Prepper Leitfaden: Prepping für Einsteiger

Pepper für Einsteiger
(Last Updated On: 6. September 2017)

Detaillierte Liste für Prepper, angehende Prepper und Interessierte zu den Themen Notfallvorsorge, Survival, Prepping und Preppen. Alles für deine Prepper Ausrüstung.

Prepper sind für alles gerüstet

Was bedeutet Prepper? 

Der Begriff Prepper ist abgeleitet vom englischen to be prepared, was so viel bedeutet, wie jederzeit bereit zu sein. Preppen bedeutet in diesem Zusammenhang Vorräte anzulegen für alle möglichen Krisen- und/ oder Katastrophenszenarien, wie:

Nahrungsmittelknappheiten und Knappheit an anderen Rohstoffen durch:

  • Umweltkatastrophen
  • Terroristische Anschläge
  • Epidemien und Seuchen
  • Kriege

Ein Prepper ist demzufolge eine Person, die sich mit Präventivmaßnahmen zur eigenen Sicherheit und der Sicherheit der Familie und der bestmöglichen Vorbereitung für eventuelle Krisensituationen auseinandersetzt. Dabei geht es beim Preppen keineswegs nur um die Vorratsanlegung von Lebensmitteln und lebenswichtigen Artikeln. Prepping kann man durchaus als Lebenseinstellung betrachten. Denn Prepper befassen sich auf zahlreichen Gebieten und regelmäßig mit Survival-Techniken.

Das weite Themengebiet des Prepping überschneidet sich stark mit fast allen Bereichen aus dem Survival.

Der Ursprung des Preppens

Zu allen Zeiten und wohl auch in allen Erdteilen gab es Prepper und Prepping. Denn zu allen Zeiten wurden von Menschen Vorräte angelegt, um auf eventuelle oder unmittelbare Krisen und Katastrophen entsprechend vorbereitet zu sein. In der Bundesrepublik kam der Begriff Vorratsanlegung erst im Sommer 2016 wieder in aller Munde. Und zwar als die deutsche Regierung bekannt gab, daß jeder Einzelne für den Krisenfall selbst vorzusorgen und künftig Lebensmittel für zehn Tage zu lagern hätte.

Denn etwa 10 Tage würde es dauern (so kalkuliert die Bundesregierung), bis die Strom- und Wasserversorgung und die öffentlichen Infrastrukturen nach einem massiven Katastrophenfall wieder ausreichend hergestellt wären, um die Bevölkerung zu versorgen.

Prepping: Geschichte

Der Ursprung des Prepping wie wir es heute kennen geht auf den amerikanischen Bürgerkrieg im 19. Jahrhundert zurück. Aufgrund der mangelhaften Lebensmittelversorgung und der damit verbundenen Lebensmittelknappheit sah sich die Bevölkerung dazu gezwungen, selbst Vorräte anzulegen. Die Vorratsanlegung war jedoch nicht die einzige Aufgabe, die die Menschen zu meistern hatten, um ihren lebensnotwendigen Grundvorrat abzusichern. Den gerade zu Kriegszeiten mußte man sich darüber im Klaren sein, daß man mit einer prall gefüllten Vorratskammer die Blicke der Hungrigen auf sich zog, die eben keine Vorräte angelegt hatten als es noch möglich war und die nun wie hungrige Wölfe auf der Suche nach Essbarem waren.

Um nicht zum Ziel von hungrigen Räubern zu werden, mußte man die Nahrungsmittelvorräte in gut gesicherten Bunkern – am besten etwas außerhalb der eigenen Behausung – aufbewahren. Und um ganz sicher zu gehen, sollten auch von diesen meist unterirdischen Bunkern so wenig Menschen wie möglich und nur soviel wie unbedingt nötig wissen.

Prepper Ausrüstung: Vorratsanlegung und Selbstversorgung

Was schließt die Vorratsanlegung und Selbstversorgung beim Preppen ein?

