Wandern mit Hund – Ausrüstung: Komplette Packliste für Hundewanderungen

Wandern mit Hund Ausrüstung.

Wie sollte die richtige Ausrüstung beim Wandern mit Hund aussehen? Was gibt es beim Zusammenstellen des Equipment für Hundewanderungen zu beachten?

In diesem Artikel erhältst du Tipps, die dich beim Organisieren der Packliste für Wanderungen mit Hund unterstützen.

WANDERN MIT HUND: AUSRÜSTUNG PACKLISTE

#1 Hundepapiere

Die Hundepapiere sollten bei jeder Wanderung mit dabei sein. Auch ich vergesse die Papiere gerne und bisher wurde ich auch auf noch keiner Wanderung von irgendwelchen Behörden nach den Hundepapieren gefragt. Das kann jedoch als Glück gewertet werden. In Bezug auf die Mitnahme der Hundepapiere ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen.

Ich habe bereits von mehreren Hundebesitzern gehört, dass sie bei Stichproben sogar an Hundestränden und in offiziellen Hundeparks die Papiere vorzeigen mussten. Wer die Papiere hier nicht mit dabei hat, der muss zumindest bei uns in Spanien mit teils saftigen Geldbußen rechnen.

Welche Papiere gehören zu den Hundepapieren?

Hundepass und Impfzertifikat gehören zu den wichtigsten Hundepapieren, die immer mit dabei sein sollten.

Ausrüstung Wandern mit Hund: Hundepass
Europäischer Hundepass und Impfzertifikat sollten bei Wanderungen oder beim Trekking mit Hund mitgeführt werden.

Tipps für die Aufbewahrung der Hundepapiere auf Wanderungen

Hundepass, Impfzertifikat und andere Hundepapiere bewahren wir zusammen in einer PVC-Hülle auf. Diese bekamen wir von unserem Veterinärarzt geschenkt. Aus Werbegründen und weil man schließlich regelmäßig genug Geld hier lässt, bekommt man so eine Schutzhülle normalerweise von jedem Tierarzt geschenkt.

Falls du nicht so eine Schutzhülle besitzt, dann empfiehlt es sich eine zu kaufen. In der Schutzhülle sind die Hundepapiere vor dem gröbsten Schmutz und sogar vor Spritzwasser geschützt. Auf Wanderungen bei regnerischem Wetter können die Papiere samt Schutzhülle zusätzlich in einen wasserdichten Beutel gesteckt werden.

#2 Leine, Halsband, Harnisch

Logisch, dass Halsband und Leine immer mit dabei sein sollten. Abhängig von Größe und Gewicht des Hundes kann ein Harnisch praktischer sein als ein normales Halsband.

Unser Labrador wiegt um die 30 kg. Ein Harnisch hat sich hier in vielerlei Hinsicht bewährt und ich möchte den Harnisch nicht mehr gegen ein normales Hundehalsband tauschen.

Vorteile von Harnischen gegenüber Halsbändern:

Kleine Hunde können am Harnisch direkt an der Leine nach oben gezogen werden. Das ist praktisch, wenn sie z.B. größere Hunde anbellen (das machen kleine Hunde besonders gerne) und sie schnell mal aus der Gefahrenzone gezogen werden sollen.

Bei größeren Hunden die gerne ziehen, verhindert der Harnisch ein Einschneiden des Halsbandes im Halsbereich.

Als weiteren Vorteil habe ich erkannt, dass sich unser Labrador, wenn ich ihm den Harnisch abnehme, geradezu nackt fühlt. Zuhause und beim Wandern, wenn ich ihn frei laufen lasse, nehme ich den Harnisch stets ab. Bereits beim Abnehmen des Harnisch schnuppert er daran. Wenn ich ihn dann rufe, muss ich ihm nur den Harnisch zeigen und er setzt sich bereitwillig hin, so dass ich ihn wieder anlegen kann. Unser Hund scheint seinen Harnisch jedenfalls zu lieben.

#3 Wasser und Trinknapf

Im Zuge der Vorbereitungen einer Tageswanderung oder auch einer Trekkingtour mit Hund solltest du den Streckenverlauf checken und überprüfen ob und an welchen Stellen des Weges mit Wasser zu rechnen ist.

Befindet sich Wasser auf der Tour, dann musst du nicht extra Wasser für den Hund im Rucksack mitschleppen. Als Trinkwasser für den Hund gilt hier jedes Rinnsal, jeder Bach oder sogar jede Pfütze woraus der Hund unterwegs trinken kann.

Hunde haben einen robusten Magen und können aus jeder Pfütze trinken, insofern sie nicht durch chemische Düngemittel oder andere chemische Zusätze verseucht ist.

