergleich

Outdoorjacken im Vergleich

Im Outdoorjacken Vergleich findest du eine Übersicht zu Jacken, die für verschiedene Outdooraktivitäten geeignet sein können. Funktionale, wasserdichte und atmungsaktive Outdoorjacken.

Outdoorjacken Vergleich

#3 Die richtige Passform und weiter Schnitt

Während es bei Fahrradjacken (die ja auch Outdoorjacken sind) darauf ankommt, dass sie besonders eng und passend am Körper des Trägers anliegen, so sollten Allwetterjacken etwas großzügiger gearbeitet sein.

Eine gute Wetterjacke reicht bis weit über die Hüften. Und sie ist weit genug, so dass du bei sehr kalten Temperaturen noch ein Longsleeve, einen Pullover oder ein Hoody darunter anziehen kannst. So solltest du deine Allwetterjacken im Zweifelsfalle lieber eine Nummer größer kaufen als eine Nummer zu klein.

Trägst du bei T-Shirts die Größe L, dann kannst du dich beim Kaufen einer Wetterjacke für die Größe XL entscheiden. Diese Größe bietet dann noch eine bequemere Bewegungsfreiheit bei bestmöglichem Wetterschutz. Und es besteht die Möglichkeit, bei kalten Temperaturen noch weitere Kleidungsstücke darunter anzuziehen.

#4 Praktische und wasserdicht verschließbare Taschen

Dieser Punkt wird oft unterschätzt. Wenn du jedoch mit deiner neuen Jacke draußen das erste Mal in so richtiges Sauwetter kommst, dann weißt du, was du an deinen gut platzierten und wasserdichten Jackentaschen hast.

Eine gute Wetterjacke sollte mindestens zwei verschließbare Außentaschen (am besten mit Reißverschluss) besitzen. Hier kannst du bei kalten Temperaturen die Hände wärmen und Kleinigkeiten aufbewahren, die du schnell zur Hand haben möchtest.

Des Weiteren haben sich mehrere kleine Innentaschen bewährt, die bestenfalls mit einem Reißverschluss verschlossen werden können. Hier kannst du Schlüssel, Brieftasche oder Smartphone aufbewahren.

#5 Robustheit des Außenmaterials und robuste Verarbeitung

Damit du an deiner Outdoorjacke lange deine Freude hast, sollte die Außenschicht robust genug sein, um Felskontakt (z.B. beim Klettern) und Reibung durch die Riemen deines Rucksacks zu widerstehen. Besonders beanspruchte Stellen können und sollten daher mit Materialverstärkungen versehen sein.

Aber nicht nur das Material der Jacke muss robust sein sondern auch die Verarbeitung. Das heißt, dass die Nähte so beschaffen sein müssen, dass sie weder durch Zug oder Druck noch durch äußere Reibung beschädigt werden können.

#6 Eine Kapuze sollte jede Allwetterjacke aufweisen

Eine weite und mit Kordelzug verschließbare und weit ins Gesicht reichende Kapuze gehört zur Grundausstattung jeder guten Allwetterjacke.

Bei manchen Outdoorjacken kann die Kapuze hinter einem Reißverschluss im oberen Futter der Jacke versteckt werden. Nur bei Bedarf kommt dann diese Kapuze zum Vorschein. Regenjacken von VAUDE sind für dieses Feature bekannt.

Bei anderen Modellen ist die Kapuze permanent an der Jacke sichtbar.

Egal, ob die Kapuze sichtbar ist oder versteckt werden kann: Wichtig ist, dass die Jacke eine Kapuze aufweist, die die gleichen windstoppenden Eigenschaften besitzt wie das restliche Jackenmaterial.

#7 Hoch schließender Kragen

Gute Jacken für jedes Wetter sind mit einem hoch schließenden Kragen ausgestattet.

Der Kragen reicht bis unter das Kinn und schützt den Halsbereich vor widrigen Wettereinflüssen. Bestenfalls kann der Kragen über einen durchgehenden Reißverschluss verschlossen werden. Manche Krägen besitzen zudem einen Klettverschluss, so dass sie zusätzlich gesichert werden können.