Zuerst einmal geht es beim Prepping darum, die Grundversorgung der Einzelpersonen eines Haushalts für einen minimalen Zeitraum von 10 bis 14 Tagen abzudecken. Ganz nach den Richtlinien des BBK. Wenn die überlebensnotwendige Selbstversorgung für diesen Zeitraum garantiert ist, dann sind für einen Prepper nach oben hin keine Grenzen gesetzt.

Um die eingelagerte Notversorgung nicht nutzlos vor sich hinvegetieren zu lassen, um sie dann nach Ablauf des Verfallsdatums entsorgen zu müssen, wird beim Prepping nach dem FIFO-Prinzip gelagert.

Das FIFO-Prinzip

Damit die eingelagerten Lebensmittel nicht mit der Zeit vergammeln und dann durch neue Nahrungsmittel ersetzt werden müssen, werden sie nach dem FIFO-Prinzip eingelagert. FIFO bedeutet: First In – First Out

Also zu gut Deutsch: Was zuerst eingelagert wird, kommt auch als erstes wieder raus, indem man es nach und nach verzehrt. Neu eingekaufte Lebensmittel werden im Regal ganz nach hinten gestellt und die älteren beim Einräumen nach vorne geschoben. Vorn nimmt man dann diese Nahrungsmittel nach und nach weg, um sie zu verzehren. Auf diese Art hat man nie überlagerte Lebensmittel im Regal und kann sich immer gewiss sein, daß man für den Ernstfall stets frische Nahrungsmittel parat hat.

Was gehört nun genau zur Grundversorgung?

Zur Grundversorgung gehört folgendes:

1. Notvorrat Wasser

Ohne Nahrung kann ein Mensch unter Umständen mehrere Wochen überleben. Ohne Wasser sind wir bereits nach spätestens drei Tagen am Ende. Wasser ist somit einer der wichtigsten Punkte hinsichtlich der Vorratsanlegung beim Prepping. Hierzu gehören auch Wasserentkeimungstabletten, Wasserfilter und andere Möglichkeiten, um Wasser aus Teichen, Flüssen und Pfützen oder im Notfall sogar Brack- und Abwasser genießbar machen zu können. Prepper kümmern sich nicht nur um die Anlegung eines Notvorrats. Prepper wissen auch, wie man im Notfall aus nur wenigen Ressourcen die Grundversorgung garantieren kann.

Wasservorrat / Wasserlagerung

Bei der Wasserlagerung gibt es einiges zu beachten. Am besten ist es natürlich, wenn man für den Trinkwasserbedarf direkt große Wasserflaschen aus dem Supermarkt einlagert. Wasser wird in vielen Supermärkten in Flaschen von bis zu 8 Litern verkauft. Bei diesen Flaschen kann man sicher sein, daß das Wasser geruchsneutral in lebensmittelechten Behältern aufbewahrt ist. Da die Wasserflaschen beim Kauf fest verschlossen sind, kann man auch davon ausgehen, daß der Inhalt das Haltbarkeitsdatum erreichen wird und in den meisten Fällen sogar weit über das Verfallsdatum haltbar bleibt.

Wer sich das Geld für die Wasserflaschen aus dem Supermarkt sparen möchte und über unbedenkliches Leitungswasser verfügt, der kann seinen Trinkwasservorrat in Trinkwasserkanistern anlegen. Diese Trinkwasserbehälter sollten vor allem lebensmittelecht und gut verschließbar sein. Viele Behälter verfügen über einen Hahn, so daß man das Wasser bei Bedarf leicht entnehmen kann, ohne dabei den Wasserbehälter bewegen zu müssen. Das ist äußerst praktisch, wenn man bedenkt, daß so ein Wasserbehälter je nach Größe und Volumen ziemlich schwer werden kann, wenn er voll ist.