Auch wenn unterwegs mit Wasser zu rechnen ist, so solltest du stets einen kleinen Trinknapf mitführen. Hier kann es sich um eine einfache Kunststoffschale aus dem Supermarkt handeln, die zuvor Lebensmittel beinhaltete. So ein Hundenapf ist nützlich, falls ihr an Wasserstellen kommt, wo der Hund keinen direkten Zugang findet (wie z.B. hochgelegene Quellen). Manche Hunde scheuen auch Wasser. Falls dein Hund wasserscheu ist, dann kannst du ihm Wasser schöpfen und in der Kunststoffschale servieren.

Selbst auf Streckenabschnitten wo laut Karte eigentlich Wasser vorhanden sein sollte, kann es vorkommen, dass alle Quellen versiegt sind und Bäche trocken liegen. Deshalb ist es immer empfehlenswert, besser etwas mehr Wasser mitzuführen als zu wenig. Und auch ein outdoortauglicher Wasserfilter sollte auf langen Tageswanderungen immer mit dabei sein. Denn auch wenn dein Hund aus jeder Pfütze trinken kann, dann heißt das noch lange nicht, dass auch dir dieses abgestandene Wasser bekommt.

Solltest du auf einer Strecke nur ausgetrocknete Pfützen vorfinden und du hast nur das Trinkwasser für dich selbst mit dabei, dann kannst du deinem Hund etwas Wasser aus deiner Wasserflasche in den mitgeführten Kunststoffbecher abfüllen.

#4 Optional: Hundefutter

Manche Hunde sind auf Wandertouren so aufgeregt, dass sie unterwegs nichts fressen. Und selbst, falls sie fressen, dann kann es vorkommen, dass sie bei der gemeinsamen Rast vom Geruch deines Brötchens so beeindruckt werden, dass sie ihr eigenes Futter nicht anrühren. Wenn du nun extra das Hundefutter mitgeführt hast und dein Hund nichts davon frisst, dann schleppst du das Hundefutter nur sinnlos durch die Gegend.

Trockenfutter eignet sich für Wanderungen am besten, denn es wiegt am wenigsten. Du kannst etwas Trockenfutter in einen Beutel abfüllen und im Rucksack mitführen. Der Hund kann dann direkt aus dem offenen Beutel fressen.

Tipp zur Vermeidung des Mitführen von Hundefutter auf Tageswanderungen:

Neulich waren wir mit Hunden auf einer 26 Kilometer langen Wanderung entlang des Río Bailon in der Sierra Subbética in der Provinz Córdoba, Andalusien. Wir starteten schon 7:30 Uhr morgens mit dem Auto in Málaga. Da ich weiß, dass mein Hund auf Tageswanderungen nur selten Trockenfutter frisst und einen Bissen von meinem Brot bevorzugt, gab ich ihm schon vor der Abfahrt morgens 6 Uhr sein Fressen.

Morgens 6 Uhr würde mein Hund normalerweise kaum einen Bissen runter kriegen. Also goss ich etwas Soße vom Eintopf vom Vortag über sein Trockenfutter. Er verschlang den Inhalt des vollen Napfes und hatte so eine prima Grundlage für die lange Tageswanderung. Unterwegs gab ich ihm dann trotzdem noch einen kleinen Bissen von meinem belegten Brötchen und nachts nach unserer Rückfahrt bekam er dann noch eine volle Schüssel mit Fressen.

#5 Optional: Hundepfeife

Manche Hunde hören weder auf Rufe noch auf Pfeifen. Oder sie wollen es nicht hören (so wird es wohl in den meisten Fällen sein). Eine Hundepfeife kann hier Wunder bewirken.

Falls du mit dem Mund nur leise Pfiffe herausbringst, dann kannst du dir mittels einer Hundepfeife Gehör verschaffen. Wir haben das selbst bereits getestet. Dem Pfiff einer lauten Hundepfeife kann kaum ein Hund widerstehen.

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Wandern mit Hund: Ausrüstung Tipps.
Ausrüstung Tipps für das Wandern mit Hund.

TREKKING MIT HUND: AUSRÜSTUNG PACKLISTE

Was gibt es in Bezug auf die Ausrüstung beim Trekking mit Hund zu beachten?

Hundefutter das bei Tageswanderungen als optional gelten kann, gehört bei Trekkingtouren mit Hund zur Grundausrüstung. Und auch der Wasservorrat muss bei gemeinsamen Touren von Hund und Mensch über mehrere Tage besser durchdacht werden als auf einfachen Tageswanderungen.

Als Futter auf Trekkingtouren empfiehlt sich auch hier Trockenfutter.

Bei der Zusammenstellung der Trekking-Ausrüstung kommt es auf jedes Gramm Gewicht an. Um nicht sinnlos Trockenfutter über das Gebirge schleppen zu müssen, was der Hund dann sowieso nicht frisst, solltest du möglichst genau abschätzen, wie viel Futter dein Hund tatsächlich benötigt.

