8 essentielle Trekking Tipps für Anfänger

Trekking Tipps
(Last Updated On: 8. Juni 2018)

Bist du neu in der Welt des Weitwanderns (Trekking), dann können dir die folgenden Trekking Tipps als Anleitung dienen. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, damit deine erste Trekkingtour ein erfolgreicher Trip wird.

Die Tipps sind essential für die Vorbereitungen deiner Trekkingtour. Die nächsten Tage und Nächte bist du auf deine Outdoorausrüstung angewiesen. Wir helfen dir bei der Zusammenstellung der Wanderutensilien.

Trekking Definition

Der Begriff Trekking entstammt dem englischen “trek”, was “anstrengender Marsch” bedeutet. So kann man Trekking auch als Weitwandern bezeichnen.

Im Gegensatz zum normalen Wandern bist du auf Trekkingtouren gleich mehrere Tage unterwegs. Geschlafen wird in Wanderhütten, im Trekkingzelt, unter dem Tarp oder einfach unter freiem Himmel in der Natur.

#1 Sommertrekking vs. Wintertrekking

Trekkingtouren können über zwei Tage, drei, Tage, vier Tage oder sogar über eine Woche oder mehrere Wochen dauern.

Das Wintertrekking ist im Vergleich zum Sommertrekking noch einmal um einiges härter. Vor allem dann, wenn du die Nächte bei Temperaturen am oder unter dem Gefrierpunkt nicht in einer Wanderhütte sondern in einem Biwak verbringen möchtest. So sind die Vorbereitungen für eine Trekkingtour im Winter auch aufwendiger als die Vorbereitungen für eine mehrtägige Wandertour im Sommer.

Weiter zur pauschalen Trekkingausrüstung für Sommertrekking

Weiter zur detaillierten Trekkingausrüstung für Wintertrekking

Wenn du geklärt hast, ob es sich bei deinem anstehenden Abenteuer um eine Trekkingtour im Sommer oder um eine Wintertour handelt, dann weisst du genau, auf welche Eventualitäten du dich einstellen musst.

In der kalten Jahreszeit brauchst du einen wärmeren Schlafsack, wetterfeste und warme Kleidung (am besten nach dem Zwiebelprinzip) und du benötigst auch mehr Nahrung, da dein Körper durch die Kälte einen höheren Kalorienbedarf hat.

In der warmen Jahreszeit hingegen brauchst du unter Umständen entsprechenden Sonnenschutz, Moskitoschutz und da du weniger Kleidung benötigst und einen dünneren Sommerschlafsack, fällt dein Rucksack auch um einiges leichter aus als ein Rucksack für’s Wintertrekking.

#2 Trekking Tipps: Rechtzeitige Planung und Checkliste

Wenn ich in den Urlaub fahre, dann halte ich es mit der Planung oft nicht so genau. Früher plante ich weder Unterkünfte noch plante ich den genauen Reiseverlauf. Da meine Freundin lieber etwas planmässiger unterwegs ist, macht sie nun meist die Buchungen vor unserem Urlaub. Mir scheint zu viel Planerei im Urlaub immer noch lästig.

Für den Urlaub reicht es in der Regel, wenn du dein Flugticket, die wichtigsten Papiere und ein paar passende Klamotten für’s Reiseland dabeihast. Falls irgendetwas fehlt, dann besorgst du es dir einfach unterwegs. Auf Trekkingtouren jedoch bist du zu 100% auf deine Ausrüstung angewiesen. Denn trekkst du mehrere Tage abseits der Zivilisation in den Bergen, dann musst du dir vorher ganz genau überlegen, was du für dein Abenteuer benötigst.

Auch ich als Planungsbanause in Sachen Urlaub plante und plane meine Trekkingabenteuer immer sehr sorgfältig. Wenn eine mehrtägige Trekkingtour ansteht, dann beginne ich mit den Planungen und mit der Zusammenstellung der Ausrüstung oft bereits 2 Wochen vor dem eigentlichen Beginn des Abensteuers.