Wieviel Wasser benötigt man zum Trinken und für die Nahrungszubereitung (Minimum)

Im Alltag gehen wir oft verschwenderisch mit Wasser um. Das Trinkwasser fließt in Strömen aus allen Hähnen. Dabei benutzen wir es nicht nur zum Trinken, Essen zubereiten und für die persönliche Hygiene. Wir spülen damit sogar unsere Fäkalien durch’s Klo.

Bereits im Alltag können wir täglich daran arbeiten, mit dem Gemeingut Wasser sparsamer umzugehen. So werden wir auch in Krisensituationen bei Wasserknappheit einfacher mit nur geringem Wasservorrat auskommen. Prepper sind in Notsituationen gut vorbereitet, weil sie sich bereits in Nicht-Notsituationen mit möglichen Engpässen auseinandersetzen.

Das Land Kanada empfiehlt eine minimale tägliche Wassermenge von 2 Litern. Hierbei ist das Trinkwasser für die Zubereitung an Speisen bereits eingeschlossen. Die Bundesregierung rät, pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig zu halten.

  • Benötigte Wassermenge pro Person und Tag an Trinkwasser: Etwa 2 Liter

Wasser für die persönliche Hygiene

Neben dem Trinkwasser, welches für’s Trinken und für die Zubereitung von Lebensmitteln verwendet wird, sollte man auch das Wasser bedenken, welches man für die persönliche Hygiene benötigt. Denn auch in schwierigen Situationen ist die persönliche Hygiene ein Stück Lebensqualität. So sollte man bei der Wasserration für die persönliche Hygiene mindestens das Wasser für’s tägliche Zähneputzen und etwas Wasser für die Körperhygiene einplanen.

Wieviel Wasser benötigt man für die Körperhygiene?

Mit etwas Übung schafft man es, sich mit nur einem Liter Wasser komplett zu waschen. Für’s Zähneputzen reicht die Menge einer Kaffeetasse. Alles andere wäre in Zeiten der Wassernot reine Verschwendung. So dürfte man mit 2 Litern pro Person und Tag ausreichend versorgt sein. Das ist übrigens auch die Menge, die das Land Kanada vorschlägt.

Die Bundesregierung empfiehlt hierzu, in Notfällen Badewannen, Waschkübel und verfügbare Gefäße vollzulassen, solange noch Wasser aus dem Hahn kommt. Wenn man Pech hat, kommt aber ohne Vorwarnung nichts mehr aus der Wasserleitung. Dann ist es gut zu wissen, daß man sich nach guter alter Prepper-Manier Wasserreserven eingelagert hat!

  • Benötigte Wassermenge pro Person und Tag für die Körperhygiene: Etwa 2 Liter

Wasserversorgung / Wasseraufbereitung

Um eingelagerte Wasserreserven zu sparen, kann man bereits früh damit beginnen, über Alternativen zur Wassergewinnung nachzudenken. Prepper sind schließlich deshalb so gut auf alles vorbereitet, weil sie sich lange vor einem Ereignis bereits auf dieses seelisch und physisch eingestellt haben.

Für die Wasseraufbereitung kommen mehrere Möglichkeiten in Frage:

  1. Wasserentkeimung durch Micropurtabletten
  2. Wasseraufbereitung durch Filter
  3. Trinkbarmachung durch Abkochen
  4. Wassergewinnung durch Kondensation im Freien (Z.B. durch die Anbringung von Folien an Pflanzen und die Gewinnung des Kondenswassers in den Morgenstunden)
  5. Wassergewinnung durch Kochen und anschließende Kondensation (Dadurch wird selbst die übelste Brühe genießbar. 📌 Aber Vorsicht: Kondenswasser ist destilliertes Wasser und damit ohne die Zugabe von Mineralien für den menschlichen Körper schädlich. Mit der Zugabe einer Prise Salz, Sand oder Erde kann man jedoch dieses Wasser genießbar machen.)