Auch du wirst beim Packen deiner Trekking-Ausrüstung zugunsten eines geringeren Packgewicht auf so manche Leckerei verzichten. Was für dich gilt, das gilt auch für deinen Hund. Packe nur soviel ein, wie du auch wirklich brauchst.

Welche Zusatzausrüstung ist beim Trekking mit Hund sinnvoll?

Nicht alle Hunde sind für alle denkbaren Trekkingtouren geeignet. So musste ich auf einer zweitägigen Trekkingtour zum Gipfel des Mulhacén (mit 3482 m höchster Gipfel des spanischen Festlandes) feststellen, dass mein Hund als sonnenverwöhnter Andalusier bereits bei Temperaturen von um die 5ºC zu frieren beginnt. Mitten in der Nacht, aufgeweckt vom Bibbern meines Hundes neben mir, deckte ich ihn dann in meinem geöffneten Schlafsack zu.

Sollte auch dein Hund bei kalten Temperaturen schnell frieren, aber du willst auf die Mitnahme deines Hundes beim Trekking nicht verzichten, dann kann es ratsam sein, für die Nacht eine zusätzliche Hundedecke mitzuführen… oder einen größeren Schlafsack, wo ihr beide drin Platz findet.

Ausführliche Infos und eine komplette Packliste für die Ausrüstung erhältst du in unserem ausführlichen Ratgeber zum Trekking mit Hund.

Ausrüstung für das Wandern mit Hund.
Ausrüstung für das Wandern mit Hund.

WANDERN MIT HUND: WEITERE TIPPS UND FAQ

Welche Wanderrouten eignen sich am besten für das Wandern mit Hund?

Soll der Hund zur Wanderung mitgeführt werden, dann ist im Voraus und im Zuge der Vorbereitungen abzuwägen, ob eine Wanderroute für den Hund geeignet ist oder nicht. An erster Stelle steht hier die Frage, ob Hunde auf der Route deiner Wahl überhaupt gestattet sind.

Im Anschluss geht es darum, ob Hunde hier auch frei laufen dürfen oder ausschließlich an der Leine zu führen sind. Schlussendlich muss noch abgeklärt werden, inwieweit dein Hund geländetauglich ist und ob der Hund für das Gelände der Route deiner Wahl die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt oder nicht.

Zu beantwortende Fragen bei der Auswahl einer geeigneten Wanderroute für Wanderungen mit Hund:

  1. Sind Hunde auf dieser Wanderstrecke gestattet?
  2. Dürfen Hunde auf dieser Route frei laufen oder müssen sie an der Leine geführt werden?
  3. Wie ist das Gelände? Bringt mein Hund die entsprechenden Voraussetzungen mit, um dieses Gelände meistern zu können?
  4. Auf sehr langen und anstrengenden Touren: Verfügt mein Hund über ausreichende Kondition für diese Tour?

Richtiges Verhalten bei Wild und frei lebenden Tieren auf Wanderstrecken

Bei Begegnungen mit Wildtieren wie Bergziegen und Hasen oder frei laufenden Weidetieren wie Pferden, Kühen oder Eseln ist besondere Vorsicht geboten. Auch wenn ein Hund gut hört, so kann hier das Anleinen oft die beste Alternative darstellen. Hunde sind neugierig und nähern sich aufgrund vergangener guter Erfahrungen auch furchtlos fremden und größeren Tieren wie etwa Pferden.

Fühlt sich ein Pferd oder ein Esel durch einen aufdringlichen Hund gestört, dann kann eben dieser Hund hier schnell einen Tritt abbekommen. So ein Tritt kann nicht nur schmerzhaft sondern sogar lebensgefährlich enden. Deshalb lieber auf Nummer sicher gehen und sobald man in Gebiete mit frei laufenden Tieren kommt, den Hund anleinen. Es sei denn, du hast hundertprozentiges Vertrauen zu deinem Vierbeiner und weißt, dass er auch bei solchen Begegnungen immer an deiner Seite bleibt

WEITERFÜHRENDE INFOS

Ausführliche Infos zu Wandern und Trekking mit umfangreichen Ratgebern und Tipps für die richtige Ausrüstung und Bekleidung findest du auf unserer Wandern- und Trekking Ressourcen-Seite.

Weitere Tipps für Wanderungen mit Hund findest du hier: Tipps und Tricks für Wanderungen mit Hund.

Mike Lippoldt

Über den Autor: Mike ist Gründer von ousuca. Nach zahlreichen Reisen wanderte Mike als Jugendlicher mit dem Fahrrad nach Spanien aus und erschuf sich hier von Null an eine neue Existenz. Über seine Abenteuer und den kalten Sprung in ein neues Leben schrieb er ein Buch.

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