#8 Wasserdicht und winddicht verschließbarer Reißverschluss

Moderne Reißverschlüsse an Outdoorjacken schließen so passgenau, dass sie bereits eine gute Wasserresistenz und auch gute windstoppende Eigenschaften aufweisen. Wenn der Regen frontal auf den Reißverschluss auftrifft, dann würde jedoch bei den meisten Reißverschlüssen bald die Nässe durchdringen.

Was für die Nässe gilt, das gilt auch für den Wind:

Wenn du beim Trekking oder auch auf Tageswanderungen hoch oben im Gebirge unterwegs bist, wo von allen Seiten schneidend kalter Wind weht, da wäre ein offenliegender Reißverschluss eine Schwachstelle, wo bei nicht so akkurat gearbeiteten Verschlüssen der kalte Wind hindurch gelangen könnte.

So ist der Frontreißverschluss bei guten Wetterjacken zusätzlich durch einen überlappenden Stoff geschützt. Dieser Stoff weist im besten Fall die gleichen Materialeigenschaften auf wie das Material der Jacke.

Bei manchen Outdoor-Jacken liegt dieser Überlapp hinter dem Reißverschluss in der Jacke und ist von außen nicht sichtbar. Bei Hardshells liegt der Überlapp meist außen und kann zusätzlich mit Klettverschluss oder Druckknöpfen gesichert werden.


Tipps für den perfekten Wetterschutz bei jedem Wetter

Nutze das Zwiebelprinzip

Das Zwiebelprinzip gehört wohl zu den altbewährtesten und nie an Aktualität verlierenden Methoden für eine bestmögliche Körperklimaregulierung während verschiedenster Outdooraktivitäten bei jedem Wetter.

Es ist besser, mehrere Schichten an Kleidung zu tragen als eine einzige dicke Kleidungschicht (wie bspw. ein sehr dicker Pullover).

Sinn und Zweck des Zwiebelprinzip besteht darin, dass durch mehrere dünne Schichten an Kleidung zwischen genau diesen Kleidungsschichten Luftkammern entstehen, die wiederum zur Wärmeisolierung beitragen.

Wenn du eine hochwertige Allwetterjacke in Form einer Funktionsjacke besitzt, dann ist diese Jacke wasserdicht und wirkt als Windstopper. Nässe und kalter Wind bleiben also draußen.

Gemäß dem Zwiebelprinzip reicht es, wenn du nun nur noch ein T-Shirt oder zwei T-Shirts und ein oder zwei Longsleeves darunter anziehst und du bist optimal eingepackt.

Imprägnierung von Hardshells

Um die wasserabweisenden Eigenschaften deiner Wetterjacke noch zu verbessern, kannst du die Außenschicht imprägnieren.

Wer faul ist, kann das Imprägnieren der Waschmaschine überlassen. Da es Sinn und Zweck einer Imprägnierung ist, nur die Außenschicht zu behandeln, empfehlen wir dir jedoch, das Imprägnieren deiner Outdoorjacke von Hand auszuführen.

⇒ Lesetipp: Imprägnieren und Imprägnierung – Ratgeber

Fazit

Wetterjacken oder Allwetterjacken sind Windstopper und Regenjacke in einem Kleidungsstück.

Eine gute Jacke für jedes Wetter ist aus wasserabweisenden und zugleich atmungsaktiven Materialien gefertigt, sie ist leicht und bietet einen bequemen Tragekomfort.

Die meisten Wetterjacken sind mit Stehkragen und Kapuze ausgestattet. Vorteilhaft ist, wenn der Stehkragen über einen durchgehenden Reißverschluss bis unter das Kinn verschlossen werden kann, so dass auch der Halsbereich geschützt ist.

Die Kapuze sollte die gleichen windstoppenden und wasserabweisenden Eigenschaften aufweisen wie das restliche Jackenmaterial.

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