Es ist ratsam, sich bereits in Zeiten des Wohlstands mit den verschiedenen Möglichkeiten der Wasseraufbereitung auseinanderzusetzen. So wird man in eventuellen Krisensituationen nicht kalt überrascht.

Ausführliche Infos zum Thema Wasseraufbereitung findest du im Outdoor Wasserfilter Vergleich

2. Notvorrat Lebensmittel

Beim Notvorrat an Lebensmitteln handelt es sich naturgemäß vor allem um Nahrungsmittel die lange haltbar sind, wie z.B. folgende:

  • Reis, Getreide, Nudeln
  • “Falsche Getreide” wie Buchweizen, Quinoa, Amaranth
  • Konserven: Fleischkonserven, Fisch- und Meeresfrüchtekonserven, Wurstkonserven, Obst- und Gemüsekonserven, Sauerkraut, Rotkraut, etc.
  • Lebensmittel in Gläsern: Eingewecktes Obst- und Gemüse, Marmeladen, Apfelmus, Pflaumenmus, Sauerkraut, Rotkraut, etc.
  • Lebensmittel in verschlossenen Flaschen: Speiseöle, Essig, Säfte, etc.
  • In Beuteln verschlossene Lebensmittel: Fertiggerichte, Astronautennahrung, selbst vakuumierte Lebensmittel
  • Gepökelte Lebensmittel
  • Geräucherte Lebensmittel
  • Trockenobst
  • Nüsse
  • Zucker, Salz und Gewürze

Folgende Richtwerte an Lebensmittelmengen sind für einen Zeitraum von etwa 14 Tagen  empfehlenswert (BBK-Richtlinen sind in der folgenden Tabelle berücksichtigt):

LebensmittelgruppeMengeAnmerkungen
Eigener BedarfNach eigenem ErmessenZum Beispiel: Süßstoffe, Honig, Kartoffel-Trockenprodukte, Mehl, Kakaopulver, Zwieback, etc.
Getreide und Getreideprodukte sowie Nudeln, Kartoffeln und Reis4,5 kgGeeignet sind wegen ihrem hohen Energie und Proteingehalt auch "falsche Getreide" wie: Quinoa*, Buchweizen* oder Amaranth*.
Gemüse und Hülsenfrüchte4,6 kgBestenfalls vorgekochte Hülsenfrüchte und eingewecktes Gemüse.
Obst und Nüsse3,6 kgLagerfähiges Obst und eingewecktes Obst, Nüsse* und Trockenfrüchte*
Milch und Milchprodukte3,7 kgAm besten ist haltbare Trockenmilch*.
Eier, Volleipulver, Fisch und Fleisch.2,1 kgFleisch und Fisch sollte als Dosenfleisch oder Dosenfisch vorhanden sein. Bei Eiern empfiehlt sich haltbares Volleipulver*.
Fette und Öle0,5 kgSpeiseöl bei Amazon ansehen.

Notvorrat durch Vakuumieren

Nahrungsmittel können einfach haltbar gemacht werden, indem man sie vakuumverpackt. Großküchen bekommen ihre Kartoffeln oft bereits geschält, zerkleinert und manchmal sogar vorgekocht in kiloschweren Vakuumbeuteln. Das Vakuumieren ist heute längst nicht mehr nur spezialisierten Fachbetrieben vorbehalten. Jeder Prepper kann sich preiswert einen Vakuumierer beschaffen und seine eigenen Lebensmittel auf diese Weise sehr lange haltbar machen.

Indem man Lebensmittel wie Reis und Getreide vakuumverpackt, bleiben sie nahezu unbegrenzt haltbar. Wenn man Nahrungsmittel auf diese Art sehr lange haltbar machen möchte, sollte man beim Vakuumieren aber darauf achten, daß die eingeschweißten Lebensmittel eine geringe Restfeuchtigkeit besitzen.