Als absolut wertvollen Tipp empfehle ich dir, bereits Tage vor Beginn der Trekkingtour eine Checkliste anzulegen und dort alles und wirklich alles aufzulisten, was du für die Tour benötigst. In meinem Fall besteht die Checkliste meist aus einem DIN A 4 Blatt, wo ich alles darauf schreibe, was mir eben gerade einfällt, was ich für die Tour benötige.

Die Checkliste kann z.B. Folgendes beinhalten:

  • Stirnlampe, Maglite
  • Klappmesser
  • Magnesiumstein
  • genügend Paracord (verschiedene Stärken)
  • Schuhe imprägnieren!!
  • Powerbank aufladen
  • Notfallnummern notieren und in Brieftasche aufbewahren
  • Wasserfilter
  • Mütze
  • etc.

Wie du siehst, schreibe ich auf meine Trekking Checkliste nicht nur Dinge, die ich unbedingt mitnehmen möchte, sondern ich notiere auch wichtige Sachen, die ich vor dem Start unbedingt noch erledigen muss (wie bspw. Powerbank aufladen).

Wenn mir etwas einfällt, dann schreibe ich es sofort auf die Liste. Es ist wichtig, dass du dir die Geistesblitze SOFORT notierst, da du sie sonst oft schneller wieder vergessen wirst, als dir lieb ist.

#3 Geordnetes Packen: Deine Trekking-Ausrüstung-Ecke

Auch dieser Tipp hat sich bei mir in vielen Jahren bewährt. Bei der Zusammenstellung meiner Trekking Ausrüstung beginne ich nicht nur frühzeitig damit, die Sachen zu notieren die ich benötige oder die ich noch zu erledigen habe. Auch beginne ich bereits Tage oder über eine Woche vorher damit, bereits meinen Rucksack zu packen.

Hierfür mache ich in meinem Office eine Ecke frei, wo ich den Rucksack platziere. In den oder auf den Rucksack kommen dann schon einmal alle Sachen die ich bereits für die Tour besorgt habe. Auch nicht verderbliche Outdoornahrung gehört hier mit dazu.

Diese Vorgehensweise hat mehrere Vorteile:

  1. Du vergisst nichts, da du die Ausrüstung nach und nach direkt am und im Rucksack aufbewahrst.
  2. Du bekommst bereits ein Gefühl für die Menge und das Gesamtgewicht. So kannst du frühzeitig damit beginnen, Ausrüstung zu optimieren und zu minimieren.

#4 Tipp: Achte auf das Gewicht deines Trekkingrucksack

Je nachdem wie du körperlich gebaut bist, sollte das maximale Rucksackgewicht 15 kg nicht überschreiten. Hier ist bereits alles enthalten. Also auch die Nahrungsmittel. Weniger Gewicht ist sogar noch besser. Denn wenn du täglich mit deinem Rucksack 20 bis 30 km durch’s Gelände wandern willst, dann können 15 kg oder mehr auf dem Rücken schnell zur Qual werden.

Wenn du eine Waage hast, dann stelle den Rucksack ruhig auf die Waage und checke das Gewicht. 15 kg hast du schneller zusammen als du denkst. Das meiste Gewicht sollte durch Lebensmittel zustande kommen, die du unterwegs verzehrst. Klamotten sollten das wenigste Gewicht ausmachen.

Schleppe keine unnötigen Kleidungsstücke mit dir herum. Am besten nimmst du nur das mit, was du tatsächlich benötigst.

#5 Setze auf Funktionskleidung: Zwiebelprinzip, Hardshell, Softshell, wasserdicht

Auf meiner letzten Trekkingtour im Winter hatte ich nur folgende Kleidungsstücke dabei:

1. Kleidung zum Wechseln:

  • 2 Paar Wechselsocken
  • 1 Wechselunterhose
  • 1 dünnes Longsleeve
  • 1 Thermoleggins

2. Kleidung die ich ununterbrochen trug:

  • 1 Paar Socken
  • Unterhose
  • Multifunktions Armeehose
  • Wasserdichte Trekkingschuhe
  • T-Shirt + Longsleeve
  • 1 Funktionsjacke
Jack Wolfskin Trekkingjacke Winter
Trekking Tipp – Funktionskleidung: Meine Jack Wolfskin Trekkingjacke Iceland besteht aus einer warmen Fleece Jacke und einer wasserabweisenden und atmungsaktiven Hardshelljacke.