So sollte z.B. Getreide eine Restfeuchtigkeit von maximal 5% aufweisen. Um den Restfeuchtigkeitsgehalt noch zusätzlich zu senken, hat es sich beim Preppen bewährt, Silicagel-Drybags mit in den Vakuumbeutel zu geben. (Für einen 30 x 40 cm großen Vakuumbeutel ist in der Regel 1 Silicagel-Beutel ausreichend.)

Prepper Lebensmittelfässer: Sicherung der Lebensmittel gegen Feuchtigkeit und Ungeziefer

Lebensmittel können dauerhaft und bombensicher gegen Feuchtigkeit von außen und gegen Ungeziefer geschützt werden, wenn man sie in lebensmittelechten Weithalsfässern mit Spannverschluss einlagert.

Diese praktischen Fässer eignen sich nicht nur für die Einlagerung, sondern sie sind auch optimal für den Transport. Das ist von Vorteil, wenn man z.B. umzieht. Oder falls in einem Katastrophenfall das Haus schnell evakuiert werden muss. Dann braucht man nicht erst überlegen, welche Lebensmittel man zusammenpackt. Man schnappt sich einfach die gefüllten Fässer, schmeißt sie ins Auto und schon ist man abfahrtbereit.

Wenn die Fässer leer sind, kann man sie auch als Auffangfässer für Regenwasser benutzen. Oder man kann darin selbst Sauerkraut zubereiten, Maische gären, etc. Prepper sind erfindungsreich und die Möglichkeiten, wie man diese Fässer verwenden kann sind schier unendlich.

Knollen, Pilze, Obst und Gemüse

Lagerung von Kartoffeln

Kartoffeln sollten kühl und dunkel gelagert werden, um das Keimen zu verhindern. In Kartoffelkellern liegt die Temperatur idealerweise zwischen 5 bis 12ºC. Fällt die Temperatur unter 4ºC, verwandelt sich die Stärke in den Kartoffeln in Zucker und der Geschmack wird stark beeinträchtigt. Einige Prepper aus ländlichen Gebieten erinnern sich vielleicht noch an die altbewährten Kartoffelkeller. Im Herbst wurden hier die Kartoffeln eingelagert und hielten sich bis zum folgenden Jahr im Frühling. Die älteren Generationen waren Prepper par excellence ohne es zu ahnen.

Heute verfügen nur noch die wenigsten Menschen über einen solchen Vorratskeller, der sich oft im Garten und dort in der Erde befand. Im Vorratskeller im Haus kann man so einen Keller versuchen zu simulieren, indem man die Temperatur dort niedrig und auch die Beleuchtung diskret hält. So kann man auch im Haus oder einem Extrazimmer in der Wohnung eine geeignete Vorratskammer anlegen.

📌 Tipp für den Fall, daß die Kartoffeln zu viel Licht abbekommen haben

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen und wenn sie zu viel Licht abbekommen, entwickeln sie grüne Stellen. Diese haben einen hohen Anteil an Solanin, welches in größeren Mengen akute Vergiftungserscheinungen auslösen und sich durch Halsbrennen und -kratzen, Darmentzündungen, Magenbeschwerden, etc. bemerkbar machen kann. Deshalb sollte man diese grünen Stellen großzügig wegschneiden.

Lagerung von Äpfeln

Auch Äpfel lassen sich ähnlich wie die Kartoffeln sehr lange einlagern. In den üblichen Kartoffelkellern auf dem Lande wurden auch die Äpfel über den Winter eingelagert. Hierzu wurden die Äpfel in Regalen oder in Stiegen luftig gestapelt. Angeschlagenere Äpfel wurden direkt verzehrt und die Äpfel die am besten aussahen, ließ man weiter lagern. Auf diese Art hielten sich manche Apfelsorten über den ganzen Winter bis ins folgende Frühjahr hinein – wenn man sie nicht bereits vorher aufaß.

Haltbarmachung von Äpfeln: Getrocknete Apfelringe

Eine weitere Möglichkeit Äpfel zu preppen besteht darin, sie in Ringe zu zerschneiden und diese Ringe dann auf einer Leine trocknen zu lassen. Die getrockneten Apfelringe sind schier ewig haltbar.

Getrocknete Pilze

Pilze lassen sich sehr gut haltbar machen, indem man sie trocknet. Da Pilze eine hohe Eigenfeuchtigkeit besitzen, sollten sie in sehr kleine Stücke zerschnitten und dann täglich mehrmals auf Papier (Papier entzieht zusätzlich Feuchtigkeit) gewendet werden.

Erst wenn die Pilze richtig durchgetrocknet sind, sollte man sie für die Langzeitaufbewahrung vakuumieren oder in Schraubgläsern einlagern.

Weiteres Trockenobst und Trockengemüse

Fast jedes Obst und auch viele Gemüsesorten können durch Trocknen lange haltbar gemacht werden.

Hier noch einige Beispiele:

  • Getrocknete Aprikosen
  • Getrocknete Bananen
  • Getrocknete Tomaten
  • Getrocknete Pflaumen
  • Getrocknete Birnen

Tee, Kaffee und Gewürze

Kaffee ist nicht nur Genussmittel sondern auch begehrte Tauschware!

Wer gerne Kaffee trinkt, sollte sich beim Kaffee einlagern ruhig austoben. Denn Kaffee hält sich erstens sehr lange und kann getrost gelagert werden. Und zweitens gilt Kaffee gerade in Krisenzeiten genau wie Tabak als hoch gehandelte Tauschware.

📌 Tipp

Kaffeeersatz

Aus Eicheln und Löwenzahnwurzeln kann übrigens Kaffeeersatz gemahlen werden. Natürlich enthält dieser Wald-und-Wiesen-Muckefuck kein Koffein. Als kleiner “Kaffeetrost” geht er aber allemal durch.

Tee einlagern und selber sammeln

Prepper gehen mit offenen Augen durch die Natur. Selbst wenn das Speiselager voll ist, wird ein Prepper stets das einsammeln, was ihm auf seinen Spaziergängen vor die Füße fällt. Denn es kommen auch schlechtere Zeiten. Und dann ist man froh, wenn der Notvorrat noch gut bestückt ist. Eben gerade deswegen, weil man eben nicht aus den Vollen schöpfte, sondern immer auch das verwertete, was die Natur im Moment bot. Je nach Jahreszeit und Region gibt es immer irgendetwas zu ernten.

3. Notapotheke / Hausapotheke

Jeder Haushalt sollte sowieso über eine gut bestückte Hausapotheke verfügen. In so einer Hausapotheke sammelt sich mit der Zeit neben den essentiellen Bestandteilen wie Mullbinden, Pflaster, Fieberthermometer, etc. natürlich jede Menge anderer nützlicher und weniger nützlicher Bestand an. Das können Grippetabletten von der letzten Grippewelle oder Schmerztabletten vom Zahnarzt sein. Im Notfall können diese Medikamente bei Versorgungsengpässen vielleicht auch anderen helfen. Man sollte jedoch immer darauf achten, daß das Haltbarkeitsdatum der Medikamente nicht überschritten wird. Falls das Verfallsdatum eines Medikaments überschritten ist, kann es leicht passieren, daß dieses seine Wirkung verloren hat.

📌 Wichtig

Beim Bestücken der Hausapotheke sollte der Prepper darauf achten, daß stets genügend eigene wichtige Medikamente (vom Arzt verschriebene Herzmittel, Asthmaspray o.ä.) auf Vorrat sind.

4. Hygieneartikel

Auch in Bezug auf die Hygiene sollte man sich beim Prepping Gedanken machen. Denn was ist, wenn es für einen gewissen Zeitraum keine Zahnpasta, keine Seife und kein Toilettenpapier zu kaufen gibt? Ein Notvorrat an Hygieneartikeln sollte stets im Haus sein.