AUTORENTIPP: Jack Wolfskin Iceland Funktionsjacke

  • Besonderheiten: Mehrteilig mit warmer Fleecejacke (innen) und wetterfester Überjacke
  • Geeignet: Sehr gut für Trekking geeignet
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Die Aufzählung meiner Ausrüstung für’s Wintertrekking klingt wenig, aber genauso war ich unterwegs. Und trotz Temperaturen von bis zu -8ºC bewegte ich mich mit dieser Ausstattung im grünen Bereich.

Dass ich mit dieser wenigen Kleidung gut zurecht kam, lag wohl vor allem auch an meiner sehr guten Funktionsjacke von Jack Wolfskin.

Selbst bei Temperaturen um die 4ºC reichte mir die warme Fleecejacke völlig. Und das, obwohl ich darunter nur ein T-Shirt trug. Wurde es dann nachts richtig kalt, dann zog ich mein Longsleeve darunter und die Überjacke der Jack Wolfskin darüber. So war ich mit nur einer Jacke bestens ausgestattet.

Funktionsjacken wie die Iceland von Jack Wolfskin sind ideal für’s Trekking. Sie wiegen vergleichsweise sehr wenig, sind robust, wetterfest und wasserabweisend (Aussenjacke) und verfügen zudem über praktische Innentaschen.

#6 Tipps zur Outdoornahrung

Ausführliche Packlisten für die Zusammenstellung deiner persönlichen Trekkingausrüstung fandest du bereits am Anfang dieses Artikels (Siehe Punkt #1 Sommertrekking vs. Wintertrekking). Deshalb gehe ich nun hier nicht noch einmal genauer auf die weitere Ausrüstung wie Schlafutensilien, Kochutensilien, etc. ein.

Zur Zusammenstellung der Outdoornahrung möchte ich aber noch einiges anmerken. Denn gerade Anfänger machen hier häufig Fehler.

6.1 Schleppe nicht unnötig Wasser mit dir herum, sondern setze auf Outdoor Wasserfilter

Auch im sauber anmutenden Naturpark solltest du dich nicht blind auf die Reinheit der Trinkwaserquellen verlassen. Wenn das Wasser aus dem Fels sprudelt, dann kannst du es meist bedenkenlos trinken. Entnimmst du dein Trinkwasser jedoch aus Bächen, Rinnsalen oder gar aus stehenden Gewässern wie Seen oder aus Pfützen, dann solltest du das Wasser in jedem Fall filtern.

Sawyer Mini: Der beste Outdoor Wasserfilter

Outdoor Wasserfilter
Mein Sawyer Mini Edition im Camouflage Style
  • Gewicht: 56 Gramm
  • Besonderheiten: Wartungsarm, schier unendliche Lebensdauer, sehr effektiv
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Auf einer schweisstreibenden Trekkingtour benötigst du mindestens 2 bis 3 Liter Wasser pro Tag. Wenn du nur 3 Tage im Gelände unterwegs bist, dann müsstest du bereits 9 Liter Wasser mitschleppen.

Das wäre nicht nur anstrengend sondern auch völlig unnötig. Denn glücklicherweise gibt es heute eine Auswahl sehr effektiven Outdoor Wasserfiltern.

Der Sawyer Mini gehört wohl momentan zu den besten Outdoor Wasserfiltern überhaupt. Dabei ist er noch richtig günstig im Preis. Wenn man bedenkt, dass die Lebensdauer eines solchen Filters quasi unbegrenzt ist, dann ist der Kaufpreis wirklich extrem niedrig.

Mit dem Sawyer Mini kannst du direkt aus jeder erdenklichen Wasserquelle wie Seen oder Bächen trinken.

Ich nutzte meinen eigenen Sawyer Mini bereits in Bächen, Rinnsalen und sogar in Futtertränken. Das Wasser direkt aus dem Filter schmeckte stets ausgezeichnet. Und auch meiner Gesundheit ist es bestens bekommen. Und das, obwohl ich das Wasser nach dem Filtern nicht abkochte. Der Sawye Mini ist ein richtig gutes Teil für die Outdoorausrüstung.