5. Kommunikation

Was für’s Bug Out Bag, Get Home Bag oder den Fluchtrucksack gilt, das gilt auch für das Prepping zu Hause. Vom BBK wird ein netzunabhängiger Rundfunkempfänger empfohlen, über den man notfalls stets Verbindung zur Außenwelt hat. Vor allem in Krisensituationen ist es wichtig, informiert zu bleiben.

 Den AGM Rundfunkempfänger bei Amazon ansehen

6. Zahlungs- und Tauschmittel

Im Falle einer Krisensituation kann es sein, daß unser gewohntes Geld plötzlich an Wert verliert und andere Dinge wertvoller werden. Was nützt auch Papiergeld, wenn es nichts mehr dafür zu kaufen gibt, weil die Läden leer sind?

Als Zahlungs- und Tauschmittel in Krisenzeiten haben sich folgende Dinge bewährt:

  • Tabak, Kaffee und andere Genußmittel
  • Spirituosen
  • Gold
  • Silber
  • Werkzeuge
  • Waffen
  • Nahrungsmittel
  • Hygieneartikel

Wie man an der kleinen Liste erkennen kann, sind es vor allem die Dinge des täglichen Gebrauchs, die auch in Notsituationen ihren Wert behalten und sogar noch wertvoller werden. Auch Nichtraucher sollten in Betracht ziehen, einen Vorrat an Tabak zu Hause aufzubewahren. Denn Tabak ist in Krisenzeiten eines der beliebteste Tauschmittel schlechthin.

7. Selbstverteidigung und Waffen

Prepper sind meist körperlich fitte Zeitgenossen. Wer sich täglich körperlich gesund hält, wird auch schwierige Situationen mit seinem gut trainierten Körper besser meistern können. Ein paar Selbstverteidigungspraktiken zu erlernen, ist auch von Vorteil.

Inwieweit sich jemand mit dem Thema Waffen zur Selbstverteidigung befaßen möchte, bleibt aber jedem selbst überlassen. Auch wer keinen Waffenschein besitzt, kann mit etwas Phantasie leicht eigene sehr effektive Waffen anfertigen. Selbst ein Kugelschreiber kann in einer Notsituation tödlich sein, wenn man ihn bestimmt einsetzt.

8. Atemschutzmasken und Schutzanzüge

Wer auf Nummer sicher gehen will, wird sich auch Schutzmasken und eventuell sogar Schutzanzüge für sich und seine Familie zulegen, um auch für den Fall eines Atomunglücks bestmöglich gerüstet zu sein. Gegen einfache Staubentwicklung und auch organische Gase sind bereits sogenannte Halbmaskenkörper mit Wechselfiltern und Schutzanzüge eine recht gute Abhilfe.

9. Weiterbildung

Prepper bilden sich stets weiter, informieren sich und halten bereits erlernte Skills durch wiederkehrende Praxis im Gedächtnis. Prepping bedeutet nicht nur, sich einen Notvorrat zuzulegen für den Fall der Fälle. Prepping bedeutet vor allem, sich selbst so gut wie möglich vorzubereiten.

Der Begriff Prepper ist abgeleitet vom englischen to be prepared.

Prepper sein bedeutet, immer vorbereitet zu sein!

Siehe hierzu auch folgende Artikel:

Anmerkung zum Schluss:

Auch wenn es auf dem Globus in einigen Regionen drunter und drüber geht, so steht doch kein unmittelbarer Weltuntergang bevor. Falls es ja irgendwann einen Riesen Meteoriteneinschlag geben oder die Welt im Atomkrieg versinken sollte, dann hilft auch der bestausgerüstete Prepper-Bunker nichts mehr. Ein gesundes Maß an Prepper-Geist darf in jedem von uns vorhanden sein. Aber es sollte nicht in panische Vorrats-Hortung ausufern.

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