6.2 Kalorienreich anstatt kalorienarm

Bedenke, dass du beim Trekking viel Energie verbrennst. Wenn du im Winter unterwegs bist, dann verbraucht dein Körper sogar noch mehr Energie als auf Sommertouren. Denn neben der Bereitstellung der Energiereserven für deine ständig arbeitenden Muskeln beim Laufen, braucht dein Körper auch noch Brennstoff, um bei kalten Aussentemperaturen die Körpertemperatur aufrecht zu halten.

Beim Trekking solltest du bei der Auswahl deiner Lebensmittel nicht auf deine Figur achten sondern du solltest richtig energiereiche Nahrung auswählen. Im Winter darf auch ruhig Speck und Salami dabeisein. Des Weiteren haben sich Energieriegel bewährt. Solche Powerriegel bekommst du in jedem Fitnessladen oder natürlich in den entsprechenden Onlineshops.

Energieriegel haben den Vorteil, dass du sie bequem in der Tasche deiner Outdoorjacke tragen und bei Bedarf einfach verzehren kannst. Die Nährstoffe aus diesen Powerriegeln gehen direkt ins Blut und liefern dir sofort neue Energie.

#7 Bleibe auf Empfang: Smartphone, Batterien und GPS

In vielen Naturschutzgebieten und auf den Gipfeln gibt es oft kein Signal von den Telefonnetzanbietern. Trotzdem solltest du stets so viel Power auf deinem Smartphone haben, dass du im Falle eines Notfalls von einem Punkt an dem es Empfang gibt einen Notruf senden kannst.

In war nie in solch einer Situation und hoffe, dass ich auch nie in Schwierigkeiten komme. Trotzdem habe ich auf allen Touren stets soviel Power auf dem Handy, dass ich zur Not kommunizieren könnte. Wenn du ein Smartphone mit GPS hast, dann kannst du direkt deine Koordinaten übermitteln.

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Auf mehrtägigen Trekkingtouren kann natürlich irgendwann der Saft bei den Batterien deines Smartphone ausgehen. Deshalb solltest du eine Powerbank mit dabei haben, so dass du das Handy einmal oder sogar mehrmals nachladen kannst.

Um direkt von Anfang an Energie zu sparen, hat es sich auf meinen eigenen Touren bewährt, das Smartphone auf Flugmodus zu stellen. Denn bist du im Gebirge unterwegs, wo nur spärliche Telefonverbindung besteht, dann sucht dein Smartphone automatisch und ständig im Hintergrund nach der passenden Verbindung. Das zieht natürlich ordentlich Strom. So gehen schnell die Lichter auf dem Handy aus.

Damit das nicht passiert, schalte dein Handy auf Flugmodus, stelle Notifikationen ab, schwäche das Bildschirmlicht und tue alles, damit dein Smartphone so wenig wie möglich Strom zieht und solange wie möglich am Leben bleibt.

#8 Die richtigen Trekkingschuhe

Bedenke bei der Zusammenstellung deiner Ausrüstung, dass du die nächsten Tage und Nächte mit genau diesem Equipment auskommen musst. Wenn die Trekkingschuhe unbequem, zu eng oder komplett ausgelatscht sind, dann kannst du dir schnell Blasen laufen und die Tour wird zur Tourtour.

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Fazit

Als Anfänger kann man bei der Zusammenstellung der Trekkingausrüstung viel verkehrt machen. Während du bei der Auswahl deiner Ausrüstung für einen zweiwöchigen Mittelmeerurlaub ruhig etwas faul sein darfst, so darfst du dir bei der Zusammenstellung deiner Trekkingausrüstung keine groben Fehler erlauben.

Denn wenn du tagelang im Gelände unterwegs bist, dann bist du während dieser Zeit auf genau diese Ausrüstung auf Biegen und Brechen angewiesen.

Wir hoffen, dass dir unsere Trekking Tipps für Anfänger eine Hilfe waren und wünschen dir viel Spass bei deinen Abenteuern.

Hast du weitere Tipps für Trekking und Ausrüstung oder möchtest sonst irgendetwas anmerken? Dann melde dich einfach in den Kommentaren.

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